AK: Worauf sollen KonsumentInnen beim Abschluss einer Haushaltsversicherung achten?

Immer mehrere Angebote einholen und auf persönlichen Bedarf prüfen

Wien (OTS) - Scherben bringen nicht nur Glück, sondern auch Ärger, wenn z.B. ein Fenster durch einen Einbruch zerschlagen wurde. "Eine Haushaltsversicherung ist für die Katastrophen im Alltag durchaus ratsam", sagt AK Konsumentenschützer Thomas Eisenmenger. Aber Vorsicht: Die Versicherung zahlt nur jene Schäden, zu denen sie nach den Versicherungsbedingungen verpflichtet ist. "Daher sollten Konsumenten immer mehrere Angebote einholen und den individuellen Versicherungsbedarf prüfen", empfiehlt Eisenmenger.

Eine Haushaltsversicherung besteht generell aus einer Privat-Haftpflicht- und einer Sachversicherung für den Hausrat und zahlt bei gerechtfertigten Schadenersatzansprüchen, die an den Versicherten als Privatperson gestellt werden, sowie bei Feuer-, Sturm-, Leitungswasser-, Einbruch- und Glasbruchschäden. In der Polizze steht genau, was die Sachversicherung abdeckt. Nicht versichert sind z.B. Schäden, die vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt wurden, oder Vandalismusschäden.

Versichert ist der Versicherungsnehmer, sein im gemeinsamen Haushalt lebender Ehegatte oder Lebensgefährte, seine Kinder (auch Enkel-, Stief- und Adoptivkinder) bis zur Volljährigkeit oder - bei den meisten Versicherungen - so lange sie kein eigenes Einkommen oder keinen eigenen Haushalt haben. Auch Personen, die für den Versicherungsnehmer aus einem Arbeitsvertrag oder gefälligkeitsfalber häusliche Arbeiten verrichten, sind versichert.

Wenn ein Schaden eintritt, sollte nach der ersten Schrecksekunde sofort die Versicherung benachrichtigt und der Schaden gemeldet werden. "Empfehlenswert ist, das schriftlich und eingeschrieben zu tun", rät der AK Versicherungsexperte. Die Versicherungsbedingungen sehen üblicherweise in der Sachversicherung eine Maximalfrist von drei Tagen für die Schadensmeldung vor, in der Haftpflicht hat die Benachrichtigung unverzüglich, spätestens aber innerhalb einer Woche zu erfolgen.

"Eine Haushaltsversicherung ist gewöhnlich für eine bestimmte Laufzeit abgeschlossen", sagt Eisenmenger, "wie lange sie gilt, steht in der Polizze." Generell könne ab dem dritten Jahr mit einer Frist von einem Monat gekündigt werden, wenn der Vertrag nicht schon vorher ausgelaufen sei, so der AK Experte. Auch bei allen längerjährigen Verträgen, z.B. Zehn-Jahres-Verträge, haben KundInnen eine vorzeitige Kündigungsmöglichkeit. Diese Verträge können frühestens zum Ablauf des dritten Versicherungsjahres und danach jedes weitere Jahr mit einer Frist von einem Monat gekündigt werden. Wurde vor dem 1. April 1994 abgeschlossen, beträgt die Frist sechs Monate. "Aber achten Sie auf einen Dauerrabatt, den Sie eventuell für die lange Laufzeit bekommen haben", betont Eisenmenger, "den kann die Versicherung bei vorzeitiger Kündigung zurückverlangen."

SERVICE: Mehr Infos zur Haushaltsversicherung im Internet unter www.konsumentenschutz.at.

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