• 13.05.2005, 09:04:34
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AMI Agrolinz Melamine International GmbH expandiert in Piesteritz mit neuem Melaminwerk

Modernstes und größtes Melaminwerk Deutschlands am 12. Mai 2005 feierlich eröffnet

Neues Melaminwerk der AMI in
Piesteritz/Sachsen-Anhalt

Piesteritz/Linz (OTS) - Deutschlands modernstes und größtes
Melamin-Werk die Agrolinz Melamine International Deutschland GmbH
wurde im Rahmen eines feierlichen Events durch Ministerpräsident
Prof. Dr. Wolfgang Böhmer und OMV Generaldirektor Dr. Wolfgang
Ruttenstorfer am Donnerstag, 12. Mai 2005, eröffnet.

Mit der Inbetriebnahme des neuen Werkes in Lutherstadt Wittenberg
(Sachsen-Anhalt) nach knapp zweijähriger Bauzeit setzt AMI Agrolinz
Melamine International GmbH ihren Expansionskurs kontinuierlich fort
und trägt der steigenden Nachfrage mit einem erweiterten
Produktionsvolumen von 80.000 Jahrestonnen Rechung.

OMV Generaldirektor Dr. Wolfgang Ruttenstorfer: "Als profitables
Unternehmen ist die AMI im Melamingeschäft international erfolgreich
auf Wachstumskurs und hat damit das Potenzial zum Weltmarktführer."

"Die Eröffnung dieses Standortes ist ein weiterer Meilenstein in
der globalen Wachstumsstrategie der AMI. Mit einer
Produktionssteigerung von über 60 Prozent können wir neue Märkte in
Amerika und Asien erschließen", freut sich Dr. Joachim Grill,
Sprecher des Vorstandes der AMI. Das Werk stärkt somit die
strategische Position für AMI als globaler Player in der Produktion
und beim Vertrieb von Melamin.

Am neuen AMI-Standort in Sachsen Anhalt wurden rund 85 neue und
ca. 120 indirekte Arbeitsplätze geschaffen. Rund 130 Millionen EURO
wurden investiert. Mehr als 40 Unternehmen der Region mit über 450
Mitarbeitern zeichnen für die reibungslosen Bautätigkeiten
verantwortlich.

Rund 45 Prozent des Auftragsvolumens flossen in wettbewerbsfähige
Unternehmen in den neuen Bundesländern, davon 80 Prozent an Betriebe
in Sachsen-Anhalt und 14 Prozent an Unternehmen in Sachsen. Es ist
davon auszugehen, dass die neue Produktionsstätte der AMI als
industrielles Leitprojekt weitere Betriebsgründungen in der Region
induzieren wird.

Idealer Standort mit perfektem Umfeld

"Der Standort Piesteritz in Sachsen-Anhalt zeichnet sich durch
seine exzellente logistische und geografische Lage aus", betont Dr.
Joachim Grill, Vorstandssprecher der AMI-Gruppe.

"Neben idealer Straßen- und Schienenanbindung steht auch die Elbe
als Wasserweg zur Verfügung. Die am Standort benachbarte SKW
Stickstoffwerke Piesteritz GmbH erzeugt die für die
Melamin-Produktion erforderlichen Vorprodukte - vor allem Ammoniak
und Harnstoff - direkt vor Ort. Das senkt die Produktionskosten und
erhöht die Wettbewerbsfähigkeit.

AMI steht für die eigenentwickelte Produktionstechnologie und kann
ihre Produktionskapazität beträchtlich steigern. Damit ist der Weg in
neue Märkte wie Amerika und Asien frei. "Mit den beiden neuen
Melaminanlagen kann die AMI das Produktionsvolumen von bisher 130.000
auf 210.000 Tonnen pro Jahr erhöhen", so Grill.

Das neue Melaminwerk mit einer jährlichen Gesamtkapazität von
80.000 Tonnen besteht aus zwei Anlagen. Seit Herbst 2004 wird bereits
am Standort Piesteritz Melamin produziert. Bis zum jetzigen Zeitpunkt
wurden rund 40.000 Tonnen Melamin erzeugt.

Melamin - der Rohstoff der Zukunft

Die AMI arbeitet mit den beiden Rohstoffen Erdgas und Luft. Aus
dem Wasserstoff im Erdgas und dem Stickstoff in der Luft erzeugt das
Unternehmen Ammoniak.

Bei diesem Prozess entsteht auch Kohlendioxid. Ein Teil davon wird
mit Ammoniak zu Harnstoff umgesetzt. Das ist das Ausgangsmaterial für
Melamin.

Melamin ist ein Rohstoff in Form eines weißen Pulvers. Es wird
weltweit vor allem für Harze, Pressmassen, zur
Oberflächenbeschichtung, in der Textil- und Papierveredelung sowie
als Bindemittel für hochwertige Pressspanplatten verwendet.
Da Melamin nach dem Aushärten kratz- und schlagfest ist, sind zum
Beispiel damit beschichtete Holzfußböden außerordentlich
widerstandsfähig. Die wohl bekannteste Anwendung ist die
Imprägnierung der EURO-Scheine mit Melamin von AMI!

Die AMI Gruppe

Die AMI Agrolinz Melamine International GmbH veredelt Erdgas zu
hochwertigen Rohstoffen für Landwirtschaft und Industrie.
Hauptprodukte sind Melamin und Pflanzennährstoffe. Im
Geschäftsbereich Melamin ist AMI Marktführer in Europa und weltweit
Nummer zwei und nimmt im Bereich Pflanzennährstoffe im Donauraum eine
führende Position ein.

Zur AMI Gruppe gehören als Kernunternehmen die AMI Agrolinz
Melamine International GmbH mit Standort in Linz (Ö), weiter die
100%ige Tochtergesellschaft Agrolinz Melamine International Italia
S.r.l. mit Standort in Castellanza (I), die Agrolinz Melamine
International Deutschland GmbH mit Standort in Piesteritz /
Sachsen-Anhalt und das Großhandelsunternehmen LINZER AGROTRADE GmbH
für den Vertrieb von Düngemitteln, Vertriebsgesellschaften in Ungarn,
Tschechien und der Slowakei sowie Vertriebsgesellschaften für
Melamin in Chicago/USA, die Agrolinz Melamine International North
America Inc. und in Singapur die Agrolinz Melamine International Asia
Pacific Pte Ltd. In der AMI Agrolinz Melamine International Gruppe
erwirtschaften rund 1.000 Mitarbeiter einen Umsatz von 394 Mio. Euro.

Die SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH

SKW Piesteritz ist größter Ammoniak-Produzent Deutschlands und
liefert damit die Vorprodukte für die Melaminproduktion der AMI
direkt vor Ort.

Mehrheitsgesellschafter des 1993 gegründeten Unternehmens sind das
Schweizer Handelshaus Ameropa-Holding AG und die tschechische Gruppe
Agrofert Holding a.s. Neben Agrochemikalien produziert das Werk an
der Elbe Grundchemikalien wie Harnstoff und Salpetersäure sowie
darauf aufbauende Industrieprodukte. Für SKW Piesteritz sind derzeit
600 Mitarbeiter tätig. 2004 wurde ein Umsatz von 332 Mio. Euro
erzielt.

Der Standort Piesteritz

Piesteritz erlebt seit 1915 chemische Großproduktion. Für den
Standort sprechen seine logistischen Voraussetzungen. Heute sind das
zwei bedeutende Bundesstraßen in unmittelbarer Reichweite, die Nähe
zur Autobahn, ein modernes und ausgebautes Netz von Bahnanschlüssen
und Bahnversandeinrichtungen sowie der eigene Elbehafen.
In den zwanziger und dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts
waren hier bedeutende großtechnische Chemieanlagen entwickelt und in
die Produktion überführt worden. Dazu zählten moderne Karbidgroßöfen
und die großtechnische Herstellung hochkonzentrierter Salpetersäure.

Bild(er) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Bild Service,
sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:

AMI Agrolinz Melamine International GmbH
   Pressesprecher	
   Gerald Kneidinger
   [email protected]	
   Tel: +43/732/6914/2048
   Fax: +43/732/6914/62048

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