• 12.05.2005, 13:13:39
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  • OTS0232 OTW0232

Schweitzer: Qualität an Österreichs Schulen heben!

Wien (OTS) - In der heutigen Nationalratsdebatte zur Neuordnung
der Schulgesetze stellte Staatssekretär Mag. Karl Schweitzer die
Qualitätsverbesserung an Österreichs Schulen in den Vordergrund.

Schulen müssten sich bisher mangels Außendruck nicht nachweislich
um Qualitätssicherung bemühen, kritisierte Schweitzer. Er plädiere
daher für die Einführung eines verpflichtenden Schulprogramms sowie
einer jährlichen Schulbilanz, die als Evaluierung dienen und darüber
Aufschluss geben solle, ob die formulierten Ziele erreicht wurden.

In der Lehreraus- und fortbildung sei mit der Einführung der
Pädagogischen Hochschulen ein richtiger Schritt vorwärts gemacht
worden.

Weiteren Handlungsbedarf sehe Schweitzer bei den Studienanfängern.
Diese sollten in einer Studieneingangsphase die Möglichkeit bekommen,
gleich zu Beginn zu überprüfen, ob sie die nötigen Voraussetzungen
für die jeweilige Studienrichtung mitbringen.

Ein Problem orte Schweitzer im fragend-entwickelten Unterricht, in
dem Schüler die Rolle der Rezipienten übernehmen, eigenständiges
Arbeiten allerdings nicht ausreichend gefördert werde. Schüler
müssten die Möglichkeit haben, sich aktiv am Unterricht zu beteiligen
und konstruktiv einzubringen. Ziel solle es sein, anspruchsvollen
Aufgaben und Denkleistungen wie Verstehen, Schlüsse ziehen,
Interpretieren, offene Antworten formulieren etc. gerecht zu werden.

Bezugnehmend auf die derzeitige Regelung der Leistungsbeurteilung
sehe Schweitzer die Notwendigkeit neuer Leistungsstandards. Meist
dürfen nur jene Unterrichtsinhalte überprüft werden, die erst kurze
Zeit vorher durchgenommen wurden. Dadurch werde der Ausbau
substanziellen Wissens erschwert, so Schweitzer. Auch hierfür müsse
eine bessere Regelung gefunden werden.

Abschliessend betonte Schweitzer den hohen Stellenwert von
Bewegung und Sport für unsere Kinder und Jugendlichen. 24-25% unserer
Kinder leiden an Fettleibigkeit, 40-50% haben Haltungsschäden. Diese
Zahlen seien ein Alarmsignal, das nicht ignoriert werden könne. "Wir
müssen die flächendeckende Zusammenarbeit von Schulen und
Sportvereinen initiieren und alles tun, um diesem erschreckenden
Trend entgegenzuwirken. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten und
die tägliche Bewegungseinheit zum Wohle unserer Kinder anstreben".

Rückfragehinweis:

Staatssekretariat für Sport
   Mag. Alexandra Natmessnig
   Tel.: ++43 1 53 115 4062
   Fax: ++43 1 53 115 4065
   mailto:[email protected]

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