Schweitzer: Qualität an Österreichs Schulen heben!

Wien (OTS) - In der heutigen Nationalratsdebatte zur Neuordnung
der Schulgesetze stellte Staatssekretär Mag. Karl Schweitzer die Qualitätsverbesserung an Österreichs Schulen in den Vordergrund.

Schulen müssten sich bisher mangels Außendruck nicht nachweislich um Qualitätssicherung bemühen, kritisierte Schweitzer. Er plädiere daher für die Einführung eines verpflichtenden Schulprogramms sowie einer jährlichen Schulbilanz, die als Evaluierung dienen und darüber Aufschluss geben solle, ob die formulierten Ziele erreicht wurden.

In der Lehreraus- und fortbildung sei mit der Einführung der Pädagogischen Hochschulen ein richtiger Schritt vorwärts gemacht worden.

Weiteren Handlungsbedarf sehe Schweitzer bei den Studienanfängern. Diese sollten in einer Studieneingangsphase die Möglichkeit bekommen, gleich zu Beginn zu überprüfen, ob sie die nötigen Voraussetzungen für die jeweilige Studienrichtung mitbringen.

Ein Problem orte Schweitzer im fragend-entwickelten Unterricht, in dem Schüler die Rolle der Rezipienten übernehmen, eigenständiges Arbeiten allerdings nicht ausreichend gefördert werde. Schüler müssten die Möglichkeit haben, sich aktiv am Unterricht zu beteiligen und konstruktiv einzubringen. Ziel solle es sein, anspruchsvollen Aufgaben und Denkleistungen wie Verstehen, Schlüsse ziehen, Interpretieren, offene Antworten formulieren etc. gerecht zu werden.

Bezugnehmend auf die derzeitige Regelung der Leistungsbeurteilung sehe Schweitzer die Notwendigkeit neuer Leistungsstandards. Meist dürfen nur jene Unterrichtsinhalte überprüft werden, die erst kurze Zeit vorher durchgenommen wurden. Dadurch werde der Ausbau substanziellen Wissens erschwert, so Schweitzer. Auch hierfür müsse eine bessere Regelung gefunden werden.

Abschliessend betonte Schweitzer den hohen Stellenwert von Bewegung und Sport für unsere Kinder und Jugendlichen. 24-25% unserer Kinder leiden an Fettleibigkeit, 40-50% haben Haltungsschäden. Diese Zahlen seien ein Alarmsignal, das nicht ignoriert werden könne. "Wir müssen die flächendeckende Zusammenarbeit von Schulen und Sportvereinen initiieren und alles tun, um diesem erschreckenden Trend entgegenzuwirken. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten und die tägliche Bewegungseinheit zum Wohle unserer Kinder anstreben".

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