• 12.05.2005, 11:28:56
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Wärmeschiene Hallein - Salzburg mit Energiepreis ausgezeichnet

- Wärmeschiene Hallein - Salzburg mit Energiepreis ausgezeichnet - Beispielhafte Zusammenarbeit wurde gewürdigt

Salzburg (OTS) - Mit der 19 km langen Wärmeschiene Hallein -
Salzburg werden die beiden Ballungszentren zu einer gemeinsamen
Energieregion verbunden. Mit diesem einzigartigen Projekt wird
erstmals in Österreich über so weite Distanz die Abwärme aus einem
Industriegebiet (Hallein) einem bestehenden Fernwärmenetz (Stadt
Salzburg) zugeführt. Die Wärmeschiene ist damit ein entscheidender
Beitrag zum Umweltschutz und wurde im Rahmen des Wettbewerbs
"Energieregionen der Zukunft" mit einem Hauptpreis ausgezeichnet.

Prof. Hans Schnitzer vom Institut für Ressourcenschonende und
Nachhaltige Systeme der TU Graz, Sprecher der Jury, begründete den
Hauptpreis für sein "Lieblingsprojekt" folgendermaßen: "Dieses
"Durchbruchsprojekt" zeigt, dass auch im urbanen Bereich die Nutzung
erneuerbarer Energieträger möglich ist." Als besonders hoch bewertete
die Jury die Wirksamkeit dieser Maßnahme und die Orientierung am
Effizienzprinzip. Zudem wurde die Vorbildfunktion für andere
Industrieregionen hervorgehoben.

Großer Sprung nach vorne

"Salzburg hat sich im Rahmen des Kyoto-Protokolls und des
Salzburger Energieleitbildes zu einer deutlichen Einsparung von
Emissionen sowie zu einer nachhaltigen Energie- und Klimapolitik
bekannt. Mit der Wärmeschiene Hallein - Salzburg kommen wir diesen
Zielen einen großen Schritt näher - immerhin werden künftig jährlich
rund 26.000 Tonnen CO2 eingespart, das entspricht rund 10 Mio. Liter
Heizöl pro Jahr", so Energiereferent Sepp Eisl. Salzburg sei in
Sachen Kyoto-Zielerreichung allerdings - bildlich gesprochen -
Richtung München aufgebrochen und befinde sich derzeit auf der Höhe
von Amstetten, so Eisl weiter. "Wollen wir das Kyoto-Ziel erreichen,
müssen wir schleunigst einen Richtungswechsel vornehmen!"

Wichtiger Beitrag für die Region

"Für uns waren und sind enorme Vorarbeiten notwendig. So müssen
wir bis 2009 das gesamte Fernwärmenetz der Stadt Salzburg von
Dampfbetrieb auf ein modernes Heißwassernetz umstellen. Das ist die
Vorraussetzung für die Umsetzung dieses Gesamtkonzeptes", betont Dr.
Arno Gasteiger, Sprecher des Vorstands der Salzburg AG. Diese
gewaltige Investition sowie unsere Bereitschaft, die Wärmeproduktion
im Heizkraftwerk Mitte im Sommer einzustellen, ermöglichen erst eine
wirtschaftliche Nutzung der Abwärme aus Hallein. Gasteiger weiter:
"Als großteils im Eigentum von Land und Stadt Salzburg stehendes
Unternehmen leisten wir auch in diesem Bereich einen entscheidenden
Beitrag zur Erreichung der energiepolitischen Ziele des Landes."

Win-Win Situation

DI Richard Wallmann, Geschäftsführer der AESG (Alternative Energie
Salzburg GmbH) hebt die hohe Bereitschaft aller Partner hervor: "Die
hohe Herausforderung bestand in der Abstimmung der vielen,
miteinander verknüpften Projekte. Industriebetriebe,
Kraftwerksbetreiber, Gemeinden und Wärmekunden zeigten alle von
Anfang an ein hohes Interesse an der Umsetzung. Bis Ende des Jahres
wollen wir die 19 km lange Schiene von Hallein nach
Salzburg/Elsbethen geschlossen haben." So werden die beiden Städte
und Umlandgemeinden zu einer Energieregion - in der insgesamt 186.000
Menschen leben - zusammengeführt. Derzeit ist die Einspeisung der
Abwärme der Firmen M-Real und Kaindl sowie Wärme aus dem
Biomasse-Heizkraftwerk der Firma MDF und dem AESG-Werk in der
Gemeinde Wals-Siezenheim geplant. Dadurch werden künftig pro Jahr
rund 80.000 MWh Wärme - das entspricht dem durchschnittlichen
Verbrauch von ca. 9.000 Haushalten - der Wärmeschiene zugeführt.

Die Projektdaten

Investitionsvolumen Wärmeschiene: 14 Mio. Euro; zu 30 % gefördert
aus Mitteln der Österreichischen Kommunalkredit (durch Bund und
Land)

Investitionsbedarf der Salzburg AG für die Umstellung des
Fernwärmenetzes der Stadt Salzburg: 15,4 Mio. Euro

Länge der Wärmeschiene: 19 km im Endausbau bis Salzburg/Elsbethen
(Ende 2005); derzeit von Hallein bis Urstein (bereits Ende 2004
fertig gestellt)

Jährliche Wärmeabgabe: 80.000 MWh (entspricht dem
durchschnittlichen Wärmeverbrauch von ca. 9.000 Haushalten)

Angeschlossene Wärmelieferanten: M-Real (Abwärme), MDF (Biomasse-
Heizkraftwerk), Kaindl (Abwärme), AESG (Biomasse-Heizkraftwerk
Wals-Siezenheim)

Errichter: AESG Alternative Energie Salzburg GmbH - eine
Gesellschaft von Salzburg AG (33,3 %); SHW Strom und Wärme aus
Holz, Heizwerke Errichtungs-Betriebs GmbH (33,3 %) und der SEEGES
Salzburger Erneuerbare Energie-GesmbH (33,3 %).

Fotos und Unterlagen zum Projekt auf www.salzburg-ag.at/presse

Rückfragehinweis:

Ursula Riegler, Büro LR Sepp Eisl
   Tel.: 0662/8042-2430, mailto:ursula.riegler@salzburg.gv.at 
   
   Sigi Kämmerer, Salzburg AG
   Tel.: 0662/8884-2800, mailto:pr@salzburg-ag.at 
   
   Richard Wallmann, AESG
   Tel.: 0664/3371291, mailto:richard.wallmann@aesg.at

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