Scheuch: ORF darf nicht Schwarzfunk werden!

Schüssel-Rede kratzt am Image des ORFs

Wien, 2005-05-12 (bpb) - "Durchgeschaltete TV-Reden an die Nation waren bisher immer Recht des Staatsoberhaupts. Warum jetzt dem ÖVP-Politiker Schüssel dieser Auftritt zugestanden wird, kann der ORF nicht nur meiner Meinung nach nur sehr schwer schlüssig argumentieren. Mit Objektivität hat dies nichts zu tun, wie auch die zahlreichen Reaktionen - sogar aus ORF-Reihen - zeigen", stellte BZÖ-Bündnissprecher NAbg. DI Uwe Scheuch heute im Gespräch mit dem Bündnispressebüro fest. ****

Qualitativ hochstehender Journalismus kennzeichne sich durch eine unabhängige und ausgewogene Berichterstattung aus. Ob das mit der geplanten Rede vereinbar wäre, sei die Frage, die sich die Verantwortlichen im ORF stellen müssten, so Scheuch.

"Das Jubiläum des Staatsvertrages ist sicher ein besonderer Anlass, aber ich frage mich: Was kommt als nächstes? In einem sensiblen Bereich wie dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk sollten die ORF-Spitzen mit so politisch gefärbten Auftritten doppelt vorsichtig umgehen. Das ist hier nicht passiert und daher sollten solche Schwarzfunk-Aktionen auch nicht zum Regelfall werden", erklärte der BZÖ-Bündnissprecher abschließend.

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