- 10.05.2005, 12:02:06
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VP-Gerstl: Hochrangige Schienenverbindung nach Bratislava gefordert
Wien (VP-Klub) - "Es ist zwar erfreulich, dass die Wiener
SP-Stadtregierung die Notwendigkeit einer hochrangigen
Schienenverbindung nach Pressburg erkannt hat und im demnächst zu
beschließenden STEP 05 eindeutig ein Bekenntnis zur
grenzüberschreitenden Erweiterung der Wiener Ostregion abgegeben
wird, aber leider bleibt es, wie meistens in der Politik der
Stadtregierung, auch im STEP 05 bei einigen wenigen unkonkreten
Lippenbekenntnissen", kritisierte der Verkehrssprecher der ÖVP Wien,
LAbg. Wolfgang Gerstl, in seiner heutigen Pressekonferenz und
forderte, den Bau einer hochrangige Schienenverbindung nach
Bratislava umgehend in Angriff zu nehmen.
Die Notwendigkeit eines raschen Ausbaus einer hochrangigen
Schienenverbindung wird deutlich, wenn man sich das prognostizierte
Verkehrsaufkommen bis 2015 vor Augen führt. Erfolgt der Güterverkehr
von der Slowakei Richtung Wien noch zu 70 Prozent über die Schiene
und zu 15 Prozent auf der Straße, so wird es bald, gibt keinen
wesentlichen Ausbau der öffentlichen Verkehrsanbindung, zu einer
Trendumkehr kommen. Prognosen rechnen mit einem zukünftigen
Gütertransportaufkommen, das zu 50 Prozent über die Straße, aber nur
mehr zu 40 Prozent über die Schiene erfolgt.
Auch was den Personenverkehr zum Flughafen anbelangt, so muss durch
eine verbesserte öffentliche Verkehrsanbindung erreicht werden, dass
statt wie derzeit nur 13 Prozent, hinkünftig mindestens 35 Prozent
der Fluggäste per Schiene zum Flughafen kommen. Dies muss auch unter
dem Gesichtspunkt betrachtet werden, dass mit einer Verdoppelung des
Flugverkehrs in den nächsten Jahren zu rechnen ist.
30-Minuten Verbindung zwischen den Flughäfen Schwechat und
Bratislava
Die logische Konsequenz aus diesem Szenario ist, so Gerstl,
einerseits der rasche Ausbau der Bahnlinie S80 nördlich und der S7
südlich Wiens in Richtung Bratislava, andererseits eine
Hochleistungsstrecke von Wien über den Flughafen Schwechat, weiter
zum Flughafen und in weiterer Folge zum Hauptbahnhof Bratislava.
"Ziel muss es sein, den Fluggästen eine 30-Minuten
Transfermöglichkeit von Flughafen zu Flughafen anbieten zu können",
so die Forderung Gerstls. Auch sollte eine Direktverbindung der
Städte Linz und St. Pölten und auch eine Direktverbindung über die
Südbahn, jeweils schon mit Eincheck-Möglichkeit, zum Flughafen
Schwechat in die Überlegungen mit einbezogen werden.
Finanzierung mit EU-Geldern in Kombination mit P.P.P.-Modell
Nach dem es sich um ein international bedeutendes Projekt handelt,
müsste sich Wien bemühen, EU-Fördergelder für dieses Projekt zu
erhalten. Die EU zahlt für bestimmte Realisierungen bis zu 50 Prozent
der Kosten, besonders grenzüberschreitende Projekte haben bei der EU
nunmehr verstärkte Chancen auf Förderzuschüsse. "Um dieses Geld zu
lukrieren und um weitere Finanziers im Rahmen eines
P.P.P.-Finanzierungsmodells zu finden, sollte die Stadt Wien
gemeinsam mit den ÖBB und dem Flughafen Wien-Schwechat eine
Gesellschaft gründen, die neben der Finanzierung auch die Planung der
hochwertigen Schienenverbindung nach Bratislava übernimmt", so Gerstl
abschließend.
Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 60
mailto:[email protected]
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