- 10.05.2005, 10:34:42
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AK Test: Auto-Leasingangebote der Banken mangelhaft (1)
Große Zins- und Spesenunterschiede - In jedem zweiten Angebot: fehlende Angabe der Gesamtbelastung, flüchtiger Hinweis auf Zinsanpassung
Wien (OTS) - Beim Auto-Leasing gibt es beträchtliche
Preisunterschiede. Ein AK Test bei acht Banken zeigt: Die Zinsen und
Spesen - gerechnet auf fünf Jahre - liegen um bis zu rund 3.700 Euro
auseinander. Die Angebote sind oft mangelhaft: In jedem zweiten fehlt
die gesetzlich erforderliche Angabe der Gesamtbelastung, und die
Zinsanpassungsklausel ist ungenau. AK Konsumentenschützer Harald
Glatz rät: "Unterschreiben Sie beim Autohändler nicht gleich das
erste Angebot, sondern vergleichen Sie Kredit- und Leasingofferte der
Banken, das lohnt sich jedenfalls."
Die AK Tester haben bei zehn Banken in Wien Leasingangebote für
einen Van Renault Espace um 32.000 Euro eingeholt, wobei zwei Banken
keine Offerte anboten - Wiener Spar- und Kreditinstitut (nicht im
Kfz-Leasing tätig), Bank für Tirol und Voralberg (bietet nur die
Filiale in Innsbruck an). Insgesamt erhielt die AK also acht
Leasingangebote von der Bank für Kärnten und Steiermark, Bank
Austria, Volksbank Wien, NÖ Hypo Bank, BAWAG/PSK, Raiffeisen NÖ-Wien,
Erste Bank, GE Money Bank. Die Laufzeit der Finanzierung sollte fünf
Jahre betragen.
Der AK Test zeigt: Die Preisunterschiede bei den Angeboten sind
enorm. Die Gesamtbelastung bewegt sich, je nach Angebot, zwischen
fast 34.000 und knapp 37.730 Euro. Die Zins- und Spesenunterschiede -
gerechnet auf fünf Jahre - betragen bis zu rund 3.730 Euro. Drei
Banken verlangen keine Bearbeitungsgebühr - Bank für Kärnten und
Steiermark, Volksbank Wien, NÖ Hypo Bank, die anderen bis zu 320
Euro.
Kritik übt Glatz an der Transparenz der Angebote: "Vier der acht
Leasingangebote enthielten keine Gesamtbelastung, also was in Summe
an die Leasingfirma zu zahlen ist." Mangelhaft waren auch die
Erklärungen betreffend Zinssatzänderungen. Die Hälfte der Angebote
hatte nur einen allgemeinen Hinweis, wonach die Leasingrate an die
"derzeitigen Geld- und Kapitalmarktverhältnisse" geknüpft oder die
"Miete an die Schwankung des Geld- und Kapitalmarktes angepasst
wird". Die von der AK errechnete Bandbreite der Effekzivzinsen macht
zwischen 3,5 (Volksbank Wien) und 9,9 Prozent (GE Money Bank) aus.
Die Effektivzinsen für einen Privatkredit betragen zwischen 5,1 und
9,1 Prozent.
Eine AK Testvorgabe war auch ein realistischer Restwert, also ein
Preis, der dem voraussichtlichen Marktwert des Autos in fünf Jahren
angemessen ist - nach fünf Jahren verliert das Auto etwa zwischen 60
und 70 Prozent an Wert. Es wurden Restwerte von 3.000 bis 23.000 Euro
(Volksbank Wien) angegeben. Ein irrealer hoher Restwert kommt in
jedem Fall zu teurer, warnt die AK: Wenn der Leasingnehmer das Auto
nach Auslaufen des Leasingvertrages kauft, muss er den hohen Restwert
zahlen oder die Differenz aus hohem Restwert und niedrigem
Marktpreis, wenn er das Auto am Ende der Vertragslaufzeit an die
Leasinggesellschaft zurückstellt.
(Forts.)
Rückfragehinweis:
Doris Strecker
AK Wien Kommunikation
tel.: (+43-1) 501 65-2677
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at
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