- 10.05.2005, 10:01:02
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VSStÖ präsentiert 10 Projekte für eine starke ÖH
Blaha: "Guter Grundstock für weitere zwei Jahre"
Wien (SK) Zehn Projekte für eine starke ÖH mit VSStÖ Beteiligung
präsentierte heute, Dienstag, Barbara Blaha, Spitzenkandidatin des
VSStÖ für die ÖH Wahlen 2005, auf einer Pressekonferenz. Neben dem
"selbstverständlichen" Kampf gegen Zugangsbeschränkungen, "sind diese
10 Projekte meine Herzensanliegen", so Blaha. ****
Geht es nach dem VSStÖ, erstellt die ÖH in den nächsten zwei Jahren
einen Diskriminierungsreport, ähnlich dem Rassismusreport, der
jährlich von Zara herausgegeben wird. Der Report solle die
Diskriminierung von Frauen, ausländischen Studierenden, homobitrans
Studierenden und Studierenden mit besonderen Bedürfnissen an den Unis
aufzeigen. "Wir machen aber nicht davor halt, die Diskriminierung
öffentlich zu machen. In einem zweiten Schritt soll eine
Antidiskriminierungscharta erarbeitet werden, die in den Satzungen
der Universitäten zu geltendem Recht werden soll", so Blaha.
"Während unter Männern sehr häufig Seilschaften aufgebaut werden,
kommen Frauen selten in den Genuss spezieller Förderugen und
Netzwerke", analysiert die VSStÖ -Spitzenkandidatin. Als ein Beitrag
der ÖH zur universitären Frauenförderung soll ein bundesweiter
Frauenkongress abgehalten werden, der Studentinnen und junge
Wissenschaftlerinnen vernetzen soll.
Dem Beispiel der vom internationalen Referat der ÖH organisierten
Ringvorlesung folgend sollen auch außerhalb von Wien in anderen
Unistädten Vorlesungen angeboten werden, denn: "Wir Studierenden
können uns die Uni selbst machen". Auch das umfassende ÖH-Service
soll - geht es nach dem VSStÖ - erweitert werden. Neben einer
BerufsschülerInnenberatung soll eine SchuldnerInnenberatung
eingesetzt werden. "51,5 Prozent der Studierenden geben an,
finanzielle Probleme zu haben. Immer mehr Studierende sind von
Schulden bedroht. Eine SchuldnerInnenberatung ist das mindeste, was
die ÖH für diese Studierenden tun kann", meint Blaha.
Ein weiteres Anliegen von Blaha sei die geplante Pädak-Initiative.
"Die Hochschulwerdung der Pädaks stellt eine Herausforderung dar.
Gerade in den Bereichen Bildungspolitik und Soziales muss ein
Know-How-Transfer stattfinden", meint Blaha. Daher werde der VSStÖ in
der ÖH Aktionstage an Pädaks veranstalten und die Kommunikation mit
den Pädaks verstärken und ausbauen. Die "101 Fragen an das
UG02"-Broschüre ist ein Vorstoß im Bereich Studienrecht. "Wir
Studierenden sitzen beim Studienrecht oft am kürzeren Ast. Das soll
diese Broschüre ändern", ist Blaha überzeugt.
Drei der zehn Projekte sind mehr Forderungen als Projekte: Die
sozialistischen Studierenden fordern geringere Wartezeiten durch
digitale Zeugnissysteme und Änderungen bei der studentischen
Selbstversicherung. Natürlich ist auch die Wiedereinführung der
direkten Wahl des bundesweiten Studierendenparlaments weiterhin
Thema.
"Ich bin überzeugt, die Studierenden werden sich ihr Wahlrecht nicht
nehmen lassen und die ÖH-Wahl zur ersten Umfärbeaktion machen, die
nicht funktioniert", zeigt sich Blaha abschließend kämpferisch und in
Richtung Studierende: "Durchkreuzt Gehrers Pläne!" (Schluss) ps/mm
Rückfragen: Yussi Pick, VSStÖ Presseprecher, 069 12 64 13 23
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