- 04.05.2005, 12:03:11
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Schicker: Modernste Lichttechnik in historischem Design
Die Wiener Ringstraße wird in neuem Licht erstrahlen
Wien (OTS) - Am Mittwoch, den 4. Mai 2005, präsentierte Wiens
Planungs- und Verkehrsstadtrat DI Rudi Schicker gemeinsam mit dem
Bezirksvorsteher des 1.Bezirks, Franz Grundwalt, und der
Abteilungsleiterin der MA 33, DI Susanne Lettner, alle Fakten zur
neuen Beleuchtung der Ringstraße.
Unter dem Jubel der Bevölkerung brannten am 31.10.1899 die
ersten städtischen Gaslaternen auf der Ringstraße. 1902 wurden die
ersten elektrischen Bogenlampen (neben der bestehenden
Gasbeleuchtung) installiert.
"Große Teile der derzeitigen Ringstraßenbeleuchtung stammen noch
aus den frühen 1960er Jahren und sind daher am Ende ihrer
Lebensdauer. Durch die notwendige Sanierung wird die Prachtstraße mit
ihren historischen Gebäuden nochmals optisch aufgewertet und die
Ringstraße noch besser ausgeleuchtet", betonte Stadtrat Schicker.
Auch die Geh- und Radwege werden unter Berücksichtigung des
Gender-Aspektes sehr gut beleuchtet und Angsträume somit vermieden.
"Der Einsatz modernster Lichttechnik in dennoch historischem Design
bedeutet für die Stadt Wien: weniger Kosten und mehr Sicherheit. Denn
während die Energiekosten mit der neuen Beleuchtung um mindestens 30
Prozent gesenkt werden, kann gleichzeitig das Beleuchtungsniveau um
20 Prozent gesteigert werden", stellte Schicker zufrieden fest.****
Auch Bezirksvorsteher Grundwalt freute sich schon auf die neue
Ringstraßenbeleuchtung: "Die erstmalige Verwendung von elektrischem
Licht auf der Ringstraße liegt bereits mehr als 100 Jahre zurück.
Mit der neuen Beleuchtung wird ein wichtiger Schritt zur weiteren
Attraktivierung der Inneren Stadt mit ihren vielen historischen
Prachtbauten gesetzt."
Bedingt durch immer wieder notwendige Instandhaltungs- und
Erweiterungsarbeiten besteht die Beleuchtungsanlage der Ringstraße
aus einem Mix verschiedener Stilrichtungen. "Diese Vermischung führt
nicht nur zu architektonischen Brüchen, die sich negativ auf das
Stadtbild auswirken, sie führt durch die Typenvielfalt auch zu
erhöhtem Erhaltungsaufwand. Die im Zuge der nachhaltigen
Gesamtkonzeption erzielte Vereinheitlichung der Leuchtentypen löst
diese Probleme und gewährleistet gleichzeitig ein attraktives
Erscheinungsbild und erhöhte Wirtschaftlichkeit", ergänzte Susanne
Lettner, Abteilungsleiterin der MA 33.
Besonderer Wert wird auf eine Synthese von bewährten mit
modernen Elementen gelegt. So werden in Leuchten, die historischen
Formen nachgebaut sind, die derzeit neueste Lampen- und
Leuchtentechnologie eingebaut. Die für die Kabellegung erforderlichen
Eingriffe in die Grünflächen werden mit der Verlegung einer
Bewässerungsanlage in Zusammenarbeit mit der MA 42 koordiniert und
somit auf ein Mindestmaß reduziert.
Projektbeschreibung:
Das Beleuchtungskonzept wurde in Kooperation mit der MA 19 -
Architektur und Stadtgestaltung entwickelt.
o Hauptfahrbahn:
Für die Hauptfahrbahn ist ein klares, neues Beleuchtungsprojekt
konzipiert. Dieses sieht überwiegend Hängeleuchten mit einer
Lichtpunkthöhe von ca. 9 m und eine Querverspannung zu den neu
situierten 3-schüssigen runden Masten vor. Nach einigen
Beleuchtungsproben wurde die Leuchte Type "Stephansplatz" zur
Ausführung festgelegt. Diese beruht auf den historischen
Bogenauslegerleuchten von 1903 und wurde im Zuge der Modernisierung
von sämtlichen Zierelementen befreit, sodass eine klare, moderne Form
erarbeitet wird.
o Nebenfahrbahn, Geh- und Radwege:
Neben der Beleuchtung der Hauptfahrbahn müssen die Geh- und
Radwegalleen, die Nebenfahrbahnen und die seitlichen Gehsteige mit
einer ergänzenden Beleuchtung versehen werden. Für diese Kandelaber
wird die bereits in einigen Abschnitten verwendete Leuchte Type
"Ringstraße" herangezogen. Diese beruht auf einem Design der
Gaslaterne von 1899.
o Plätze:
Im Bereich von besonders prominenten Plätzen (Georg-Coch-Platz,
Dr.-Karl-Lueger-Platz, Schwarzenbergplatz, Staatsoper, Parlament,
Burgtheater, Schottentor) werden in Abstimmung mit der MA 19 die
Leuchten "Stephansplatz" in Form von Mastbeleuchtungsanlagen
umgesetzt.
Zahlen, Daten, Fakten
Die Gesamtlänge der Wiener Ringstraße, von Urania bis Ringturm,
beträgt 4.050 m. Es werden im gesamten Projektsbereich insgesamt 877
Lichtpunkte installiert.
Die Lichtpunkthöhe auf der Hauptfahrbahn beträgt 8,5 m, in den
Geh- und Radwegen 4,5 m und auf den Plätzen 12 m. Weiters ergibt sich
ein Lichtpunktabstand von 25 m auf der Hauptfahrbahn bzw. 18 m bei
den Geh- und Radwegen. Auf den Plätzen wird ein Lichtabstand von bis
zu 35 m realisiert.
Realisierung: 2005 - 2007
o Bauabschnitt 1: Umsetzung 2005 - Schwarzenbergplatz bis Rathausplatz o Bauabschnitt 2: Umsetzung 2006 - Julius-Raab-Platz bis Schwarzenbergplatz o Bauabschnitt 3: Umsetzung 2007 - Rathausplatz bis Schottenring
Kosten:
o Magistratsabteilung 33 - Öffentliche Beleuchtung: EUR 10.360.000,-- o Magistratsabteilung 42 - Stadtgartenamt: EUR 560.000,-- o Wiener Linien: EUR 1.680.000,-- o Magistratsabteilung 46 - Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten: EUR 2.200.000,-- o Gesamtkosten (brutto): EUR 14.800.000,--
Sanierung der Fahrbahn
Im Sommer 2005 werden die Fahrbahnen der Wiener Ringstraße in
folgenden Abschnitten saniert:
o Stubenring, Opernring, Burgring von Operngasse bis Eschenbachgasse - Instandsetzung der Fahrbahn über die gesamte Fahrbahnbreite o Parkring, Burgring von Einfahrt Heldenplatz bis Bellariastraße, Dr.-Karl-Renner-Ring - Instandsetzung des ersten Fahrstreifens
Auch der Schottenring weist größere Fahrbahnschäden auf. Die
Instandsetzung bzw. Erneuerung der Fahrbahn kann jedoch erst nach
Abschluss der Bauarbeiten der Wiener Linien im Zuge der Verlängerung
der U2 in der Maria-Theresien-Straße begonnen werden.
o Bauabschnitt 1: Stubenring und Parkring
Die Arbeiten werden am Wochenende von Freitag 21 Uhr bis Montag
5 Uhr durchgeführt. Hierbei bleibt nur ein Fahrstreifen für den
Verkehr aufrecht. Diverse Ergänzungs- bzw. Vorbereitungsarbeiten sind
auch unter der Woche von 22 bis 5 Uhr (vereinzelte Nächte) geplant,
wobei hierfür zwei Fahrstreifen aufrecht erhalten werden. Baubeginn
ist Anfang Juli 2005, die Baudauer erstreckt sich auf drei bis vier
Wochenenden.
o Bauabschnitt 2: Opernring, Burgring und Dr.-Karl-Renner-Ring
Die Arbeiten werden am Wochenende von Freitag 21 Uhr bis Montag
5 Uhr durchgeführt. Hierbei bleibt nur ein Fahrstreifen für den
Verkehr aufrecht. Diverse Ergänzungs- bzw. Vorbereitungsarbeiten sind
auch unter der Woche von 22 bis 5 Uhr (vereinzelte Nächte) geplant,
wobei hierfür zwei Fahrstreifen aufrechterhalten werden. Baubeginn
ist Ende Juli 2005, die Baudauer erstreckt sich auf vier bis fünf
Wochenenden.
Schließung der Albertinapassage
Auch die Albertinapassage stammt bereits aus den 60iger Jahren
und damit aus einer Zeit, in der man Fußgängerinnen und Fußgänger
unter die Erde oder über Brücken und Stege über das Fahrbahnniveau
geschickt hat, um den Autoverkehr nicht zu behindern.
Ebenso ist die Verkehrssituation auf der Ringstraße heute eine
andere, als zur Zeit der Inbetriebnahme der Albertinapassage: der
Verkehr wurde in den 60iger Jahren im Gegenverkehr geführt. Alle
Abbiegerelationen waren an der Kreuzung mit der Operngasse
zugelassen. Die Verkehrsorganisation ist heute, da die Ringstraße als
Einbahn geführt wird, einfacher. Darüber hinaus waren in den
Passagenplanungen aus den 60iger Jahren die Bedürfnisse
gehbehinderter Personen und Rollstuhlfahrer oder auch Personen mit
Kinderwägen nicht bzw. nicht ausreichend berücksichtigt. So verfügt
die Albertinapassage über keine Liftanlagen oder behindertengerechte
Rampen. Damit entspricht die Albertinapassage nicht dem heutigen
Stand der Technik, der unter Berücksichtigung des Zieles einer
"barrierefreien Stadt" selbstverständlich ist. Auch Beleuchtung,
Boden-, Decken- und Wandbeläge sind dringend sanierungsbedürftig.
Eine Überprüfung der Stadt hat ergeben, dass die
Albertinapassage durch neue Schutzwege und eine Ampel an der
Oberfläche ersetzt werden kann.
Weitere Informationen erhalten Sie bei der Infoline Straße und
Verkehr 95559 und im Internet unter http://www.wien.leuchtet.at/ .
(Schluss) kel
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Dipl.-Ing. Thomas Keller
Medien & Kommunikation
GGr. Stadtentwicklung und Verkehr
Tel.: 4000/81420
Fax: 4000/99 81420
mailto:[email protected]
Ansprechperson MA 33 (Beleuchtung):
Ilse Schlander
1110 Wien, Senngasse 2
Tel.: 79775/92320
Fax: 79775/99 92320
mailto:[email protected]
Ansprechperson MA 28 (Straßensanierung, Albertinapassage).
Dipl.-Ing. Vera Layr
1170 Wien, Lienfeldergasse 96
Tel.: 48834/49926
Fax: 48834/99 49926
mailto:[email protected]
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