- 04.05.2005, 10:58:03
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ÖH: Aufwachen, Frau Gehrer!
. Studierende werden wie Schachbrettfiguren behandelt
Wien (OTS) - Bezugnehmend auf den heutigen Artikel in den 'SN', in
dem die Ablehnung des EuGH auf erneute Verfahrensaufnahme bestätigt
wird, sieht es die ÖH (Österreichische HochschülerInnenschaft) als
dringend notwendig, dass Ministerin Gehrer Stellung bezieht und jene
Rektoren in die Schranken verweist, die nur die eigene Reputation im
Sinn haben.
"Es kann nicht sein, dass wir kurz vor einer Verurteilung durch den
EUGH sehenden Auges in eine bildungspolitische Katastrophe
schlittern", erklärt Patrice Fuchs aus dem Vorsitzteam der ÖH. "Frau
Gehrer, ergreifen sie die Initiative und lassen sie alle Seiten zu
Wort kommen. Das Thema ist zu wichtig, als dass geheim ausgearbeitete
Lösungen, die nur den Rektoren zu Gute kommen, akzeptiert werden
können. Es geht um die Zukunft der Jugend- nicht um 21 Rektoren",
kommentiert Fuchs.
"Jene Bereiche, die von einem offenen Hochschulzugang noch übrig
sind, dürfen nicht leichtfertig verschenkt werden, so wie es Frau
Gehrer derzeit im Schilde führt. Es bedarf einer politischen
Entscheidung des Ministeriums, um den Karren vielleicht noch aus dem
Dreck ziehen zu können", fordert Barbara Wittinger aus dem
Vorsitzteam. "Wenn es den Rektoren tatsächlich eingeräumt werden
soll, Zugangsbeschränkungen als kurzfristige Maßnahme anzuwenden, so
lässt Frau Gehrer zu, dass Studierende in diesen Machtspielchen wie
Schachbrettfiguren einfach hin und her verschoben werden", empört
sich Wittinger.
OTS0092 2005-05-04/10:58
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