Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Wien: Versprochen - gehalten: mehr ZuwanderInnen in der Wiener Wirtschaftskammer!

24 zugewanderte UnternehmerInnen vertreten die Interessen ihrer KollegInnen

Wien (OTS) - Vom 12. bis 15. März dieses Jahres fanden in Wien die Wirtschaftskammerwahlen statt. Der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband Wien forderte vor der Wahl als einzige Fraktion Verbesserungen und Unterstützung für zugewanderte UnternehmerInnen. "Wir halten, was wir versprochen haben", so LAbg. Fritz Strobl, Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Wien und weiter "es ist mir sehr wichtig, dass wir nicht nur um die Stimmen unserer KollegInnen geworben haben, sondern dass wir uns erstens inhaltlich um die Interessen der zugewanderten UnternehmerInnen kümmern und zweitens zumindest jenen zugewanderten UnternehmerInnen, die eine österreichische Staatsbürgerschaft haben, auch die Möglichkeit geben, als FunktionärInnen in der Wiener Wirtschaftskammer die Interessen ihrer Kolleginnen und Kollegen zu vertreten".

Sechs dieser 24 zugewanderten UnternehmerInnen bekleiden Spitzenpositionen in der Wiener Wirtschaftskammer: Akan Keskin ist Obmann des Markthandels und wird am 9. Mai als Delegierter des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Wien ins Wirtschaftsparlament einziehen. Mag. Hüseyin Kilic ist Stellvertretender Innungsmeister in der Fachgruppe der Bäcker, Avci Talat wurde Stellvertretender Obmann in der Fachgruppe Marktviktualienhandel, Ing. Ali Tinlayan ist Stellvertretender Obmann im Außenhandel, Gökhan Keskin wurde als Stellvertretender Obmann in die Fachgruppe Taxi gewählt und Mag.ª Güldane Altan wird Delegierte der Sparte Information und Consulting im Wiener Wirtschaftsparlament.

"Wir werden uns in den nächsten fünf Jahren besonders dafür einsetzen, dass alle UnternehmerInnen, egal welcher Herkunft und welcher Nationalität, nicht nur die gleichen Pflichten wie ihre österreichischen KollegInnen haben, sondern auch die gleichen Rechte. Und da gehört für uns natürlich das passive Wahlrecht dazu", so Akan Keskin, Vize-Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Wien. Auch muttersprachliche Beratung - zumindest in Deutsch, Türkisch, Serbisch, Kroatisch, Englisch - soll in der Wiener Wirtschaftskammer als Service für die Wiener UnternehmerInnen schon bald zum Standard gehören, wenn es nach den Vorstellungen des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Wien geht. Und drittens setzt sich der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband Wien für ein Mentoringsystem gerade für zugewanderte UnternehmerInnen in der Wiener Wirtschaftskammer ein. "In den letzten 10 Jahren wurden fast 56.000 Unternehmen in Wien gegründet, viele davon von ZuwanderInnen. Wir wissen, dass besonders die ersten Jahre entscheidend für das Überleben eines Unternehmens sind, daher fordern wir von der Wiener Wirtschaftskammer optimale Starthilfen und Serviceleistungen für UnternehmerInnen" betont Strobl.

Ein Mentoringsystem für zugewanderte UnternehmerInnen könnte nach einem "Drei-Phasen-Modell" gegliedert sein:

  • Vorbereitungsphase: muttersprachliche Beratung bei der realistischen Verwirklichung von der Idee bis hin zur konkreten Umsetzung
  • Umsetzungsphase: intensive muttersprachliche Begleitung im ersten Jahr
  • UnternehmerInnenphase: periodische Begleitung während der weiteren zwei Jahre

"Das würde die zugewanderten UnternehmerInnen nicht nur bei der Gründung ihres Unternehmens unterstützen, sondern auch dafür sorgen, dass ihre langfristigen Überlebenschancen in der Wiener Wirtschaft gewahrt bleiben" schloss Strobl.

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