• 01.05.2005, 08:00:00
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Busek: Gudenus und Kampl aus Politik entfernen

"Mit Haider ist kein Staat zu machen" - Kritik an Schüssel - Für "Schwarz-Grün"

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" kritisiert der frühere
ÖVP-Chef Erhard Busek die umstrittenen Aussagen von John Gudenus und
Siegfried Kampl zur NS-Zeit. "Es ist nicht nur eine Frage der
politischen Hygiene, sondern des Selbstwertgefühls der Republik, dass
sich diese Personen aus der Politik entfernen sollen. Wer bei solchen
Denkweisen keine Hemmungen hat, ist für Österreich und die Demokratie
nicht geeignet."

Busek kritisiert auch BZÖ-Chef Jörg Haider als
"Wiederholungstäter". "Ich habe immer gesagt: Mit dieser Partei und
Herrn Haider ist kein Staat zu machen, im Doppelsinn des Wortes. Ich
fühle mich bestätigt." Dennoch verteidigt Busek die Entscheidung
Wolfgang Schüssels, im Jahr 2000 eine Koalition mit der FPÖ
einzugehen. "Die Bildung dieser Regierung hat die ÖVP vor dem
Absinken in die Bedeutungslosigkeit gehindert, hat aber auch
gleichzeitig eine Stunde der Wahrheit bedeutet." Bei der letzten
Regierungsbildung "hätte die ÖVP aber eine Koalition mit den Grünen
bilden sollen", so der ehemalige ÖVP-Chef gegenüber "profil".

Zu möglichen vorgezogenen Wahlen bemerkt Busek: "Ich glaube, dass
die Parteien, die die Regierung stützen, unter Hangen und Bangen
beieinander bleiben und versuchen werden, den offiziellen Wahltermin
zu erreichen." Freilich könnten "Figuren, die offensichtlich im
Rahmen der FPÖ und des BZÖ vorrätig sind, siehe beispielsweise
Bundesrat, Aktionen setzen, die der Regierung ein vorzeitiges Ende
bereiten könnten."

OTS0004    2005-05-01/08:00

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