ÖAMTC: Ab 1. Mai ist das Mitführen einer Warnweste im Auto ebenso Pflicht wie das Tragen bei Unfall oder Panne

Sicherheitsplus soll von allen Autoinsassen genutzt werden

Wien (ÖAMTC-Presse) - Sichtbarkeit erhöht Sicherheit und deswegen zeigt sich ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer mit der ab morgen, Sonntag, geltenden Warnwestenpflicht in Österreich einverstanden. Die ab 1. Mai verpflichtend vorgeschriebene Autoausstattung kann gelb, orange oder rot sein und muss der ÖNORM EN 471 entsprechen. In Österreich gilt sowohl eine sogenannte Mitführ- als auch eine Tragepflicht von Warnwesten. "Eine Nichteinhaltung der Warnwestenpflicht geht auf Kosten der eigenen Sicherheit, ganz abgesehen davon, dass man außerdem Strafen riskiert", sagt Hoffer. Was man alles rund um die Warnweste wissen muss, hat der ÖAMTC-Experte zusammengefasst.

* Darauf ist zu achten: Die Jacken dürfen gelb, rot oder orange sein und müssen der ÖNORM EN 471 entsprechen. Ob dem so ist, sieht man auf dem Etikett der Jacke. Die gelben Warnwesten des ÖAMTC entsprechen der ÖNORM und sind sowohl für Mitglieder als auch für Nichtmitglieder um 2,90 Euro erhältlich. Die Kinder-Mini-Sicherheitswesten gibt es in zwei Größen für Kindergartenkinder bis sechs Jahre und Schulkinder bis 15 Jahre. Zu jeder Warnweste gibt es beim Club die Sicherheits-Card mit Tipps bei Panne und Unfall.

* Wie viele Warnwesten müssen mitgeführt werden? Gesetzlich vorgeschrieben ist nur eine Weste für den Lenker. Der ÖAMTC empfiehlt aber im Sinne der Sicherheit aller Autoinsassen, für jeden Passagier eine Schutzweste mitzuführen. "Besser beim Warnwesten-Kauf großzügig sein, das kann im Ernstfall Leben retten", appelliert der ÖAMTC-Experte an die Eigenverantwortung der Autofahrer.

* Wo ist die Warnweste aufzubewahren? Möglichst griffbereit, sie sollte daher nicht im Kofferraum liegen. Vorschlag: Unter dem Fahrersitz, v.a. wenn - durch Beifahrerairbag bedingt - kein Handschuhfach zur Verfügung steht.

* Wer muss die Warnweste tragen? Die Warnwesten müssen von den Lenkern mehrspuriger Kraftfahrzeuge beim Aufstellen des Pannendreiecks auf einer Freilandstraße getragen werden. Auf einer Autobahn oder Autostraße ist das Tragen der Weste verpflichtend vorgeschrieben, wenn der Lenker das Fahrzeug verlässt und sich auf der Fahrbahn oder auf dem Pannenstreifen aufhält. Die ÖAMTC-Experten empfehlen auch allen Joggern, Radfahrern und Fußgängern das Tragen von Warnwesten.

* Welche Strafen werden bei Verstößen gegen die Warnwestenpflicht fällig? Sowohl das Nichtmitführen als auch das Nichttragen der Westen ist ab 1. Mai strafbar. Der theoretische Strafrahmen für den Fall einer Anzeige reicht bis zu 2.180 Euro. "In der Praxis ist zu erwarten, dass eine Organstrafverfügung in der Höhe von 14 Euro ausgestellt wird", sagt der ÖAMTC-Jurist. Der Club hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass in den ersten Monaten nur Abmahnungen statt Bestrafungen ausgesprochen werden.

* Was im Falle eines Mitverschuldens bei Unfällen passieren kann:
Hätte ein Unfall beim Tragen einer Warnweste verhindert werden können, muss der Verletzte mit einer Kürzung seiner Schadenersatz-Ansprüche wegen Mitverschuldens rechnen.

* Wo in Europa ist die Warnweste Pflicht? In Italien, Spanien und Finnland sowie in Portugal ab Mitte Juni.

Tipps für das Verhalten nach einer Fahrzeugpanne oder einem Verkehrsunfall enthält auch der bei allen ÖAMTC-Dienststellen kostenlos erhältliche Infofolder "Tipps bei Panne oder Unfall" (http://www.oeamtc.at/recht/). Weitere Informationen zur neuen Warnwestenpflicht in Österreich, den Bestimmungen in Europa sowie zu allen ÖAMTC-Dienststellen findet man unter http://www.oeamtc.at/.

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(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Sabine Fichtinger

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