- 29.04.2005, 14:06:58
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Ministerin Gehrer fordert gesicherte Datenbasis und einheitliche Standards bei OECD-Studien
„Bei allen Studien der OECD muss die Erhebungsbasis genau definiert
sein und es muss Übereinstimmung bei den Testaufgaben geben. Die
Datensammlung Education at a glance soll auf einen dreijährigen
Rhythmus geändert werden, damit tatsächliche Entwicklungen ablesbar
sind.“ Dies forderte Bildungsministerin Elisabeth Gehrer bei der
internationalen OECD Tagung in St. Gallen/Schweiz.
Auf Einladung des Präsidenten der Schweizer
Erziehungsdirektorenkonferenz, Regierungsrat Dr. Hans Ulrich
Stöckling, diskutierten Minister aus Kanada, Australien, Portugal,
Deutschland, Tschechische Republik, Slowakische Republik, Ungarn,
Norwegen und Österreich die Fragen der Qualitätssicherung und
Qualitätsprüfung im Schulwesen.
Die einzelnen Länder stellten ihre Systeme von Tests und Auswertungen
vor und legten auch dar, welche Chancen und welche Risiken damit
verbunden sind. Bildungsministerin Gehrer berichtete aus
österreichischer Sicht über die Erarbeitung der Bildungsstandards und
der dazugehörigen Testaufgaben, über die Testreihe zum
sinnerfassenden Lesen und über das Ziel zu einem regelmäßigen
Monitoring der Schulqualität zu kommen, wie es auch die
Zukunftskommission vorgeschlagen hat.
In der intensiven Diskussion wurde auch die Frage der Darstellung der
Testergebnisse erörtert. Dabei wurde festgestellt, dass einfache
Rankings nicht wirklich aussagekräftig und oft der Anlass zu
Fehlinterpretationen sind. Etliche Länder berichteten, dass die
Veröffentlichung von Ergebnissen zwar zu heftigen Diskussionen
führte, aber auch tatsächliche Verbesserungen der Qualität des
Unterrichts zur Folge hatte. Es gab allgemeine Übereinstimmung, dass
bei einer größeren Autonomie der Schulen eine genaue
Berichterstattung und verstärkte Qualitätskontrolle erforderlich ist.
Genau diesen Weg hat die Zukunftskommission vorgeschlagen.
Mit dem Vorsitzenden der Bildungsabteilung der OECD, Berry McGaw,
besprach Ministerin Gehrer auch die Positionierung der
berufsbildenden Schulen in internationalen Berichten. Diese
Ausbildungen an Akademien und Höheren Schulen werden oft
unterbewertet. Der Vorsitzende sagte zu, diese Frage zusammen mit der
Schweiz und Deutschland zu prüfen. Zwei Besprechungstermine im Mai
und Juni wurden bereits vereinbart. Unsere Schulen legen den
Grundstein für eine gute Zukunft unseres Landes. Die beste Qualität
ist daher oberstes Gebot. "Qualitätsüberprüfungen sind daher nicht
Selbstzweck, sondern aus der Verantwortung gegenüber der Jugend
notwendig", sagte Gehrer abschließend.
nnn
(Schluss)
OTS0267 2005-04-29/14:06
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