• 29.04.2005, 09:52:37
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AUF-AFH Hammer hofft auf Schulterschluss aller Minister und Parlamentarier bei der Heeresreform!

Hinter jedem Vollbeschäftigungsäquivalent (VBÄ) steht ein Mensch, eine Familie, ein Schicksal!

Wien (OTS) - Mit großer Sorge beobachtet die AUF - AFH die
derzeitige Entwicklung der Heeresreform. Es mehren sich die
Anzeichen, dass die Regierung nicht wie von der
Bundesheerreformkommision empfohlen, die Heeresreform als Gesamtpaket
beschließen will, sondern bereits im Mai 2005 die Gliederung und erst
danach im Juni 2005 die Dislokationsfrage zur Beschlussfassung
bringt. Fragen wie die Sicherung der Finanzierung oder die soziale
Absicherung der Bediensteten sind da noch nicht einmal erwähnt.

Aus Sicht der AUF - AFH bleibt hier der wesentlichste Faktor des ÖBH,
nämlich der Mitarbeiter und Mensch sowie die Rahmenbedingungen für
seine Leistungserfüllung offen.

Wir von der AUF - AFH achten auf die Wahrung der Interessen unserer
Bediensteten und fordern die verantwortlichen Mandatare und Minister
auf nur "Nägel mit Köpfen" zu machen und nicht nur im Sinne einer
zwanghaften Personaleinsparung die "Köpfe rollen" zu lassen.

Für die Gruppe der Bediensteten die aus Alters- bzw. aus
Gesundheitsgründen keine Aufgabe in der Armee 2010 finden werden
müssen zumutbare Sozialpläne sowie Sozialpakete geschnürt werden, die
zwar nicht das psychische Dilemma des Einzelnen lösen, zumindest aber
sein existenzielles Fortkommen sichern sollten.

Für die Gruppe der Bediensteten (Schlagwort - Armee der 20 bis
40-jährigen) die aus persönlichen Gründen bzw. aus Gründen des
Bedarfsmangels ausscheiden müssen sind gesetzliche Maßnahmen und
Vorsorgen (Soldatenanstellungsgesetz) zu schaffen die eine Rückkehr
in die Privatwirtschaft ermöglichen.

Für jene Bediensteten die im Bundesheer verbleiben dürfen muss es
endlich ein Dienstrecht geben, welches nicht nur Flexibilität jedes
Einzelnen verlangt sondern diese einerseits auch zulässt und
andererseits durch finanzielle und durch soziale Rahmenbedingungen
für die Bediensteten und deren Familie möglich und attraktiv macht.
Unsere Mitarbeiter haben ein Recht auf Arbeitserfolg und
Arbeitszufriedenheit. Der Arbeitgeber und die verantwortlichen
Politik haben die Pflicht dafür zu sorgen, dass im Umfeld der neuen
Struktur des ÖBH die Möglichkeit für alle Bediensteten besteht diese
Rechte wahrnehmen zu können.

In letzter Zeit konnte man immer öfter den Eindruck gewinnen dass bei
allen Beteiligten in Vergessenheit geraten ist, dass hinter jedem
Vollbeschäftigungsäquivalent (VBÄ) ein Mensch, eine Familie und ein
Schicksal steht.

Die AUF - AFH appelliert daher an alle verantwortlichen Politiker,
keiner Bundesheer Reform zuzustimmen solange nicht die Fragen:

Finanzierung der Reform
Sozialplan
Sozialpaket
Soldatenanstellungsgesetz
Dienstrecht NEU
Anreizsystem MILIZ
Gliederung und Dislokation

ausreichend geklärt und beantwortet sind.

Die AUF - AFH appelliert aber auch an die anderen Fraktionen im
Zentralausschuss vor allem an die FCG endlich ihre Vormachtstellung
im ÖAAB und in der Gewerkschaft öffentlicher Dienst auszuspielen und
die verantwortlichen Politiker der ÖVP allen voran den Herrn
Bundeskanzler und den Herrn Bundesminister für Landesverteidigung
davon zu überzeugen, dass unter den derzeitigen Rahmenbedingungen auf
dem derzeitigen Fundament keine solide Reform aufgebaut werden kann.

OTS0061    2005-04-29/09:52

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW

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