• 29.04.2005, 08:58:29
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Institut Sicher Leben erwartet im Mai 17.000 Sportunfälle

Fußballspielen, Radfahren und Inline-Skaten sind die am häufigsten betroffenen Sportarten - Hauptursache: frühlingshafter Ehrgeiz trotz mangelnder Kondition

Wien (OTS) - Behält der Volksmund doch Recht? An den bekannten
Ausspruch "Sport ist Mord" werden sich im Mai täglich rund 550
Österreicher schmerzlich erinnern, denn allein für den Wonnemonat
prognostiziert das Institut Sicher Leben rund 17.000 Sportunfälle,
die im Spital enden. "Der Mai wartet dieses Jahr dank Christi
Himmelfahrt, Pfingstmontag und Fronleichnam mit drei langen
Wochenenden auf. Viele Familien werden bei schönem Wetter Ausflüge
unternehmen, die Zahl der Unfälle in Freizeit und Sport wird also
verglichen zum Mai 2004 leicht ansteigen", legt Dr. Rupert Kisser,
Leiter des Instituts Sicher Leben, dar. Tabellenerster bei
Sportunfällen im Mai werden mit Sicherheit wie jedes Jahr die
Fußballer sein. Mit rund 30 Prozent stellen die Kicker die meisten
Spitalsbehandelten, gefolgt von Radfahrern mit etwa 20 Prozent und
Inline-Skatern mit rund zehn Prozent.

Im Mai gibt’s mehr Männer mit Rippenprellung oder Gipsarm

Ob Inline-Skaten, Fahrradfahren oder Fußballspielen: Ein Großteil der
Verletzten im Mai werden Männer sein, nämlich rund 70 Prozent. Jeder
zweite Sportunfallpatient wird männlich und jünger als 34 Jahre sein.
Wie übermütig es beim Sport teils zur Sache geht, zeigt auch der
relativ hohe Anteil an Kopfverletzungen, der auf 15 Prozent geschätzt
wird. Knochenbrüche der Unterarme und Finger, Prellungen von Rippen,
Brustbein und Knie sowie Sehnen- und Muskelverletzungen in Knie und
Fußgelenk werden den Ärzten außerdem zu schaffen machen. Nur selten
sind andere Personen schuld am eigenen Unglück: Rund 60 Prozent der
Unfälle werden Stürze sein, weitere 25 Prozent werden auf
Zusammenstöße mit einem Gegenstand oder einer anderen Person
zurückzuführen sein, etwa 15 Prozent auf Überstrapazierung - der
eigene Körper streikt. "Die vielen Verletzungen reduzieren leider den
Gesundheitsgewinn, den der Sport an sich bietet", meint Kisser.

Mehr Sicherheit durch Konditionsaufbau und professionelle
Schutzausrüstung

Wer die Gipsabteilungen der Krankenhäuser nicht von innen kennen
lernen möchte, muss meist nur zwei Tipps befolgen: Regelmäßiges
Training und die richtige Schutzausrüstung sind oft die besten
Garanten für mehr Sicherheit in Sport und Freizeit. "Viele vergessen
in ihrer Euphorie über die lang ersehnten frühsommerlichen
Temperaturen, dass die Kondition im Winter leidet und der Körper erst
wieder an die Anstrengung gewöhnt werden muss. Deshalb mein Rat:
Nicht zu viel Ehrgeiz an den Tag legen. Langsam die Länge der
jeweiligen Aktivitäten steigern und so dem Körper Zeit geben, sich
auf die neue Freizeitgestaltung einzustellen", empfiehlt Kisser.
Hobbykicker sollten entsprechend ihrer Kondition Spielzeit und
Spielfeldgröße reduzieren und immer mit Schiedsrichter spielen. Für
Inline-Skater sind Handgelenksschoner, Helm, Ellenbogen- und
Knieschützer ein absolutes Muss. Allen Pedalritter sei der Radhelm
ans Herz gelegt, denn: Wer Köpfchen hat, schützt es. "Wichtig ist,
immer daran zu denken, dass man nicht alleine unterwegs ist. Fair
Play ist nicht nur auf dem Fußballplatz angesagt, sondern auch auf
Geh- und Radwegen, wo sich Fußgänger, Radfahrer, Inline-Skater und
andere mobilisierte Passanten wie E-Scooter-Fahrer leicht gegenseitig
in gefährliche Situationen bringen können", plädiert Kisser für ein
Miteinander.

Wien, 29.04.2005

OTS0028    2005-04-29/08:58

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