- 22.04.2005, 10:44:17
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Körner-Fonds 2: 76.500 Euro Starthilfe für zukunftsweisende wissenschaftliche und künstlerische Arbeiten
Förderung für 48 junge WissenschafterInnen und KünstlerInnen
Wien (OTS) - Forschung zur Verbesserung der Schmerzbehandlung von
TumorpatientInnen, die Erarbeitung von besseren Grundlagen für die
Kontrolle von Kapitalgesellschaften durch ArbeitnehmervertreterInnen
im Aufsichtsrat - oder die Aufarbeitung der letzten Briefe von
hingerichteten WiderstandskämpferInnen gegen den
Nationalsozialsozialismus: Das sind drei Beispiele für die Arbeiten
von insgesamt 48 jungen WissenschafterInnen und KünstlerInnen, an die
heuer der Theodor-Körner-Fonds jeweils zwischen 1.500 und 3.000 Euro
Starthilfe vergibt. Die Preise verlieh AK Präsident Herbert Tumpel an
der Universität Wien. Die Förderung soll ermöglichen, dass die
PreisträgerInnen ihre Arbeit fortsetzen können.
Förderung im Bereich Medizin, Naturwissenschaften und Technik ging
an den Arzt Andreas Greimel an der Grazer Universitätsklinik. Er
arbeit an Grundagen zur besseren Schmerzbehandlung von
TumorpatientInnen: Werden KrebspatientInnen gegen Schmerzen mit
Morphinen behandelt, sind dazu je nach PatientIn unterschiedlich hohe
Dosen nötig - Greimel untersucht, ob das an der Wirkungsweise eines
bestimmten Gens liegen könnte. Den Allergie erregenden Stoffen der
Deutschen Wespe sind an der Universität für Bodenkultur der
Biotechnologe Daniel Kolarich und der Molekularbiologe Renaud
Leonhard auf der Spur. Die molekularbiologische Analyse soll neue
Allergietests und später vielleicht auch neue Therapien ermöglichen.
Die Verbreitung von Spätfolgen des häufigstens Diabetes Mellitus Typs
2 untersucht Ivo Rakovac am Institut für Medizinische Technik und
Gesundheitsorganisation an der Grazer Joanneum Resarch Gesellschaft.
Für ihre Arbeit im Bereich Rechts-, Sozial- und
Wirtschaftswissenschaften fördert der Körner-Fonds die Linzer Sozial-
und Wirtschaftswissenschafterin Susanne Geirhofer. Sie entwickelt
Verbesserungsvorschläge für den Prüfbericht des Abschlussprüfers von
Kapitalgesellschaften - damit es für die VertreterInnen der
ArbeitnehmerInnen im Aufsichtsrat leichter wird, die Firma zu
kontrollieren. Die Innsbrucker Politikwissenschafterin Nebahat
Yilmaz-Huber untersucht die Probleme, aber auch Chancen der
Migration, um ein Konzept für das aufeinander Zugehen verschedener
Gruppen in Österreich zu entwickeln.
Im Bereich Geistes- und Kulturwissenschaften fördert der
Körner-Fonds neben anderen die Volkskundlerin und Historikerin Karin
Nusko. Sie arbeitet die letzten Briefe in Wien hingerichteter
WidersstandskämpferInnen gegen den Nationalsozialismus auf. Durch die
Verknüfung historischer Geschehnisse mit persönlichen Lebensumständen
will sie "die Bedrohung des Individuums im Totalitarismus aufs Neue
verdeutlichen".
Im Bereich Kunst ging Körner-Förderung etwa an Michael Wilhelm
Schneider (Computerunterstützte Druckgrafik - Photopolymerdruck),
Franz Christoph Amann (Melancholie/Skulptur für den Hund) oder Andrea
Winkler (Seltsame Dinge. Ein Kurprosaband von etwa 100 Buchseiten).
OTS0091 2005-04-22/10:44
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