ORF gratuliert Otto M. Zykan zum 70. Geburtstag: "Zykans lange Nacht der Musik" in Ö1, "dasdasistdasdas" in ORF 2

Wien (OTS) - Am 29. April begeht Otto M. Zykan seinen 70. Geburtstag. Ö1 widmet dem Komponisten und Sprachkünstler aus diesem Anlass am 29. April "Otto M. Zykans lange Nacht der Musik" (Beginn:
22.15 Uhr) und in ORF 2 steht am 24. April ab 9.30 Uhr der preisgekrönte Film "dasdasistdasdas - Otto M. Zykan - Ein Essay" auf dem Programm.

Im ORF KulturCafe findet am Freitag, den 29. April mit "Otto M. Zykans lange Nacht der Musik" ein Fest zum 70. Geburtstag des Komponisten statt - Ö1 überträgt live von 22.15 Uhr bis Mitternacht. Fixpunkte des Abends sind Performance, Musik und Gespräche. Ab 00.08 Uhr geht "Otto M. Zykans lange Nacht der Musik" in Ö1 weiter: Der Komponist und Sprachkünstler hat ein spezielles Programm zusammengestellt, das unter dem Titel "Von Zykan nach Beethoven und über Schönberg wieder retour" bis 5.56 Uhr zu hören ist.

Der 1935 geborene Wiener Komponist Otto M. Zykan studierte an der Wiener Musikakademie Klavier und Komposition. 1965 gründete er gemeinsam mit Kurt Schwertsik und Heinz Karl Gruber die "Salonkonzerte" und 1968 das "MOB art & tone ART Ensemble". Sein Werkverzeichnis enthält sowohl Orchester- und Kammermusik als auch Bühnenwerke verschiedener Art, auch eine Reihe von Filmmusiken hat Zykan verfasst (etwa "Staatsoperette"). Der ungewöhnliche Zugang des vielfach ausgezeichneten Komponisten zur Musik wird dadurch illustriert, dass zahlreiche seiner vor 1994 entstandenen Werke nicht mehr rekonstruierbar sind. Musik, die er als persönliches Anliegen sieht, sei eben "nur persönlich" (also unvermittelt) exekutierbar. Aus diesem Grunde sah er sich "außer Stande, Arbeiten zu veröffentlichen", weswegen viele heute verloren, verworfen oder schlicht unleserlich seien.

Die Musikwelt des Otto M. Zykan war immer voller Überraschungen, Querschläger und erzählten Geschichten. Daran wird sich auch am 70. Geburtstag nichts ändern, wenn mit ihm im ORF KulturCafe am 29. April ab 22.15 Uhr (live in Ö1) gefeiert wird. Raritäten und Besonderheiten, die während der Vorbereitung in Archiven aufgetaucht sind, werden ebenso zu hören sein, wie (zumindest, vielleicht, circa) eine Uraufführung mit dem Titel "Eroika", interpretiert vom Meister selbst. Andere werden Anderes von ihm interpretieren und Kurt Schwertsik als Weggenosse wird sich ebenfalls aufs Podium setzen, um gemeinsam mit Otto M. Zykan die eine oder andere anekdotische Mythenbildung zu betreiben oder zu verhindern, je nachdem.

Anschließend an die Live-Übertragung geht es ab 00.08 Uhr in Ö1 weiter mit "Von Zykan nach Beethoven und über Schönberg wieder retour". In einer tour de force gestaltete der Komponist eigens für diese Nacht aus dem Material seiner Stücke eine neue Collagierung aus Bekanntem, aus Unbekanntem und aus zu Ohrwürmern Gewordenem. Die "Staatsoperette" geistert ebenso durch diese Nacht wie "Singers Nähmaschine ist die Beste" oder Gespräche von Zykan mit Zeitgenossen, sein "Violinkonzert" und seine "Messe", seine künstlerisch-anekdotische Auseinandersetzung mit Beethoven und anderen. Die Absicht zu dieser Nacht deklariert Zykan so: "Die Gestaltung einer sechsstündigen Sendung gegen Ende meines Lebens wird nicht daran vorbeikommen, die Ungereimtheiten Zykanschen Schaffens über einen gemeinsamen Nenner zu biegen und daran festzuhalten, dass Musik von Menschen für Menschen geschaffen wird, dass eine Musik, die nichts zu erzählen weiß, besser nicht geschrieben worden wäre. In diesem Sinn will ich versuchen, nicht nur mit, sondern auch von meiner Musik zu erzählen."

"dasdasistdasdas - Otto M. Zykan - Ein Essay" in ORF 2

In einem Essay aus dem Jahr 2002, das sich formal an Zykans Schaffen anlehnt, stellt der preisgekrönte Film von Michael Fischer-Ledenice den Künstler vor: "dasdasistdasdas - Otto M. Zykan -Ein Essay" steht am Sonntag, den 24. April um 9.30 Uhr auf dem Programm von ORF 2.

Wer in den achtziger Jahren den Werbesager "Humanic-Franz!" nicht aus dem Kopf bekam, durfte sich bei Otto M. Zykan bedanken. Der Wiener Komponist und Sprachschöpfer war der Urheber dieser artifiziellen Humanic-Werbung, die heute als Klassiker gilt. Bei den Wiener Festwochen 2002 hatte Zykan einen großen Auftritt: Seine "Messe" feierte Uraufführung. Der Film über Zykan ist ein Essay, der sich formal an das Schaffen des Künstlers anlehnt. Zu sehen sind Ausschnitte aus zurückliegenden Inszenierungen sowie aus der "Messe" bei den Wiener Festwochen. Im Gespräch gibt Zykan Einblick in seine ungebrochene Kreativität. Für Buch und Regie zeichnet Michael Fischer-Ledenice verantwortlich.(ih)

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