• 20.04.2005, 10:37:18
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AK Veranstaltung Feinstaub: Experten - Kampf dem gesundheitsschädlichen Feinstaub (2)

Wien (OTS) - "Die Partikelemissionen auf den Autobahnen haben sich
in den letzten 20 Jahren verdoppelt, die der Pkw sogar mehr als
verdreifacht", sagt Reinhold Deußner heute, Mittwoch, bei einer AK
Veranstaltung zum Thema Feinstaub. Heute würden Güterverkehr und Pkw
jeweils etwa die Hälfte der Partikel-Emissionen im hochrangigen
Straßennetz bewirken, so Deußner.

"Feinstaub ist nicht gleich Feinstaub - besonderes Augenmerk ist
auf jene Staubanteile zu legen, die als ultrafeine Partikel
bezeichnet werden", sagt Werner Prutsch vom Umweltamt Graz, der die
Problematik im Großraum Graz darstellte. "Hier kann auch mit
technischen Lösungen am ehesten eine Entlastung erreicht werden. Dem
Feinstaub insgesamt kann nur durch umfangreiche Maßnahmenpakete auf
allen Ebenen, also EU, Bund, Länder und Gemeinden entgegengewirkt
werden."

Hans-Peter Hutter vom Institut für Umwelthygiene der Medizinischen
Universität Wien, der über die gesundheitlichen Folgen referierte,
meinte: "Die gravierenden gesundheitlichen Wirkungen von Feinstaub
und vor allem von Dieselabgasen wurden leider lange Zeit verharmlost.
Sie umfassen unter anderem Beeinträchtigungen des Lungenwachstums bei
Kindern, Asthmaanfälle, Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt,
Lungenkrebs und vorzeitigen Tod. Laut EU-Kommission ist für
Österreich eine Verkürzung der Lebenserwartung von rund acht Monaten
auf die Feinstaubbelastung zurückzuführen."

"Im Jahr 2003 wurde der Tagesmittelwert von 50 Mikrogramm pro
Kubikmeter bei 50 von 90 österreichischen Messstationen öfter als die
zulässige Anzahl von 35-mal überschritten", sagt Günter Lichtblau vom
Umweltbundesamt Wien, der über Emissionen und Immissionen von
Feinstaub aus dem Verkehrssektor und über mögliche Maßnahmen
referierte. "Hausbrand, Industrie und Verkehr liefern hohe Beiträge
zu dieser Belastung. Im Verkehrssektor zählen neben dem
Straßenverkehr mobile Geräte und Maschinen wie Baumaschinen und
Traktoren zu den Hauptverursachern von Partikelemissionen."

OTS0083    2005-04-20/10:37

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