Zirkus Knie setzt sich über Tierschutzgesetz hinweg

Behörden untätig: Trotz Wildtierhaltungsverbot im Zirkus seit 1. Jänner 2005 greifen die Behörden nicht ein und lassen den Zirkus Knie auftreten

Wien (OTS) - Anfang Jänner hat der Österreichische Nationalzirkus Louis Knie beim Veterinäramt MA60 in Wien einen Bewilligungsantrag für Zirkusauftritte gestellt. Unter der Auflage, bis 9. Jänner seine Wildtiere abzugeben, wurde die Bewilligung erteilt. Am 12. März begann der Zirkus allerdings seine Tournee neben anderen Tieren mit drei Zebras, zwei Yaks, einigen Schlangen und einem Fuchs - alles Wildtiere, die nach dem Gesetz seit 1. Jänner 2005, nach 3 jähriger Übergangsfrist, verboten sind. Trotz zahlloser Anzeigen und Interventionen, sowohl des Verein Gegen Tierfabriken (VGT) und anderer Tierschutzvereine, als auch der Tierschutzombudspersonen, führt der Zirkus weiterhin ungehindert seine Wildtiere vor und die Behörden bleiben inaktiv. Das neue Bundestierschutzgesetz wird täglich vom Zirkus Knie vor aller Augen gebrochen.

Der VGT-Obmann Dr. Martin Balluch kommentiert: "Der Zirkus Knie bricht einfach vorsätzlich und ungeniert das neue Bundestierschutzgesetz und bleibt völlig unbehelligt. Die Behörden sagen, sie seien machtlos. Die Tierschutzombudsschaften haben offenbar nicht die entsprechenden Befugnisse, die sie bräuchten. Ist Österreich eigentlich noch ein Rechtsstaat? Wenn dieses Beispiel Schule macht, braucht sich überhaupt niemand an irgendwelche Vorschriften in unserem neuen, so hochgelobten Bundestierschutzgesetz zu halten. Ich rufe die Verantwortlichen auf, Farbe zu bekennen. Ist ihnen Tierschutz wichtig genug, um die Einhaltung des Gesetzes zu erzwingen, oder bleibt Tierquälerei ein Kavaliersdelikt, sodass unser Gesetz einfach ignoriert werden kann?!"

Der Zirkus ist im Moment in Hartberg. Seine nächsten Stationen sind Wr. Neustadt, Baden und Wien.

Rückfragen & Kontakt:

VGT - Verein gegen Tierfabriken
Dr. Martin Balluch
Tel.: 0676/7203954

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