Stellungnahme von Francesca von Habsburg, Direktorin der Thyssen-Bornemisza Sammlungen und der T-B A21

Zu den Äußerungen von Dr. Agnes Husslein, Direktorin des Museums der Moderne Salzburg in lin/ley APA091 2005-04-14/09.30

Wien (OTS) - 2004 wurde mit dem Museum der Moderne Salzburg (und
dem Landesmuseum Joanneum in Graz) eine Dauerleihgabe vereinbart, die lange Tradition der intensiven Leihtätigkeit der Thyssen-Bornemisza Sammlungen fortsetzend. Dies geschah - obwohl ich immer eine Befürworterin des Projekts von Hans Hollein war - zum Zweck der Unterstützung dieser jungen Institution, um deren Bestände durch Leihgaben zu ergänzen, und mit der Absicht, die Arbeiten der Thyssen-Bornemisza Sammlungen in einer Ausstellungsreihe des Museums der Moderne in Salzburg zu kontextualisieren sowie wissenschaftlich aufzuarbeiten. Diese Leihgaben aus dem Familienbesitz wurden bislang nicht öffentlich präsentiert.

Die Thyssen-Bornemisza Sammlungen bringen bei der Vergabe von Leihgaben stets ein höchstes Maß an Professionalität ein und erwarten eine solche Haltung auch von den Partnerinstitutionen: Die Visionen meines Vaters und Großvaters sollen im Rahmen exzellenter kuratorischer Arbeit gewürdigt werden.

Im Anschluss an die Ausstellung "Vision einer Sammlung" (23.10.2004 - 6.3.2005) wurden die Leihgaben wieder an die Thyssen-Bornemisza Sammlungen rückgestellt, da einerseits die kuratorischen und wissenschaftlichen Leistungen des Museums (Ausstellungsbetreuung, wissenschaftliche Aufarbeitung, Katalogisierung, Veröffentlichung), anderseits die Präsentation sämtlicher Leihgaben (ausgenommen zwei kleine Zeichnungen von Henri de Toulouse-Lautrec) im Rahmen einer einzigen Ausstellung eine Dauerleihgabe nicht rechtfertigten.

Angesichts einer Neubesetzung der Direktorenstelle im Salzburger Museum der Moderne und einer möglichen kuratorischen Neuorientierung stehen die Thyssen-Bornemisza Sammlungen weiteren Verhandlungen mit dem Museum der Moderne Salzburg offen gegenüber. Es war immer meine Absicht das Kulturleben in Salzburg zu unterstützen. Trotz meiner Übersiedlung nach Wien liegt mir Salzburg sehr am Herzen und ich möchte weiterhin gute kulturelle Beziehungen mit dieser Stadt pflegen. Zahlreiche künstlerische Projekte, die das kulturelle Leben in Salzburg bereichert haben, die T-B A21-Ausstellung "Einleuchten" (25.7. - 5.9.2005) sowie die Leihgaben der Thyssen-Bornemisza Sammlungen demonstrieren meine Haltung unmissverständlich. Ich möchte betonen, dass ich die Leihgaben nicht zurückgezogen habe, weil Dr. Agnes Husslein das Museum verlässt.

Presse / T-B A21 Christina Werner w.hoch.zwei, Kulturelles Projektmanagement Breite Gasse 17/4, A-1070 Wien Tel.: + 43 1 524 96 46 DW 22 Fax: + 43 1 524 96 32 E-Mail: werner@kunstnet.at

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