- 19.04.2005, 09:45:12
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AK Test: Preisvergleich bei Hotelbuchung einer Stadtreise über Web, Katalog oder beim Hotel lohnt sich!
Eher nicht direkt beim Hotel buchen - Bei Internet oder Katalog Preise prüfen
Wien (OTS) - Die Buchung einer Städtereise kann KonsumentInnen
viel Mühe bereiten - aber es lohnt sich, wenn sie die Preise
vergleichen. Eine AK Stichproben-Buchung bei 41 Hotels über Katalog,
Internet und direkt beim Hotel ergab: Es gibt keine Regel, wo es
günstiger ist. "Generell zeigt sich, dass sich Direktbuchungen beim
Hotel eher nicht auszahlen", sagt AK Konsumentenschützerin Jutta
Repl, "bei den zeitraubenden Internetbuchungen gibt es versteckte
Zusatzkosten, die Konsumenten nur äußerst mühevoll herausfinden." Wer
übers Reisebüro bucht, hat einen Komplettpreis, muss aber noch
zusätzlich mit einer Buchungsgebühr rechnen.
Die AK hat für 41 Hotels der Städte Berlin, Paris, London, Rom,
Amsterdam, Barcelona und Prag die Buchungspreise verglichen, und zwar
wenn über Katalog, im Internet bei einer Buchungsplattform und direkt
beim Hotel gebucht wird. Erhoben wurden im März die Angebote für
einen viertägigen Aufenthalt Mitte Juni, Standarddoppelzimmer mit
Frühstück inklusive aller Steuern für zwei Personen.
Die Preisunterschiede für ein und dasselbe Hotel in einer
europäischen Stadt bei Buchung über einen Reiseveranstalter, im
Internet bei einer Buchungsplattform oder direkt beim Hotel sind
enorm: Sie liegen durchschnittlich bei 32 Prozent. Für das Berlin
Excelsior Hotel 4* gibt es zwischen billigstem und teuerstem
Buchungsangebot einen Preisunterschied von fast 120 Prozent, beim
Hotel Mercure Roma Delta Colosseo 4* liegen knapp 73 Prozent zwischen
dem günstigsten und teuersten Buchungsangebot und beim Pariser Hotel
Regetel Corona Opera 3* fast 62 Prozent. "Der Preisvergleich kann
Konsumenten Ersparnisse bis zu 460 Euro bringen, das zahlt sich schon
aus", sagt Repl.
Eigentlich lohnt sich eine Buchung direkt beim Hotel kaum - es war
bloß in sechs von 41 Fällen das attraktivste Angebot, in neun Fällen
das teuerste. "Bei Buchung über Katalog und Web müssen Konsumenten
die Preise prüfen", rät Repl. Der AK Test zeigt: 20-mal machte die
Buchungsplattform, 19-mal ein Reiseveranstalter das günstigste
Angebot, aber gleichzeitig war 24-mal die Onlinebuchung und 11-mal
die Katalogbuchung am teuersten.
Die Preise im Internet sind wenig transparent, zahlreiche Angebote
sind ohne Steuern und Frühstück angegeben. Es ist auch nicht immer
klar, welche Leistungen und Bestandteile der Preis enthält. Den
genauen Endpreis zu erfahren, kann schwierig werden, da auch die
angeführten Hotlines nicht immer die notwendigen Informationen haben.
"Der Mehraufwand für Konsumenten ist erheblich und bisweilen leider
erfolglos", so Repl.
Bei den Katalogen kann der Konsument immer vom Komplettpreis
ausgehen. Zudem werden Katalogangebote meist von Reisebüros
vermittelt, sie beraten die KonsumentInnen und erledigen die Buchung.
Dafür wird eine Buchungsgebühr verlangt, die noch zum Komplettpreis
hinzugerechnet werden muss.
SERVICE: Die Erhebung und Tipps unter www.konsumentenschutz.at.
OTS0044 2005-04-19/09:45
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