AK Test: Preisvergleich bei Hotelbuchung einer Stadtreise über Web, Katalog oder beim Hotel lohnt sich!

Eher nicht direkt beim Hotel buchen - Bei Internet oder Katalog Preise prüfen

Wien (OTS) - Die Buchung einer Städtereise kann KonsumentInnen
viel Mühe bereiten - aber es lohnt sich, wenn sie die Preise vergleichen. Eine AK Stichproben-Buchung bei 41 Hotels über Katalog, Internet und direkt beim Hotel ergab: Es gibt keine Regel, wo es günstiger ist. "Generell zeigt sich, dass sich Direktbuchungen beim Hotel eher nicht auszahlen", sagt AK Konsumentenschützerin Jutta Repl, "bei den zeitraubenden Internetbuchungen gibt es versteckte Zusatzkosten, die Konsumenten nur äußerst mühevoll herausfinden." Wer übers Reisebüro bucht, hat einen Komplettpreis, muss aber noch zusätzlich mit einer Buchungsgebühr rechnen.

Die AK hat für 41 Hotels der Städte Berlin, Paris, London, Rom, Amsterdam, Barcelona und Prag die Buchungspreise verglichen, und zwar wenn über Katalog, im Internet bei einer Buchungsplattform und direkt beim Hotel gebucht wird. Erhoben wurden im März die Angebote für einen viertägigen Aufenthalt Mitte Juni, Standarddoppelzimmer mit Frühstück inklusive aller Steuern für zwei Personen.

Die Preisunterschiede für ein und dasselbe Hotel in einer europäischen Stadt bei Buchung über einen Reiseveranstalter, im Internet bei einer Buchungsplattform oder direkt beim Hotel sind enorm: Sie liegen durchschnittlich bei 32 Prozent. Für das Berlin Excelsior Hotel 4* gibt es zwischen billigstem und teuerstem Buchungsangebot einen Preisunterschied von fast 120 Prozent, beim Hotel Mercure Roma Delta Colosseo 4* liegen knapp 73 Prozent zwischen dem günstigsten und teuersten Buchungsangebot und beim Pariser Hotel Regetel Corona Opera 3* fast 62 Prozent. "Der Preisvergleich kann Konsumenten Ersparnisse bis zu 460 Euro bringen, das zahlt sich schon aus", sagt Repl.

Eigentlich lohnt sich eine Buchung direkt beim Hotel kaum - es war bloß in sechs von 41 Fällen das attraktivste Angebot, in neun Fällen das teuerste. "Bei Buchung über Katalog und Web müssen Konsumenten die Preise prüfen", rät Repl. Der AK Test zeigt: 20-mal machte die Buchungsplattform, 19-mal ein Reiseveranstalter das günstigste Angebot, aber gleichzeitig war 24-mal die Onlinebuchung und 11-mal die Katalogbuchung am teuersten.

Die Preise im Internet sind wenig transparent, zahlreiche Angebote sind ohne Steuern und Frühstück angegeben. Es ist auch nicht immer klar, welche Leistungen und Bestandteile der Preis enthält. Den genauen Endpreis zu erfahren, kann schwierig werden, da auch die angeführten Hotlines nicht immer die notwendigen Informationen haben. "Der Mehraufwand für Konsumenten ist erheblich und bisweilen leider erfolglos", so Repl.

Bei den Katalogen kann der Konsument immer vom Komplettpreis ausgehen. Zudem werden Katalogangebote meist von Reisebüros vermittelt, sie beraten die KonsumentInnen und erledigen die Buchung. Dafür wird eine Buchungsgebühr verlangt, die noch zum Komplettpreis hinzugerechnet werden muss.

SERVICE: Die Erhebung und Tipps unter www.konsumentenschutz.at.

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