- 17.04.2005, 12:00:00
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Morgen, vor 60 Jahren: 18. April 1945
Wien (OTS) - Im Gedenken an die Geschehnisse der letzten Tage des
Zweiten Weltkrieges, vom erstmaligen Betreten Wiener Bodens durch
sowjetische Truppen am 6. April bis zur Ausrufung der Zweiten
Republik am 29. April im Roten Salon des Wiener Rathaus, erinnert bis
29.4. die rathaus korrespondenz täglich an die wichtigen Vorkommnisse
jener Tage. Die chronologische Textsammlung ist unter der "rathaus
korrespondenz im Rückblick" abrufbar (
http://www.wien.gv.at/ma53/45jahre/ ).
Im östlichen Niederösterreich kapitulieren die letzten deutschen
Stützpunkte, in Korneuburg und Mistelbach. Bei den harten Kämpfen um
diese kleinen Stützpunkte gibt es auch viele Opfer unter der
Zivilbevölkerung, dutzende Häuser wurden zerstört oder beschädigt. -
In Wien werden die Verhandlungen der drei Parteien über die Bildung
der Stadtverwaltung abgeschlossen. Bürgermeister Körner bestellt als
Stadträte von den Sozialisten Josef Afritsch (Allgemeine Verwaltung),
Karl Honay (Finanzen), Felix Slavik (Wohnung), Paul Speiser
(Städtische Unternehmungen) und Anton Weber (Bau), von der
Volkspartei Dr. Ludwig Herberth (Wirtschaft), Univ.-Prof. Dr. Wilhelm
Kerl (Gesundheit) und Leopold Kunschak (Schule), von den Kommunisten
Franz Fritsch (Ernährung, tritt wenige Tage später zur SPÖ über), Dr.
Viktor Matejka (Kultur) und Karl Steinhardt (Wohlfahrtswesen). - In
Gloggnitz akzeptiert Renner das sowjetische Angebot, ihn am nächsten
Tag nach Wien zu bringen. - Mit unverstellbarem persönlichen Einsatz
gelingt es Mitarbeitern der Stadt Wien, in großen Teilen der Stadt
die Wasserversorgung wiederherzustellen, das E-Werk Simmering in
Betrieb zu nehmen und mit dem schrittweisen Aufbau der
Stromversorgung zu beginnen sowie die Reparatur des Gasrohr- und
Kanalnetzes anzufangen. Gasrohre werden transportiert, indem man sie
auf Baumstämme legt, vorschiebt, dann wieder den letzten Baumstamm
nach vorne trägt, unter das Gasrohr legt und wieder weiterschiebt. -
In der Ostsee versenken sowjetische U-Boote den Dampfer "Goya" mit
etwa 7.000 Soldaten und Flüchtlingen an Bord. Nur 170 Personen können
sich retten. (Schluss) red/
OTS0025 2005-04-17/12:00
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