LHStv. Strutz stellte neuen Frauenkulturpreis vor

Kulturreferent will mit Schwerpunkt "Frau und Kultur" die schöpfe-rische Kraft der Kärntner Künstlerinnen unterstützen

Klagenfurt (OTS) - Mit einem gezielten Schwerpunkt "Frau und
Kultur" will Kärntens Kulturreferent LHStv. Martin Strutz der "schöpferischen Kraft der Frau im 21. Jahrhundert" mehr Raum und Unterstützung geben.
Das erklärte er heute, Freitag, bei einer Pressekonferenz in Klagenfurt.

So soll der "vermeintlich kaum vorhandenen Frauenkunst" nachgespürt werden, um die Vielfältigkeit des Vorhandenen zum Ausdruck zu bringen. Entsprechende Beratungen sowie Aus- und Weiterbildungsinitiativen sollen dazu forciert werden. Außerdem stellte Strutz den Kärntner Frauenkulturpreis vor, für den sich kulturell tätige Frauen bis 31. Mai 2005 bewerben können.

In Kärnten sollen laut dem Kulturreferenten Rahmenbedingungen geschaffen werden, die eine optimale Entfaltung der Frau in der Kunstszene ermöglichen und der Ausgrenzung der Frau auf dem Kunstsektor entgegenwirken. In vielen Kunstsparten seien Frauen de facto kaum existent, nur ein Viertel der Künstlerinnen beziehe mehr als 75 Prozent ihres Nettoeinkommen aus der künstlerischen Tätigkeit, erklärte er. Viele Frauen würden vor allem nach Gründung einer Familie nur noch ehrenamtliche Tätigkeiten im Kulturmanagementbereich übernehmen. Mit seiner Initiative wolle er daher den Frauen mehr Möglichkeiten für eine eigenverantwortliche und selbstbestimmte Lebensführung mit Wahlfreiheiten geben. Berühmte Kärntner Künstlerinnen wie Maria Lassnig, Kiki Kogelnik oder Ingeborg Bachmann hätten nämlich gezeigt, wie Frauen - wenn sie die Chance erhalten -ihre außerordentlichen Fähigkeiten in der Kunstszene zur Umsetzung bringen können.

Mit dem Frauenkulturpreis sollen daher Frauen, die in den vielen Kunstsparten zu finden sind, einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht und besonders ausgezeichnet werden. Die Preise werden in den Bereichen Architektur und Baukultur, Darstellende Kunst, Bildende Kunst, Literatur, Wissenschaft (Geistes- und Naturwissenschaften), Film/Fernsehen/Neue Medien, Musik, Volkskultur und Kulturmanage-ment vergeben. Die Ausschreibung erfolgt über alle Kärntner Tageszeitungen, die Kärntner Landeszeitung und über www.kultur.ktn.gv.at.
Bewerbungen können bis 31. Mai 2005 mittel Lebenslauf - unter besonderer Berücksichtigung des künstlerischen Werdegangs - in der Geschäftsstelle des Kärntner Kulturgremiums eingereicht werden. Die Jurierung wird von den jeweiligen Fachbeiräten des Kärntner Kulturgremiums vorgenommen, dotiert soll der jährlich vergebene Kulturpreis mit 5.000 Euro pro Kategorie sein.

Als weitere Initiativen des Schwerpunktprogramms nannte Strutz die wissenschaftliche Aufarbeitung des künstlerischen Wirkens Kärntner Frauen, was in Kooperation mit der Universität Klagenfurt erfolgen könne. Mit dem "Experiment Kultur" soll zudem eine Ausstellungsmöglichkeit für Künstlerinnen geschaffen werden, die keinerlei andere Möglichkeiten zur Präsentation finden. Eine Ausstellung, die sich mit der Frauenkunst in Kärnten beschäftige, könne auch im Museum Moderner Kunst Kärnten (MMKK) stattfinden. Im Rahmen der Initiative "KULINart" könnten Abende mit berühmten heimischen Köchinnen und Künstlerinnen dem intellektuellen und kulinarischen Austausch dienen.

(S E R V I C E: Bewerbungen für den Frauenkulturpreis bis 31. Mai 2005 an: Geschäftsstelle des Kärntner Kulturgremiums, Mag. Sonja Somma, Burggasse 8, 9020 Klagenfurt)

Rückfragen & Kontakt:

Röttig Petra
Pressereferentin LHStv. Dr. Martin Strutz
+43-664/80 536 22205

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