- 15.04.2005, 12:58:47
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LHStv. Strutz stellte neuen Frauenkulturpreis vor
Kulturreferent will mit Schwerpunkt "Frau und Kultur" die schöpfe-rische Kraft der Kärntner Künstlerinnen unterstützen
Klagenfurt (OTS) - Mit einem gezielten Schwerpunkt "Frau und
Kultur" will Kärntens Kulturreferent LHStv. Martin Strutz der
"schöpferischen Kraft der Frau im 21. Jahrhundert" mehr Raum und
Unterstützung geben.
Das erklärte er heute, Freitag, bei einer Pressekonferenz in
Klagenfurt.
So soll der "vermeintlich kaum vorhandenen Frauenkunst" nachgespürt
werden, um die Vielfältigkeit des Vorhandenen zum Ausdruck zu
bringen. Entsprechende Beratungen sowie Aus- und
Weiterbildungsinitiativen sollen dazu forciert werden. Außerdem
stellte Strutz den Kärntner Frauenkulturpreis vor, für den sich
kulturell tätige Frauen bis 31. Mai 2005 bewerben können.
In Kärnten sollen laut dem Kulturreferenten Rahmenbedingungen
geschaffen werden, die eine optimale Entfaltung der Frau in der
Kunstszene ermöglichen und der Ausgrenzung der Frau auf dem
Kunstsektor entgegenwirken. In vielen Kunstsparten seien Frauen de
facto kaum existent, nur ein Viertel der Künstlerinnen beziehe mehr
als 75 Prozent ihres Nettoeinkommen aus der künstlerischen Tätigkeit,
erklärte er. Viele Frauen würden vor allem nach Gründung einer
Familie nur noch ehrenamtliche Tätigkeiten im Kulturmanagementbereich
übernehmen. Mit seiner Initiative wolle er daher den Frauen mehr
Möglichkeiten für eine eigenverantwortliche und selbstbestimmte
Lebensführung mit Wahlfreiheiten geben. Berühmte Kärntner
Künstlerinnen wie Maria Lassnig, Kiki Kogelnik oder Ingeborg Bachmann
hätten nämlich gezeigt, wie Frauen - wenn sie die Chance erhalten -
ihre außerordentlichen Fähigkeiten in der Kunstszene zur Umsetzung
bringen können.
Mit dem Frauenkulturpreis sollen daher Frauen, die in den vielen
Kunstsparten zu finden sind, einer breiten Öffentlichkeit bekannt
gemacht und besonders ausgezeichnet werden. Die Preise werden in den
Bereichen Architektur und Baukultur, Darstellende Kunst, Bildende
Kunst, Literatur, Wissenschaft (Geistes- und Naturwissenschaften),
Film/Fernsehen/Neue Medien, Musik, Volkskultur und Kulturmanage-ment
vergeben. Die Ausschreibung erfolgt über alle Kärntner
Tageszeitungen, die Kärntner Landeszeitung und über
www.kultur.ktn.gv.at.
Bewerbungen können bis 31. Mai 2005 mittel Lebenslauf - unter
besonderer Berücksichtigung des künstlerischen Werdegangs - in der
Geschäftsstelle des Kärntner Kulturgremiums eingereicht werden. Die
Jurierung wird von den jeweiligen Fachbeiräten des Kärntner
Kulturgremiums vorgenommen, dotiert soll der jährlich vergebene
Kulturpreis mit 5.000 Euro pro Kategorie sein.
Als weitere Initiativen des Schwerpunktprogramms nannte Strutz die
wissenschaftliche Aufarbeitung des künstlerischen Wirkens Kärntner
Frauen, was in Kooperation mit der Universität Klagenfurt erfolgen
könne. Mit dem "Experiment Kultur" soll zudem eine
Ausstellungsmöglichkeit für Künstlerinnen geschaffen werden, die
keinerlei andere Möglichkeiten zur Präsentation finden. Eine
Ausstellung, die sich mit der Frauenkunst in Kärnten beschäftige,
könne auch im Museum Moderner Kunst Kärnten (MMKK) stattfinden. Im
Rahmen der Initiative "KULINart" könnten Abende mit berühmten
heimischen Köchinnen und Künstlerinnen dem intellektuellen und
kulinarischen Austausch dienen.
(S E R V I C E: Bewerbungen für den Frauenkulturpreis bis 31. Mai
2005 an: Geschäftsstelle des Kärntner Kulturgremiums, Mag. Sonja
Somma, Burggasse 8, 9020 Klagenfurt)
OTS0172 2005-04-15/12:58
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