- 15.04.2005, 11:50:19
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Spitzenmedizin im Wiener Otto-Wagner-Spital
Verbesserte Röntgenmöglichkeiten und Spezialstation für LungenkrebspatientInnen
Wien (OTS) - Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Renate
Brauner eröffnete am Freitag im Otto-Wagner-Spital eine hochmoderne
Magnetresonanztomographie-Anlage (MR) sowie die österreichweit erste
Respiratory Oncology Unit (ROU), eine interdisziplinäre Abteilung für
eine ganzheitliche Betreuung von LungenkrebspatientInnen. "Mit diesen
Investitionen wird die Qualität der Behandlung im Sinne der
PatientInnen weiter verbessert und die medizinische Top-Versorgung in
Wien ausgebaut", so Brauner.****
Ganzkörper-Röntgenuntersuchungen bei Tumorpatienten möglich
Der Magnetresonanztomograph der Firma Siemens steht für alle
Einsatzgebiete des Otto-Wagner-Spitals zur Verfügung und bietet
schnelle und wenig strahlenbelastende Untersuchungen auf höchstem
medizinischen Niveau. "Die MR-Anlage verfügt über moderne Hard- und
Software und ermöglicht erstmals auch die Durchführung von
Ganzkörper-Untersuchungen, was besonders den TumorpatientInnen des
Otto-Wagner-Spitals zugute kommen wird", so der Vorstand des
Röntgeninstitutes, Univ. Prof. Prim. Dr. Gerhard Mostbeck.
Um sich mit der neuen Untersuchungsmethode der hochmodernen
Anlage vertraut zu machen, absolvierte das Personal der
Röntgenabteilung im Voraus umfangreiche Fortbildungen. Die MR-Anlage
befindet sich in einem eigenen Container-Bau mit einer Gesamtfläche
von 83 m2. Täglich werden zehn bis zwölf PatientInnen untersucht.
Interdisziplinäres Team begleitet die PatientInnen in allen
Krankheitsstadien
Im Rahmen der heutigen Feierlichkeiten nahm Stadträtin Brauner
auch die Eröffnung der österreichweit ersten Respiratory Oncology
Unit (ROU) an der 1. Internen Lungenabteilung im Otto-Wagner-Spital
vor. Dabei handelt es sich um eine spezielle Einrichtung, die
LungenkrebspatientInnen eine standardisierte und ganzheitliche
Betreuung ermöglicht. Jährlich erkranken in Österreich mehr als 3.300
Menschen an Lungenkrebs. Als Hauptursache gilt neben genetischen
Faktoren und Schadstoffen in der Umwelt vor allem das Rauchen.
"Lediglich 20 bis 25 Prozent aller Fälle von Lungenkrebs können
operiert werden, da erste Krankheitsanzeichen erst sehr spät
auftreten", so der Vorstand der 1. Lungenabteilung im
Otto-Wagner-Spital, Univ. Prof. Prim. Dr. Otto Burghuber. Nicht
operabler Lungenkrebs ist nicht heilbar. Daher steht im Zentrum der
Maßnahmen die Verbesserung der Lebensqualität, die Verlängerung des
Überlebens und auch pflegerisch-palliative Bemühungen. Dafür sorgt
nun auf der ROU ein interdisziplinäres Team, bestehend aus
Spezialisten der verschiedenen Fachrichtungen und Berufsgruppen
(Fachärzte, Krankenpflegepersonen mit einer speziellen Ausbildung in
Onkologie und Palliative Care sowie Physio- und PsychotherapeutInnen,
SozialarbeiterInnen und ErnährungsberaterInnen). Dieses Team
bespricht einmal wöchentlich die Therapiemaßnahmen jedes einzelnen
Patienten und betreut diesen von der Diagnose weg in allen Stadien
der Krankheit.
Die Respiratory Oncology Unit im Otto-Wagner-Spital bietet neben
der bettenführenden Station und der Ambulanz auch eine Tagesklinik.
Diese ermöglicht den PatientInnen beispielsweise tagsüber zur
Strahlentherapie zu kommen und abends wieder daheim im Kreise ihrer
Angehörigen zu sein. "Durch die Österreichische Gesellschaft für
Pneumologie wurden erstmals verbindliche Qualitätsstandards für
Respiratory Oncology Units festgehalten und auch im österreichischen
Strukturplan Gesundheit OSG festgeschrieben", so Prof. Burghuber.
(Schluss) bw
OTS0136 2005-04-15/11:50
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