Feinstaub: Grüner Dringlichkeitsantrag im NÖ Landtag

Fasan: "Niederösterreich hat Feinstaubproblematik verschlafen"

St. Pölten (Grüne) - In den Jahren 2002, 2003 und 2004 wurde der Grenzwert für Feinstaub in Niederösterreich an mehreren Messstellen deutlich überschritten. Laut "Jahresbericht der Luftgütemessungen in Österreich 2003" wurde der PM10 Feinstaubgrenzwert im Jahr 2003 an den Messstellen in Amstetten, Großenzersdorf, Mannswörth, Mödling, Schwechat, St.Pölten, Stockerau, Vösendorf und Wiener Neustadt häufiger als 35 mal überschritten! Am Europaplatz in St. Pölten ist die zulässige Anzahl der insgesamt 30 zulässigen Jahresgrenzwert -Überschreitungen bereits jetzt aufgebraucht! Auch in anderen Städten droht bereits jetzt eine Überschreitung des Jahresgrenzwertes.

"Obwohl die Grenzewertüberschreitungen seit langem bekannt sind, wird vom zuständigen Landesrat Plank noch immer geforscht. Konkrete Maßnahmen werden bisher nur angekündigt aber nicht umgesetzt", so der Umweltsprecher der NÖ Grünen, Martin Fasan. Die Grünen stellen in der heutigen Landtagssitzung einen Dringlichkeitsantrag um die längst fälligen Maßnahmen zu beschleunigen. Die NÖ Landesregierung wird darin aufgefordert den überfälligen Statusbericht endlich zu veröffentlichen und der Landesregierung unverzüglich einen Maßnahmenkatalog vorzulegen.

Darüber hinaus sollte der NÖ Landtag von der zuständigen Landesregierung Aufklärung verlangen, warum die seit 1 Jahr vom Gesetz her vorgeschriebenen Maßnahmen noch immer nicht umgesetzt wurden. "Landesrat Plank soll nicht nur Messgeräte anschaffen, sondern konkrete Schritte gegen die Feinstaubbelastung umsetzen", so Fasan abschließend.

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