• 14.04.2005, 10:34:28
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AK Test Röstkaffee: Nicht immer ist drinnen, was drauf steht!

48 Prozent der getesteten Röstkaffees, die 100 Prozent Arabica-Bohnen enthalten sollten, wiesen statt dessen eine Mischung verschiedener Sorten Kaffeebohnen auf

Wien (OTS) - Röstkaffee wird vornehmlich aus Arabica und Robusta
Bohnen hergestellt, wobei Arabica als Spitzensorte gilt. Deswegen
werden Kaffees zunehmend mit 100 Prozent Arabica beworben. Ein AK
Test von 21 Röstkaffees zeigt: Auf fast jedem zweiten Kaffee war die
Bohnensorte falsch gekennzeichnet - statt ausschließlich
Arabica-Bohnen war es eine Mischung der Sorten Arabica und der
billigeren Sorte Robusta. "Die Konsumenten müssen Sicherheit haben,
dass Sie sich auf die Kennzeichnung verlassen können", sagt AK
Konsumentenschützer Heinz Schöffl. Die AK fordert eine verpflichtende
Sortenkennzeichnung und Kontrollen der Angaben.

Die AK hat 21 Röstkaffee-Sorten eingekauft, darunter waren Kaffees
mit ganzen Bohnen, bereits gemahlener und vakuumverpackter Kaffee mit
dem ausdrücklichen Hinweis auf Arabica-Bohnen. Beworben wurden diese
Produkte auf den Verpackungen mit 100 Prozent Arabica, erlesene oder
beste Arabica Bohnen, aber auch der Hinweis auf Kaffee aus dem
Hochland wie Hochlandkaffee, Hochlandmischung oder aus
Hochlandregionen - auch hier ist daher anzunehmen, dass hier die
Bohnensorte Arabica verwendet wird. 500 Gramm Bohnenkaffee kosteten
von 1,69 bis rund sechs Euro. Die Untersuchung führte die Firma
Analyticum, Grambach Anfang des heurigen Jahres durch.

Arabica-Bohnen gelten als Spitzensorte und enthalten im Vergleich
zu Robusta weniger Koffein und Reizstoffe, daher sind sie milder und
verträglicher. Arabica-Bohnen wachsen ausschließlich im Hochland.
Robusta-Pflanzen werden in niedrigeren Lagen angebaut, haben eine
nicht so hohe Qualität und sind daher deutlich billiger als
Arabica-Bohnen. "Für ihr Geld haben Konsumenten ein Recht, dass sie
sich auf Grund unterschiedlicher Qualitäten der Rohware auf die
Kennzeichnung verlassen können", sagt Schöffl, "überdies wird
insbesondere Arabica wegen gestiegener Weltmarktpreise künftig noch
teurer."

Von den 21 Produkten waren 16 als Arabica Kaffee und fünf als
Hochlandkaffee benannt. Die enttäuschenden Ergebnisse: Sechs der 16
Arabica Kaffees und vier der fünf Hochlandkaffees enthielten eine
Mischung aus den Sorten Arabica und Robusta. Ingesamt beinhalteten
also zehn Kaffees (48 Prozent) statt wie gekennzeichnet
ausschließlich Arabica-Bohnen eine Mischung der Sorten Arabica und
Robusta.

Unzutreffend gekennzeichnet waren bei dieser Untersuchung folgende
Arabica-Kaffee-Produkte: Regio Gold, der Kaffeeklassiker, ganze
Bohnen; Regio, der Beste, Milde Auslese, gemahlen; Lavazza Kaffee
Espresso, gemahlen; Jacobs Monarch, entcoffeiniert, gemahlen;
Bellarom, Natur mild, gemahlen; Bellarom Wiener Komposition, ganze
Bohne.

Unzutreffend gekennzeichnet waren folgende Hochland-Kaffees:
Transfair Kaffee, Viva el Cafe, gemahlen; Cafe Natura Fair Trade,
Bio, gemahlen; Julius Meinl, Jubiläum, gemahlen; Regio Bio Kaffee.
SERVICE: Die Erhebung im Internet unter www.konsumentenschutz.at.

OTS0082    2005-04-14/10:34

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