"Antenne Wels" droht kein Lizenzentzug

Welser Radio auf Erfolgskurs. "Antenne Oberösterreich" betont: Wir halten alle rechtlichen Vorgaben ein.

Wien (OTS) - Zu missverständlichen Medienberichten, wonach der "Antenne Wels" angeblich ein Lizenzentzug drohen würde, stellt die Geschäftsführung der "Antenne Oberösterreich" fest: Nach § 28 des Privatradiogesetzes hat die Regulierungsbehörde ein Verfahren eingeleitet, bei dem die österreichische Radiobehörde beurteilen will, ob die "Antenne Wels" die Programmauflagen ihres Lizenzbescheides richtig umsetzt.

Offenbar aufgescheucht durch den großen Erfolg der "Antenne Wels", die bereits im ersten Radiotest vom Start weg 8,1% Tagesreichweite im Sendegebiet Wels erreicht hat, haben weniger erfolgreiche Konkurrenten bei der Behörde den Vorwurf erhoben, dass die "Antenne Wels" ein gegenüber dem Lizenzbescheid abgeändertes Musikprogramm spiele, nämlich in Prozent gemessen zu wenig deutsche Schlager und zu wenig Volksmusik.

Die Antenne Oberösterreich ist dagegen davon überzeugt, dass das mit so großem Erfolg in Wels gestartete Programm voll den gesetzlichen Rahmenbedingungen entspricht und sich die "Antenne Wels" bei der Umsetzung ihres Programms innerhalb der bewilligten Sendelizenz bewegt.

Inhaltlich besteht die Lizenz für "Antenne Wels" aus drei Schwerpunkten in folgender Reihenfolge:

Die "Antenne Wels" hat ein speziell auf Wels zugeschnittenes lokales Programm zu spielen - eine Vorgabe, die derzeit in ganz hervorragender Weise das lokale Geschehen in Wels wiedergibt. Dass die "Antenne Wels" diesen Punkt des Lizenzansuchens vollständig erfüllt, ist unbestritten.

Ausdrückliches Ziel der Lizenzerteilung war auch, dass für den Sendebereich Wels ein Radio in der Altersgruppe 30 bis 60 Jahre (also "30 +") gestaltet wird. Dass dieses Ziel in bestmöglichem Maß erreicht wurde, zeigen sowohl der Radiotest, als auch die ersten vorliegenden Zielgruppenuntersuchungen, die praktisch die komplette Hörerstruktur von "Antenne Wels" in der Altersgruppe 30 bis 60 Jahre ausweisen.

Es wurde bei der Lizenzerteilung ein Musikangebot angenommen, das eine Bandbreite von Hits und Oldies über Austropop, deutsche Schlager bis zur Volksmusik bietet. Genau dieses Musikangebot wird von der "Antenne Wels" gespielt, wobei die "Antenne Wels" nicht nur der einzige Privatradiosender in Oberösterreich ist, der in seinem Programm Sendezeit für Volksmusik einräumt, sondern auch jenes Privatradio in Österreich, das den höchsten Anteil an österreichischer Austropop-Musik und deutschsprachigen Hits spielt.

Dass sich der Schwerpunkt dabei von den in der Bevölkerung nicht mehr so beliebten deutschen Schlagern auf österreichische und internationale Oldies und Hits verschoben hat, ist völlig logisch und entspricht dem ganz normalen Trend im deutschsprachigen Radiomarkt.

Jede Musikforschung zeigt, dass sich der Musikgeschmack der Generation 30 bis 60 Jahre in den letzten Jahren deutlich verändert hat und dass es deshalb ein ganz ausdrückliches Muss für jede erfolgreiche Radiostation ist, dieser Veränderung des Musikgeschmacks Rechnung zu tragen.

In den Erläuterungen zu § 28 a des Privatradiogesetzes steht ausdrücklich: "Nicht bei jeder Änderung des Musikformates […] liegt eine grundlegende Änderung des Programmcharakters vor; dies wird nur dann der Fall sein, wenn damit nicht nur graduelle Veränderung der angesprochenen Zielgruppe erfolgt, sondern ein Austausch der Zielgruppe zu erwarten ist"

Die für die "Antenne Wels" vorliegende Marktforschung zeigt aber deutlich, dass die "Antenne Wels" mit dem jetzt gespielten Musikprogramm die im Lizenzantrag vorgeschriebene Zielgruppe ganz genau erreicht und damit den gesetzlichen Auftrag erfüllt.

Wir sind daher zuversichtlich, dass im Zuge des Verfahrens deutlich festgestellt wird, dass die Programmauflagen der Behörde von der "Antenne Wels" eingehalten werden und dass eine durch Veränderung des Musikgeschmacks der Zielgruppe bedingte geringfügige Änderung der Musikausrichtung gerade dafür nicht nur zulässig, sondern sogar notwendig ist.

Fest steht, dass im selben Zeitraum auch "Radio Oberösterreich", "Life Radio" und "Radio Arabella" ihre Musikauswahl nach dem veränderten Musikgeschmack der Hörer adjustiert haben, ein europaweit völlig logischer und vielfach üblicher Vorgang.

Von dem in einigen Medien missverständlich berichteten Verdacht, dass der "Antenne Wels" ein "Lizenzentzug drohen könnte" kann jedenfalls keine Rede sein. Sollte das Verfahren entgegen der Meinung von "Antenne Oberösterreich" mit jenem Rechtsspruch enden, dass die Musikauswahl der so erfolgreichen "Antenne Wels" nicht den Lizenzauflagen entspricht, so würde dem Hörfunkveranstalter in diesem Fall mit Bescheid nur aufgetragen, den rechtmäßigen Zustand herzustellen. In diesem Fall würde die "Antenne Wels" vom Gesetzgeber verpflichtet werden, mehr deutsche Schlager und Volksmusik zu spielen, eine Auflage, der die "Antenne Wels" selbstverständlich umgehend nachkommen würde. Wir sind aber ausdrücklich der Meinung, dass es nicht Aufgabe eines Gesetzgebers sein kann, die Musikprogrammierung eines Radiosenders bis ins kleinste Detail (Titelauswahl, eventuell sogar Gestaltung der Musik-Playlists) gesetzlich zu regulieren, sondern dass die Musikprogrammierung eines Radios - solange sie sich im Rahmen der im Lizenzbescheid vorgegebenen Zielgruppe befindet - Aufgabe eines Programmver-anstalters bleiben muss.

Die "Antenne Oberösterreich" bedauert ausdrücklich, dass weniger erfolgreiche Konkurrenten dieses Verfahren initiiert haben. Wettbewerb am Radiosektor über gesetzliche Eingriffe in die Musikauswahl zu behindern zu versuchen, würde zu einer Kettenreaktion auf dem gesamten österreichischen Radiomarkt führen, die kein Privatradiobetreiber in Österreich wünschen kann.

Die "Antenne Wels" freut sich auf viele weitere erfolgreiche Jahre Sendebetrieb in und für Wels und auf möglichst viel Hörer-Zugewinn im kommenden Radiotest, der die Konkurrenz offenbar schon jetzt hochgradig nervös macht.

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Mag. Johanna Papp
Geschäftsführerin Antenne Oberösterreich: 01/213 12-6110 DW

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