- 14.04.2005, 08:28:20
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Affenbaby sorgt für Aufregung im Tierpark Herberstein - BILD

Herberstein (OTS) - Es gibt wieder Nachwuchs im Tierpark
Herberstein. Diesmal ist die Freude besonders groß: die kleine
"Terkina" ist erste und bisher einzige Siamangbaby in Österreich! Die
Sorge um Terkina war bei der Geburt recht groß, da es wenig
Erfahrungswerte gibt und es zudem auch die erste Geburt für die
Siamangmama war.
Mittlerweile ist die Kleine 6 Wochen alt, fühlt sich sehr wohl und
hat dank der vorbildlichen Pflege von Siamangmama und Tierpflegerin
Conny schon an Gewicht zugelegt und unternimmt bereits die ersten
Ausflüge durch das heimatliche Gehege. Für Tierparkleiter Mag.
Andreas Kaufmann bedeutet die Geburt von Terkina einen wahrhaften
Zuchterfolg: "Das Weibchen bringt nur alle 2 bis 3 Jahre nach einer
Tragzeit von ca. 235 Tagen ein Junges zur Welt, welches bis zum Alter
von 6 Jahren, also bis zur Geschlechtsreife, bei den Eltern bleibt.
Bei den Siamangs beteiligt sich übrigens auch das Männchen aktiv an
der Jungenaufzucht!" Der Tierpark Herberstein beheimatet seit
September 2003 die stolzen Siamangeltern Yala und Nelson. Für die
jungen Eltern ist es das erste Baby, dementsprechend sorgsam gehen
sie mit ihm um und schützen es vor den neugierigen Blicken der
Pelikane, Gänse und Muntjaks, die als Nachbarn natürlich großes
Interesse am Tierparkzuwachs zeigen!
Der Siamang ist der größte Gibbon mit einer Kopfrumpflänge von 90
Zentimetern und einer Armspannweite von 180 Zentimetern. Er hat ein
glänzend schwarzes Fell, lange dünne Arme und wiegt 10 bis 25
Kilogramm. Sein Gesicht ist fast unbehaart, die Nase stumpf, die
Stirn hoch.
Was die Gibbons für uns Menschen interessant macht, sind jene
Attribute, die sie mit uns, aber nicht mit anderen Menschenaffen
teilen: Gibbons leben in monogamen Familienstrukturen, sie bewegen
sich auf dem Boden fast immer zweibeinig fort und weisen dabei
Ähnlichkeiten zum aufrechten Gang des Menschen auf. Zusätzlich sind
auffällige Parallelen zur menschlichen Musikalität erkennbar:
Gibbons sind berühmt für ihre Gesänge und der Siamang gilt als der
herausragendste Sänger dieser Familie. Morgens und Abends erklingt
der beeindruckende, durch den Kehlsack der Tiere schallverstärkte
Gesang. Es singen die Elterntiere und auch die Jungen können sich an
dem Konzert beteiligen. Die Gesänge dienten unter anderem dem
Abstecken des Reviers der Familie. Ihre johlenden und bellenden
Gesänge finden meist am frühen Morgen statt und sind über drei
Kilometer hinweg zu hören.
Siamangs sind wahre Akrobaten und bewegen sich an ihren Armen
hängend rasant und mit traumwandlerischer Sicherheit durch das
Astwerk. Es wurden Sprünge von 8 bis 10 Metern beobachtet. Durch die
rasant fortschreitende Lebensraumzerstörung sind diese, auf das Leben
in den Bäumen spezialisierten Tiere, leider stark gefährdet. Die
Heimat der Siamangs sind die tropischen Tiefebenen und Bergwälder
Malaysias und Sumatras (Indonesien). Sie sind tagaktive Baumbewohner
und verbringen den Großteil des Tages in den mittleren bis oberen
Bereichen des Walddachs.
Yala, Nelson und Terkina sowie rund 600 Tiere aus allen
Kontinenten sind täglich von 9 bis 17 Uhr im steirischen Tier- und
Naturpark Schloss Herberstein zu sehen!
Bild(er) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Bild Service,
sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at
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