Affenbaby sorgt für Aufregung im Tierpark Herberstein

Herberstein (OTS) - Es gibt wieder Nachwuchs im Tierpark Herberstein. Diesmal ist die Freude besonders groß: die kleine "Terkina" ist erste und bisher einzige Siamangbaby in Österreich! Die Sorge um Terkina war bei der Geburt recht groß, da es wenig Erfahrungswerte gibt und es zudem auch die erste Geburt für die Siamangmama war.

Mittlerweile ist die Kleine 6 Wochen alt, fühlt sich sehr wohl und hat dank der vorbildlichen Pflege von Siamangmama und Tierpflegerin Conny schon an Gewicht zugelegt und unternimmt bereits die ersten Ausflüge durch das heimatliche Gehege. Für Tierparkleiter Mag. Andreas Kaufmann bedeutet die Geburt von Terkina einen wahrhaften Zuchterfolg: "Das Weibchen bringt nur alle 2 bis 3 Jahre nach einer Tragzeit von ca. 235 Tagen ein Junges zur Welt, welches bis zum Alter von 6 Jahren, also bis zur Geschlechtsreife, bei den Eltern bleibt. Bei den Siamangs beteiligt sich übrigens auch das Männchen aktiv an der Jungenaufzucht!" Der Tierpark Herberstein beheimatet seit September 2003 die stolzen Siamangeltern Yala und Nelson. Für die jungen Eltern ist es das erste Baby, dementsprechend sorgsam gehen sie mit ihm um und schützen es vor den neugierigen Blicken der Pelikane, Gänse und Muntjaks, die als Nachbarn natürlich großes Interesse am Tierparkzuwachs zeigen!

Der Siamang ist der größte Gibbon mit einer Kopfrumpflänge von 90 Zentimetern und einer Armspannweite von 180 Zentimetern. Er hat ein glänzend schwarzes Fell, lange dünne Arme und wiegt 10 bis 25 Kilogramm. Sein Gesicht ist fast unbehaart, die Nase stumpf, die Stirn hoch.

Was die Gibbons für uns Menschen interessant macht, sind jene Attribute, die sie mit uns, aber nicht mit anderen Menschenaffen teilen: Gibbons leben in monogamen Familienstrukturen, sie bewegen sich auf dem Boden fast immer zweibeinig fort und weisen dabei Ähnlichkeiten zum aufrechten Gang des Menschen auf. Zusätzlich sind auffällige Parallelen zur menschlichen Musikalität erkennbar:
Gibbons sind berühmt für ihre Gesänge und der Siamang gilt als der herausragendste Sänger dieser Familie. Morgens und Abends erklingt der beeindruckende, durch den Kehlsack der Tiere schallverstärkte Gesang. Es singen die Elterntiere und auch die Jungen können sich an dem Konzert beteiligen. Die Gesänge dienten unter anderem dem Abstecken des Reviers der Familie. Ihre johlenden und bellenden Gesänge finden meist am frühen Morgen statt und sind über drei Kilometer hinweg zu hören.

Siamangs sind wahre Akrobaten und bewegen sich an ihren Armen hängend rasant und mit traumwandlerischer Sicherheit durch das Astwerk. Es wurden Sprünge von 8 bis 10 Metern beobachtet. Durch die rasant fortschreitende Lebensraumzerstörung sind diese, auf das Leben in den Bäumen spezialisierten Tiere, leider stark gefährdet. Die Heimat der Siamangs sind die tropischen Tiefebenen und Bergwälder Malaysias und Sumatras (Indonesien). Sie sind tagaktive Baumbewohner und verbringen den Großteil des Tages in den mittleren bis oberen Bereichen des Walddachs.

Yala, Nelson und Terkina sowie rund 600 Tiere aus allen Kontinenten sind täglich von 9 bis 17 Uhr im steirischen Tier- und Naturpark Schloss Herberstein zu sehen!

Bild(er) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Bild Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragen & Kontakt:

Michaela Frewein
Tier- und Naturpark Schloss Herberstein
Tel. 03176 88250
www.herberstein.co.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ZOO0001