Zukunftskommission und Schülerunion im selben Boot

Ergebnisse sind richtungweisend, Weg muss nur gegangen werden

Wien (OTS) - 'Die Ergebnisse der Zukunftskommission sind auf jeden Fall richtungweisend. Die Regierung muss nun bereit sein, diesen Weg zu gehen und zwar ganz, nicht nur ein bisschen', erklärt Jürgen Stöttinger, Obmann der Schülerunion. Qualitätssteigerung durch Feedback, individuelle Förderung von Stärken und Schwächen und Frühförderung sind in ihrem Bildungsprogramm erklärte Ziele der Schülerunion. Schüler müssen mehr einbezogen werden in Diskussionen zur Bildungspolitik, sie sind diejenigen, die tatsächlich am Ort des Geschehens sind.

Die ganzheitliche Evaluierung aller schulischen Bereiche durch eine dauerhafte, umfassende Feedbackkultur ist unerlässlich.

Stöttinger ist überzeugt, dass sowohl Feedback zwischen Lehrern und Schülern, als auch zwischen dem Leiter und dem Lehrpersonal, dem Landesschulrat und in letzter Instanz dem Ministerium gegeben sein muss. Ist das Feedback der Schülerinnen und Schüler für eine bestimmte Lehrperson schlecht, muss das zu einer verpflichtenden Fort- und Weiterbildung der Lehrkraft führen. Tritt längerfristig keine Verbesserung ein und entspricht das Verhalten der betroffenen Lehrperson nicht dem ihres Lehrauftrags, kann diese sogar entlassen werden. Entscheidungsbefugnis darüber sollen die Schulpartner und der Direktor haben.

Individuelle Förderung und Frühförderung für Schülerinnen und Schüler

Gesicherte Betreuungsplätze für den Nachmittag und die Verlängerung der Volkschulzeit auf fünf Jahre hält die Schülerunion für die notwendigen Maßnahmen um die Förderung der Schüler sinnvoll zu gestalten. Um gleiche Voraussetzungen für Schulanfänger zu schaffen muss ein halbes Jahr vor Schuleintritt ein 'Screening' durchgeführt werden, bei dem etwaige sprachliche oder motorische Defizite festgestellt werden. Im ersten der fünf Volkschuljahre wird individuell auf jedes Kind eingegangen, motorische Schwächen werden aufgearbeitet und sprachliche Kompetenzen ausgebaut.

Abschlussbericht hervorragend und umfassend. Umsetzung auch?

'Die Ergebnisse der Zukunftskommission sind erfreulich und wichtig', findet Jürgen Stöttinger. Er betont aber, dass die Abschlusspräsentation alleine noch nicht das Ende des Weges der Zukunftskommission gewesen sein darf: 'Die Regierung muss diese Ideen nachhaltig, in großem Umfang und vor allem rasch umsetzen. Es darf nicht bei halbherzigen Lösungen bleiben. Die Schule braucht Veränderung, und zwar echte.' So ist es begrüßenswert, dass in einigen Bereichen bereits mit der Umsetzung von Reformen begonnen wird - die Stärkung der Feedbackkultur an Schulen und eine Aufstockung der Nachmittagsbetreuungsplätze sind gute Ansätze der Regierung, nur darf nicht plötzlich damit aufgehört werden. Es muss Mut zur Veränderung geben und die großen Veränderungsmaßnahmen dürfen nicht nach und nach zu minimalistischen Umsetzungen verkommen.

Mitsprache für Schüler muss sein

'Sehr viele unserer teilweise langjährigen Forderungen finden sich im Abschluss der Zukunftskommission wieder. Wir fragen uns, warum die Experten nicht endlich einsehen wollen, dass Schüler diejenigen sind, die aus nächster Nähe die Probleme erleben und viele kreative und sinnvolle Ideen haben', ist Astrid Maier, Pressesprecherin der Schülerunion enttäuscht. Das Alter der Zukunftskommission liegt im Schnitt bei über 55 Jahren, das muss zu denken geben. In der nächsten Expertengruppe will die Schülerunion mindestens einen Schüler sehen.

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Jürgen Stöttinger | Bundesobmann | 0699 140 120 60 |
juergen@schuelerunion.at
Astrid Maier | Pressesprecherin | 0699 140 120 44 |
astrid@schuelerunion.at

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