- 13.04.2005, 09:35:47
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euroforum:communication 2005
Europes Enlargement - Oxygen for the Brains
Wien (OTS) - About the dream
"Ein gemeinsames Europa, bedeutet nicht Eins zu werden, sondern
vielmehr die gemeinsamen Chancen und das kreative Potenzial, die
durch die Vielzahl der Ländern entsteht, zu nutzen." Der
Medienexperte und Politiker Dr. Michel Friedman erinnerte beim
euroforum:communication 2005 an die Vorzüge der Europäischen Union
und sprach über die Wichtigkeit Teil einer freien Gesellschaft zu
sein. "Wir sind keine Feinde, sondern Partner", betonte Dr. Friedman,
"und nichts ist wichtiger als Demokratie, denn eine funktionierende
Demokratie garantiert uneingeschränkte Freiheit. Jeder braucht jeden.
Wir haben eine gemeinsame Vergangenheit und wir haben eine gemeinsame
Zukunft." Wir können noch viel von den Ländern des neuen Europa
lernen, vor allem wenn es darum geht bessere Vorraussetzungen und
somit auch "a better creative atmosphere" zu schaffen.
Europa der Kommunikation
Friedman skizzierte am euroforum:communication der Fachgruppe
Werbung und Marktkommunikation große Aufgaben und große Verantwortung
für die Kommunikationswirtschaft Europas. Bildung ist wohl die
wichtigste Infrastruktur im "neuen", enger zusammengerückten Europa -
das gilt besonders für die Kommunikationswirtschaft. "Auch und
vielleicht gerade wegen der steigenden Arbeitslosenzahlen ist Bildung
immens wichtig." Schließlich haben wir das Privileg, unser gesamtes
Kreativitätspotenzial frei ausleben zu können, und da darf es kein
Zurück geben.
Daher müssen Brücken gebaut werden: "Wir müssen verstehen lernen",
so Dr. Friedman, "dass es innerhalb Europas keine fremden Länder
gibt. Wir sind Europäer und haben kosmopolitisch zu denken." Daher
sei es auch unabdingbar notwendig mehrere Sprachen zu lernen. Das
Geheimnis der Menschheit ist schließlich die erlebbare Erfahrung mit
anderen Menschen direkt kommunizieren zu können."
Networking sei daher aus all diesen Gründen ein ebenso wichtiger
Prozess in der Entwicklung eines geeinten Europas. "Grenzen sind
nicht wichtig", betonte Dr. Friedman eindringlich, "denn die
Wirtschaft braucht keine Grenzen, sondern Kooperationen. Wir brauchen
einander in der Gemeinschaft." Es gibt keine Alternative zur EU,
schon alleine weil wir die Möglichkeit haben aus dieser Vielzahl an
Optionen zu wählen, so der Politiker abschließend. "Wir machen gerade
die Erfahrung die europäische Kultur neu kennen zu lernen und diese
verstehen zu lernen. Jeder kann innerhalb dieser Gemeinschaft überall
hin reisen und hat zudem das Recht auf Arbeit. Ich glaube daran, dass
die noch anstehenden Konflikte und jene, die wir noch haben werden,
notwendige Schritte in eine noch bessere Zukunft sind. Wir müssen den
Traum eines gemeinsamen Europas weiterhin tragen, bilden und leben.
Ich finde es sehr schön, Teil dieser Zeit zu sein."
iMac - uDesigner
Diesen von Dr. Michel Friedman ausgesprochenen Gedanken Rechnung
getragen hat der erste Veranstaltungstag von euroforum communication
2005, das eine Vielzahl an Referenten aus den osteuropäischen Ländern
dem Auditorium präsentierte, wie Maxim Lazebnik aus der Ukraine, der
die besten TV-Werbespots der letzten Jahre aus der Ukraine vorführte,
oder Vladimir Ceh aus Belgrad, der über "Schönheit im Auge des
Betrachters" u.a. Leonardo di Vincis Mona Lisa in neuen Facetten
zeigte, sich aber auch zum Thema Sprachverständigungsprobleme äußerte
und mit hervorragenden Wortspielereien wie "iMac - uDesigner" die
Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnte. Tonka Lujanac aus Kroatien
erzählte über kroatische Werbetrends und abschließend zeigte Christo
Kaftandjiev Werbebotschaften aus Bulgarien, frei nach dem Motto
"Reinfälle und Einfälle".
European Festival Chill Out
Im letzten Programmpunkt wurden die Festivals in den Mittelpunkt
von euroforum:communication 2005 gerückt. Niemand geringerer als
Terry Savage vom Cannes Festival, stellte in seiner Abend Key Note,
das aus westeuropäischer Sicht wenig schmeichelhafte Fazit, dass die
Werbefilmszene in Europa zwar sehr kreativ sei, diese aber kaum
jemanden nach Cannes entsenden. Im Gegensatz zu Ländern wie Thailand,
Puerto Rico, etc., die nämlich nicht danach trachten die jeweils
Besten in ihrer Region zu sein, sondern die Besten weltweit. Zum
Abschluss eines interessanten Werbetages ein klarer Auftrag an die
200 versammelten jungen österreichischen Kreativen für Ihre
zukünftige Arbeit.
Das Fotoarchiv wird im Laufe des Tages unter www.euroforum.cc >
PRESS laufend erweitert.
OTS0039 2005-04-13/09:35
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