• 12.04.2005, 14:44:10
  • /
  • OTS0190 OTW0190

Kärnten: Zukunftsorientierte, psychiatrische Patientenversorgung

LHStv. Ambrozy stellte neuen Psychiatrieplan vor - Kärnten verfügt über vier Versorgungsregionen

Klagenfurt (LPD) - Vier Versorgungsregionen (Klagenfurt, Villach,
Spittal/Drau, Wolfsberg) mit einem umfassenden Spektrum an
Behandlungs- und Betreuungsangeboten in ausreichender Kapazität sieht
der neue Kärntner Psychiatrieplan vor. Er wurde heute, Dienstag, von
Gesundheitsreferent LHStv. Peter Ambrozy im Pressefoyer nach der
Regierungssitzung präsentiert. Geplanter Investitionsaufwand: 17
Millionen Euro bzw. 2,6 Millionen Euro für das Personal.

Die stationäre Versorgung seelisch kranker Patienten erfolge
zukünftig an zwei Standorten, dem LKH Klagenfurt und LKH Villach. In
Klagenfurt stehen dafür 131 in Villach 80 Betten zur Verfügung. Im
LKH Wolfsberg und KH Spittal/Drau gebe es künftig vier bis fünf
Stunden wöchentlich eine konsiliarpsychiatrische Betreuung, gab
Ambrozy bekannt. Auf dem Gebiet der Kinder- und
Jugendneuropsychiatrie stehen im Bereich der stationären Versorgung
im LKH Klagenfurt 48 Betten zur Verfügung, im LKH Villach 10 Betten
auf der Kinderabteilung. Kinderneurologische Fälle werden in
Klagenfurt und Villach behandelt. Vorgesehen ist auch die Integration
niedergelassener Fachärzte in interdisziplinären Teams.

Die ambulante Versorgung erfolgt in vier sozialpsychiatrischen
Zentren (Klagenfurt, Villach, Spittal, Wolfberg). Am Standort Spittal
ist eine Erweiterung des psychiatrischen Not- und Krisendienstes
vorgesehen. In jeder der vier Versorgungsregionen wird ein
gemeindepsychiatrischer Verbund errichtet. Ausgebaut wird auch die
fachärztliche, ambulante Versorgung. Bei den psychiatrischen
Pflegestellen sei neben den Umbau auch die Schaffung von ein bis zwei
Pflegestellen mit dem Angebot beruflicher Rehabilitation vorgesehen.
Erweitert wird auch der Personalstand, vor allem bei den
Ergotherapeuten, Behindertenpädagogen und klinischen Psychologen. Im
Alten- und Pflegeheimbereich ist die Entwicklung von Fort- und
Weiterbildungsprogrammen in Kooperation mit den Heimen und dem
Fachpersonal vorgesehen.

Bei der Versorgung von Personen mit Abhängigkeitserkrankungen
sieht der Plan den Ausbau von Nachbetreuungsgruppen für Alkoholkranke
bzw. die Aufstockung der SKA La Tour um 10 Betten vor. Im LKH
Klagenfurt, Villach und im KH Spittal sind Spezialambulanzen
untergebracht. Vorgesehen ist auch die Errichtung einer
Drogenstation, einer Drogenambulanz im LKH Villach und zweier
Drogenberatungseinrichtungen in Spittal und Wolfsberg.

Im Bezug auf dem Zu- und Umbau des KH Spittal erwartet sich
Ambrozy, dass endlich die fehlenden Planungsunterlagen eingereicht
werden, um rasch mit den Bau beginnen zu können. Die Finanzierung sei
längst sichergestellt.
(Schluss)

OTS0190    2005-04-12/14:44

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKL

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel