- 12.04.2005, 11:45:29
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Boehringer Ingelheim Austria eröffnet neue biopharmazeutische Produktionsanlagen in Wien
Stärkung der Führungsposition in der Biopharmazie
Wien (OTS) - Am Boehringer Ingelheim-Standort Wien werden heute in
Anwesenheit hochrangiger Vertreter aus Politik und Wirtschaft neue
Anlagen zur biopharmazeutischen Arzneimittelherstellung samt
zugehöriger Infrastruktur offiziell eröffnet. Die Inbetriebnahme
einer kompletten zweiten Produktionsanlage bei Boehringer Ingelheim
Austria spielt eine bedeutende Rolle in der Standortsicherung. Mit
einer Gesamtsumme von 80 Mio. Euro für die Errichtung von Anlagen und
notwendiger Infrastruktur stellt diese Kapazitätserweiterung die
höchste Einzelinvestition in den Boehringer Ingelheim-Standort Wien
seit seinem 57-jährigen Bestehen dar. Der Ausbau war mit der
Schaffung von mehr als 200 neuen, hoch qualifizierten Arbeitsplätzen
verbunden.
Kräftiges Wachstum im weltweiten Biopharmazie-Geschäft
"Alle Geschäftssegmente des Unternehmens haben sich 2004 in ihren
Märkten erfolgreich entwickelt, am kräftigsten wuchs das
Biopharmazie-Geschäft, das seine Erlöse um 40 Prozent steigern
konnte. In den letzten fünf Jahren hat sich der Umsatz in diesem
Bereich von 127 Mio. Euro im Jahr 1999 auf 392 Mio. Euro im Jahr 2004
mehr als verdreifacht", erklärt Dr. Hans-Jürgen Leuchs, Mitglied der
Unternehmensleitung und verantwortlich für die Unternehmensbereiche
Biopharmazie/Operations sowie Tiergesundheit, anlässlich der heutigen
Pressekonferenz.
Schlüsselrolle in der internationalen Biopharmazie-Strategie
"Der Standort Wien spielt, gemeinsam mit unserem
Produktionsstandort Deutschland in Biberach an der Riss, bei dem wir
uns auf die Zellkultur-Technik spezialisieren, eine Schlüsselrolle im
Rahmen der internationalen Biopharmazie-Strategie und des
Biopharmazie-Geschäftes von Boehringer Ingelheim. Wir bieten an
diesen Standorten die gesamte biopharmazeutische Prozesskette an,
einen sogenannten "One-Stop-Shop". Für unsere Kunden bedeutet das
"alles aus einer Hand", vom ersten Beratungsgespräch über die
Entwicklung, Herstellung bis hin zur Endverpackung und weltweiten
Registrierung.", so Prof. Rolf Werner, Leiter des Geschäftsbereichs
Biopharmazie, Boehringer Ingelheim GmbH, Deutschland.
Weltweit einziger Komplettanbieter der gesamten Prozesskette
Durch die Verdoppelung der Herstellkapazitäten können in Wien von
nun an zwei Fermenter mit einem Fassungsvermögen von je 6.000 Litern
für die biopharmazeutische Produktion genutzt werden.
Damit wird die führende Position von Boehringer Ingelheim als
weltweit einzigem Komplettanbieter der gesamten Prozesskette, von der
Entwicklung über die Herstellung bis zur Registrierung und
Vermarktung von Biopharmazeutika, wesentlich gestärkt.
Bereits seit mehr als 25 Jahren ist Boehringer Ingelheim (in Wien und
Biberach) in der biopharmazeutischen Herstellung von Arzneimitteln im
großtechnischen Maßstab tätig. Seit 1998 ist das Unternehmen auf
diesem Gebiet in Europa führend. Im Auftragsgeschäft ist Boehringer
Ingelheim für renommierte Partnerunternehmen, vor allem in den USA,
Kanada und Japan, aber auch in Europa, tätig. Eigene
biopharmazeutisch hergestellte Produkte sind beispielsweise
ACTILYSE(R), METALYSE(R), BEROMUN(R) und IMUKIN(R).
Mehr als 60 Mio. Euro pro Jahr Forschungsaufwand in Österreich
"Abgesehen von den Investitionen in die Errichtung neuer Gebäude
und Infrastruktur wendet Boehringer Ingelheim in Österreich pro Jahr
rund 60 Mio. Euro für Forschung und Entwicklung auf", führt Dr.
Leuchs weiter aus. "Dieses Geld fließt sowohl in die Forschung und
Entwicklung bei Boehringer Ingelheim Austria als auch in die
Grundlagenforschung am Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie
in Wien (IMP), einem Institut mit Weltruf, das sich zu 100 Prozent im
Eigentum von Boehringer Ingelheim befindet. Dies alles sind Fakten,
die für eine Wirtschafts- und Wissenschaftsmetropole wie Wien von
großer Bedeutung sind."
Langfristige, verlässliche Rahmenbedingungen
Nicht zufrieden zeigt sich Boehringer Ingelheim Austria bezüglich
der aktuellen Anlaufschwierigkeiten des neuen Erstattungssystems. Das
Unternehmen hofft jedoch, dass die Probleme in den nächsten Wochen
und Monaten ausgeräumt werden. Als forschungsorientiertes Unternehmen
erwartet Boehringer Ingelheim Austria zusätzlich, dass der
versprochene rasche Zugang innovativer Arzneimittel in den Markt von
der Politik auch eingelöst wird.
Abschließend stellt KR Klaus Stochl, Landesleiter Boehringer
Ingelheim Österreich, Mittel- und Osteuropa, fest: Österreich muss
deutliche Signale setzen, die das Engagement von Investoren
langfristig sicherstellen. Dazu gehören langfristige, verlässliche
Rahmenbedingungen sowie eine nachhaltig forschungsfreundliche
Politik, bei der auch die Finanzierung gesichert wird. Im Hinblick
auf die Forschungsförderung wurde in den letzten Monaten viel
erreicht. Dies muss sich nun in der Umsetzung nachhaltig bewähren.
Auch die Senkung der Körperschaftssteuer auf 25 Prozent stellt einen
Schritt in die richtige Richtung dar. Unsere Erwartung an die
österreichische Bundesregierung ist, sich klar zu einem
High-Tech-Standort Österreich zu bekennen, wozu ganz wesentlich die
Biopharmazie zählt."
Der internationale Unternehmensverband Boehringer Ingelheim ist in
Österreich stark engagiert und mit den Gesellschaften Boehringer
Ingelheim Austria, Boehringer Ingelheim Pharma sowie dem
Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie (IMP) vertreten.
Kerngeschäftsfelder von Boehringer Ingelheim Austria sind die
Betreuung des Pharmageschäftes Österreich, Forschung und Entwicklung,
biopharmazeutische Entwicklung und Produktion sowie Tiergesundheit.
Als "Regional Center Vienna" trägt Boehringer Ingelheim Österreich
nicht nur die Geschäftsverantwortung für den österreichischen Markt,
sondern auch für 28 Länder Mittel- und Osteuropas. Boehringer
Ingelheim Austria erzielte im Geschäftsjahr 2004 Gesamterlöse in der
Höhe von 306,1 Mio. Euro und beschäftigte 912 Mitarbeiter.
Download Presseunterlagen + Pressefotos unter
http://www.boehringer-ingelheim.at (siehe Link unter "News")
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