- 08.04.2005, 10:46:55
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E-Card: Informatikwirtschaft protestiert gegen ungerechtfertigten Vorwurf überhöhter Preise
Bock: "Absurd, sich für die Auseinandersetzungen mit Dritten in offensichtlich heftigen Machtkämpfen auf IT-Anbieter auszureden"
Wien (PWK245) - Gegen "sachlich unrichtige Attacken an die Adresse
der heimischen Informatikwirtschaft im Zusammenhang mit der
Einführung der E-Card, des elektronischen Krankenscheins" verwahrt
sich der Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie
(UBIT) der Wirtschaftskammer Österreich. "In zahlreichen Medien wird
die Bundeskurie der niedergelassenen Ärzte damit zitiert, sie spreche
sich für einen vorläufigen Stop des Projektes elektronischer
Krankenschein, kurz E-Card, aus. Als eines der Hauptargumente dieser
Gruppe wird genannt, dass es Probleme mit EDV-Firmen und Providern
gebe, die auf Grund des vorgegebenen Roll-out-Plans einen Zeitdruck
suggerieren und für zusätzliche - nicht notwendige
Softwarekomponenten wie die Anbindung der Ärztesoftware an das System
- teils überhöhte Preise lukrieren wollen", fasst Fachverbandsobmann
Friedrich Bock die Vorwürfe gegen die heimische Informatikwirtschaft
zusammen.
Bock zum Vorwurf bezüglich angeblich überhöhter Preise der
österreichischen Softwarewirtschaft: "Solche Fragen regelt der
Markt." Und weiter: "Es ist absurd, sich für die Auseinandersetzungen
mit Dritten auf die in den offensichtlich heftigen Machtkämpfen
unbeteiligten IT-Anbieter auszureden." Die UBIT-Mitgliedsbetriebe
seien bestens am Markt unterwegs und exportierten auch
Softwareleistungen mit hervorragendem Erfolg.
Entsetzt zeigt sich Bock über die Vorgangsweise der
niedergelassenen Ärzte: "Wir sagen den Ärzten nicht, welche
Medikamente sie verschreiben sollen oder wie sie ihre Mitarbeiter zu
schulen haben. Die Ärzte glauben aber unserer Branche über die Medien
mitteilen zu müssen, dass sie die Anbindung von Ärztesoftware an das
E-Card-System für überflüssig halten …?" Das zeige deutlich, dass die
Anschuldigungen gegen die Informatikbranche nicht von Kennern
medizinischer Informationssysteme, sondern von branchenpolitischen
Taktierern stammen: "Denn wer heute noch glaubt, Branchensoftware mit
Abrechungskomponenten offline - also ohne
Datenkommunikationskomponente - konzipieren zu können, der hat die
Erfordernisse des 21. Jahrhunderts noch nicht verstanden", so
Interessenvertreter Bock, der die Pauschalvorwürfe abschließend
nochmals heftig zurückweist. (JR)
OTS0079 2005-04-08/10:46
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