Brauner zu Präsentation Frauengesundheitsbericht

Erkenntnisse werden in Wien bereits umgesetzt

Wien (OTS) - Als prinzipiell positiv bewertet Wiens Gesundheits-
und Sozialstadträtin Mag.a Renate Brauner die am Mittwoch erfolgte Präsentation des zweiten österreichischen Frauengesundheitsberichtes. "Es freut mich, dass Frau Bundesministerin Rauch-Kallat einen weiteren Frauengesundheitsbericht in Auftrag gegeben hat - vor allem weil wir ihr zur Unterstützung die Wiener Frauengesundheitsbeauftragte Frau Prof. Dr. Wimmer-Puchinger zur Seite stellen durften."

Die Erstellung von wissenschaftlichen Expertisen sei ein guter erster Schritt, eine wirkliche Relevanz ergebe sich allerdings erst dann, wenn auch entsprechende Maßnahmen gesetzt würden, zeigt sich Brauner jedoch skeptisch über die tatsächliche Umsetzung der Ergebnisse des Berichts.

"Wie lässt es sich beispielsweise erklären, dass der aktuelle Bericht klar feststellt, dass Gewalt gegen Frauen und Kinder zu massivsten gesundheitlichen Folgeerkrankungen bei den Betroffenen führt - gleichzeitig aber das in der Vergangenheit bewährte System der Interventionsstellen durch Subventionskürzungen seitens der Bundesregierung dramatisch eingeschränkt wird", kommentiert die Wiener Gesundheitsstadträtin ein Kapitel des Berichtes.

Weiters hält der Bericht fest, dass Armut und soziale Ungleichheit auch gravierende negative gesundheitliche Auswirkungen verursachen. Brauner dazu: "Besonders Seniorinnen und Alleinerzieherinnen, die ohnehin stark armutsgefährdet sind, haben durch die Politik der Bundesregierung mit der Erhöhung der Rezeptgebühren und der Selbstbehalte weitere finanzielle Aufwendungen zu tragen. Auch die Pensionsreform, die vor allem für Frauen zu massiven Benachteiligungen führt, verstärkt diese Entwicklung - wie passt das zusammen?"

"Besonders freut es mich, dass Frau Bundesministerin einen Handlungsbedarf bei der gesundheitlichen Versorgung von MigrantInnen sieht. In Wien haben wir diese Notwendigkeit schon lange erkannt und tragen den Bedürfnissen von MigrantInnen durch muttersprachliche Beratungs- und Betreuungsangebote Rechnung. Im Gegensatz dazu kürzt die Bundesregierung laufend wichtige Förderprogramme für MigrantInnen", erläutert Brauner.

Abschließend weist Brauner auf die Erfolge des "Wiener Frauengesundheitsprogramms" hin: "Ich bin stolz sagen zu können, dass Wien mit seinem Programm für Frauengesundheit, das bereits 1998 initiiert wurde, innerhalb Österreichs und Europas eine Vorreiterrolle einnimmt. In Wien reden wir nicht nur von Verbesserungen für Frauen im Gesundheitsbereich, wir setzen diese auch im Interesse der Wienerinnen erfolgreich um - und das seit vielen Jahren." (Schluss) brc

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