- 06.04.2005, 13:38:12
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Brauner zu Präsentation Frauengesundheitsbericht
Erkenntnisse werden in Wien bereits umgesetzt
Wien (OTS) - Als prinzipiell positiv bewertet Wiens Gesundheits-
und Sozialstadträtin Mag.a Renate Brauner die am Mittwoch erfolgte
Präsentation des zweiten österreichischen Frauengesundheitsberichtes.
"Es freut mich, dass Frau Bundesministerin Rauch-Kallat einen
weiteren Frauengesundheitsbericht in Auftrag gegeben hat - vor allem
weil wir ihr zur Unterstützung die Wiener
Frauengesundheitsbeauftragte Frau Prof. Dr. Wimmer-Puchinger zur
Seite stellen durften."
Die Erstellung von wissenschaftlichen Expertisen sei ein guter
erster Schritt, eine wirkliche Relevanz ergebe sich allerdings erst
dann, wenn auch entsprechende Maßnahmen gesetzt würden, zeigt sich
Brauner jedoch skeptisch über die tatsächliche Umsetzung der
Ergebnisse des Berichts.
"Wie lässt es sich beispielsweise erklären, dass der aktuelle
Bericht klar feststellt, dass Gewalt gegen Frauen und Kinder zu
massivsten gesundheitlichen Folgeerkrankungen bei den Betroffenen
führt - gleichzeitig aber das in der Vergangenheit bewährte System
der Interventionsstellen durch Subventionskürzungen seitens der
Bundesregierung dramatisch eingeschränkt wird", kommentiert die
Wiener Gesundheitsstadträtin ein Kapitel des Berichtes.
Weiters hält der Bericht fest, dass Armut und soziale
Ungleichheit auch gravierende negative gesundheitliche Auswirkungen
verursachen. Brauner dazu: "Besonders Seniorinnen und
Alleinerzieherinnen, die ohnehin stark armutsgefährdet sind, haben
durch die Politik der Bundesregierung mit der Erhöhung der
Rezeptgebühren und der Selbstbehalte weitere finanzielle Aufwendungen
zu tragen. Auch die Pensionsreform, die vor allem für Frauen zu
massiven Benachteiligungen führt, verstärkt diese Entwicklung - wie
passt das zusammen?"
"Besonders freut es mich, dass Frau Bundesministerin einen
Handlungsbedarf bei der gesundheitlichen Versorgung von MigrantInnen
sieht. In Wien haben wir diese Notwendigkeit schon lange erkannt und
tragen den Bedürfnissen von MigrantInnen durch muttersprachliche
Beratungs- und Betreuungsangebote Rechnung. Im Gegensatz dazu kürzt
die Bundesregierung laufend wichtige Förderprogramme für
MigrantInnen", erläutert Brauner.
Abschließend weist Brauner auf die Erfolge des "Wiener
Frauengesundheitsprogramms" hin: "Ich bin stolz sagen zu können, dass
Wien mit seinem Programm für Frauengesundheit, das bereits 1998
initiiert wurde, innerhalb Österreichs und Europas eine
Vorreiterrolle einnimmt. In Wien reden wir nicht nur von
Verbesserungen für Frauen im Gesundheitsbereich, wir setzen diese
auch im Interesse der Wienerinnen erfolgreich um - und das seit
vielen Jahren." (Schluss) brc
OTS0183 2005-04-06/13:38
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