Boehringer Ingelheim wächst weiterhin schneller als der Markt und steigert Zahl der Mitarbeiter

Kräftiges Wachstum der Erlöse und der Ergebnisse in 2004

Ingelheim (OTS) - Boehringer Ingelheim ist auch im vergangenen Geschäftsjahr wieder kräftig gewachsen. Die Umsatzerlöse stiegen 2004 um 10,5 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro. Bedingt durch die starke Erlössteigerung, besondere Anstrengungen zur Verbesserung der Produktivität und den durch hohe Investitionen in die Zukunft belasteten Vorjahreswert erhöhte sich das Betriebsergebnis um gut 50 Prozent auf knapp 1,4 Milliarden Euro.

"Wir sind mit dem Geschäftsjahr 2004 sehr zufrieden", sagte Dr. Alessandro Banchi, Sprecher der Unternehmensleitung und verantwortlich für die Bereiche Marketing und Vertrieb, bei der Vorstellung der Geschäftsergebnisse in Ingelheim. "Wir haben im vergangenen Jahr wieder einen großen Schritt nach vorne getan". Zum fünften Mal in Folge wuchs Boehringer Ingelheim schneller als der Durchschnitt der Pharmaunternehmen.

Auch 2004 hatte der starke Euro einen erheblichen Einfluss auf die Umsatzzahlen. Bereinigt um Wechselkurseffekte hätte das Wachstum sogar mehr als 16 Prozent betragen. Die deutlich gestiegene Ertragskraft des Unternehmens zeigte sich in den Renditezahlen. Die operative Rendite (Betriebsergebnis ./. Umsatzerlöse) lag mit 16,8 Prozent klar über Vorjahr.

"In unserer Wachstumsdynamik sind wir bereits ganz vorne, aber auch in unserer Ertragskraft befinden wir uns auf dem Weg in die Spitzengruppe der internationalen Pharmaunternehmen", erklärte Banchi. Der Sprecher der Unternehmensleitung erwartet für das laufende Geschäftsjahr eine Erlösentwicklung, bereinigt um Wechselkurseffekte, in einer ähnlichen Größenordnung wie 2004.

Mitarbeiter - die wichtigste Quelle des Erfolges

In der nunmehr 120-jährigen Geschichte von Boehringer Ingelheim als unabhängiges Familienunternehmen seien schon immer die Mitarbeiter "die wichtigste Quelle des Erfolges" gewesen, sagte Professor Dr. Marbod Muff, verantwortlich für die Unternehmensbereiche Finanzen und Personal. "Es ist der Mensch, der den Unterschied macht". Man sei stolz auf die vielen nationalen und internationalen Auszeichnungen, die Boehringer Ingelheim als einen herausragenden Arbeitgeber auswiesen.

Im Jahr 2004 stieg die Mitarbeiterzahl im Unternehmen weltweit um knapp vier Prozent auf 35.529. In Deutschland betrug der Zuwachs 420 (plus 4,3 Prozent auf etwa 10.300) und in den USA 860 (plus 13,2 Prozent auf etwa 7.400). Auch die Zahl der Auszubildenden erhöhte sich in Deutschland wieder deutlich und zwar um gut 7 Prozent auf 660 zum Jahresende. In den vergangenen fünf Jahren kamen weltweit 8.200 neue Mitarbeiter ins Unternehmen, davon knapp 2.500 in Deutschland und gut 2.200 in den USA.

USA - der Wachstumsmotor

Die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen spiegelt auch die Bedeutung der beiden großen Boehringer Ingelheim-Standorte wider. Die USA werden als Motor der Geschäftsentwicklung immer wichtiger. Deutschland dagegen spielt zwar weiterhin eine besondere Rolle als Forschungs- und Produktionsstandort - im Wesentlichen für das Auslandsgeschäft des Unternehmens -, verliert aber als Markt zunehmend an Bedeutung.

Das US-Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten wuchs 2004 um 18 Prozent -währungskursbereinigt sogar um 30 Prozent -, das Deutschlandgeschäft dagegen stagnierte bedingt durch Zwangsabführungen an die gesetzlichen Krankenkassen in Höhe von 55 Millionen Euro, die voll auf das Betriebsergebnis durchschlagen. Während in den USA 2004 etwa 2,7 Milliarden Euro erlöst wurden (44 Prozent an den Umsatzerlösen dieses Geschäftssegmentes), erwirtschaftete Deutschland nur noch 370 Millionen Euro (6 Prozent). Professor Muff geht davon aus, dass bei Fortdauer der pharmapolitischen Rahmenbedingungen "signifikante Aktivitäten der forschenden Pharmaindustrie aus Deutschland vertrieben, bzw. deren Auf- und Ausbau verhindert" werden.

SPIRIVA(R) auf dem Weg zum Blockbuster

Hauptumsatzträger im vergangenen Jahr war wiederum das Medikament ALNA(R)/FLOMAX(R) zur Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung, mit dem 740 Millionen Euro (+ 0,6 Prozent) erlöst wurden. Auf Platz zwei befand sich MOBIC(R), ein Medikament zur symptomatischen Behandlung rheumatoider Arthritis (plus 44 Prozent auf 670 Millionen Euro), gefolgt von MICARDIS(R) zur Behandlung von Bluthochdruck (plus 41 Prozent auf 570 Millionen Euro).

SPIRIVA(R), ein neuartiges Medikament gegen die chronisch-obstruktive Atemwegserkrankung, befindet sich weiter auf dem Weg nach vorn. Es erlöste im vergangenen Jahr 525 Millionen Euro (plus 130 Prozent). Boehringer Ingelheim hofft, dass in diesem Jahr die 1 Milliarde Dollar-Umsatzmarke überschritten wird. SPIRIVA(R) wurde von Boehringer Ingelheim erforscht und entwickelt und wird zusammen mit Pfizer weltweit vermarktet.

Der Umsatzanteil der neuen Medikamente von Boehringer Ingelheim, die noch unter Patenschutz stehen, hat sich weiter erhöht. Im vergangenen Jahr betrug er 54 Prozent und soll in den kommenden Jahren weiter steigen. Für 2005 sind die Neueinführung des Boehringer Ingelheim Aids-Medikamentes Tipranavir - ein Proteasehemmer, der sich insbesondere bei therapieresistenten Patienten bewährt - sowie weitere Markteinführungen des Antidepressivums CYMBALTA(R)/XERISTAR(R) sowie des Medikamentes YENTREVE(R)/ARICLAIM(R) (gegen Belastungs-Harninkontinenz bei Frauen) geplant. CYMBALTA(R) und YENTREVE(R) bestehen aus dem Wirkstoff Duloxetin, der von dem amerikanischen Unternehmen Eli Lilly and Company erforscht und von Boehringer Ingelheim und Lilly zusammen weiter entwickelt und vermarktet wird.

Investitionen in neue Medikamente

Boehringer Ingelheim ist ein forschendes Pharmaunternehmen, das seine Erlöse in den Geschäftssegmenten "verschreibungspflichtige Medikamente" (76 Prozent an den Gesamterlösen), "Selbstmedikation" (12 Prozent ), "Tiergesundheit" (4 Prozent) und "Auftragsfertigung für Dritte" (8 Prozent) erzielt. Alle Geschäftssegmente haben sich 2004 in ihren Märkten erfolgreich entwickelt. Am kräftigsten wuchs das Biopharmazie-Geschäft (Entwicklung und Auftragsfertigung insbesondere für große amerikanische Unternehmen), das seine Erlöse um 40 Prozent auf knapp 400 Millionen Euro steigern konnte. Auch das Tiergesundheitsgeschäft legte gegenüber Vorjahr klar zu und wuchs um gut 6 Prozent auf 335 Millionen Euro. Das wichtigste Geschäftsgebiet, verschreibungspflichtige Medikamente, verbesserte sich um 12 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro.

Für die Erforschung und Entwicklung neuer Medikamente hat Boehringer Ingelheim 2004 gut 1,2 Milliarden Euro, oder mehr als 15 Prozent an den Gesamterlösen aufgewendet. Die Investitionen in Sachanlagen dagegen waren auch in 2004 rückläufig (minus 17 Prozent auf 430 Millionen Euro), da Großprojekte wie die neue biopharmazeutische Produktion in Biberach oder der Pharma-Wirkstoffbetrieb in Ingelheim bereits in den vergangenen Jahren abgeschlossen wurden.

Im internationalen Vergleich sehr gut behauptet

Nach Berechnungen des Marktforschungsinstitutes IMS, dessen Zahlen von allen Pharmaunternehmen verwendet werden, konnte Boehringer Ingelheim bei den verschreibungspflichtigen Medikamenten ein Wachstum von 14,3 Prozent (gegenüber 6,7 Prozent Marktwachstum) erreichen und war das Unternehmen mit der zweitgrößten Wachstumsdynamik unter den 20 großen internationalen Pharmaunternehmen. Boehringer Ingelheim konnte damit seinen internationalen Marktanteil um 0,2 Prozentpunkte auf
1,7 Prozent erhöhen und belegt gegenwärtig die Marktposition 15.

Im Bereich Selbstmedikation steht das Unternehmen an 8. Stelle. Der Marktanteil beträgt nach IMS 2,5 Prozent. Zwar entwickelte sich Boehringer Ingelheim 2004 mit plus 1,2 Prozent unter dem Marktdurchschnitt (plus 2,1 Prozent), doch hat dies einzig mit dem stagnierenden japanischen Markt zu tun, in dem Boehringer Ingelheim mit der Tochter SSP stark vertreten ist. Ohne Japan lag die Entwicklung mit plus 2,5 Prozent etwas über Markt.

Und auch das Tiergesundheitsgeschäft des Unternehmens konnte sich erfolgreich behaupten; nach Berechnungen des Marktforschungsunternehmen Wood Mackenzie war es 2004 Spitzenreiter im Marktwachstum (über 17 Prozent). Es besitzt einen internationalen Marktanteil von 3 % und liegt damit auf der 10. Marktposition.

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