FCG/ÖAAB: Christliche ArbeitnehmerInnen denken dankbar an Johannes Paul II.

Enzyklika "laborem exercens" betont die Würde des Menschen als Subjekt der Arbeit

Wien (OTS) - Die Vorsitzenden von FCG und ÖAAB, Karl Klein und Fritz Neugebauer, würdigen das Wirken des verstorbenen Heiligen Vaters für die ArbeitnehmerInnen und gedenken dankbar seiner päpstlichen Rundschreiben "laborem exercens" (über die menschliche Arbeit)und "centesimus annus" (100 Jahre danach), die Richtung gebend und wichtig sind.

In einer Zeit, in der der Mensch gerne auf seine Arbeitskraft reduziert und als Humankapital bezeichnet wird, so als sei er bloß ein Teil des betrieblichen Anlagevermögens, ruft Johannes Paul II. in Erinnerung:

Gott hat in Jesus Christus einen Teil seines irdischen Lebens der Arbeit als Zimmermann gewidmet. Dieser Umstand ist als solcher das "beredteste Evangelium der Arbeit", aus dem hervorgeht, dass die Grundlage zur Bewertung menschlicher Arbeit nicht in erster Linie die Art der geleisteten Arbeit ist, sondern die Tatsache, dass der, der sie verrichtet, Person ist. Die Würde der Arbeit wurzelt zutiefst nicht in ihrer objektiven, sondern in ihrer subjektiven Dimension.

So wahr es auch ist, dass der Mensch zur Arbeit bestimmt und berufen ist, so ist doch in erster Linie die Arbeit für den Menschen da und nicht der Mensch für die Arbeit. Mit dieser Schlussfolgerung kommt man logisch zur Anerkennung des Vorranges der subjektiven Bedeutung der Arbeit vor der objektiven. Zweck jeder Arbeit bleibt im Grund immer der Mensch selbst (Zitat Ende)
(laborem exercens 6. Kapitel, letzter Absatz).

Johannes Paul II hat in seinem päpstlichen Rundschreiben "über die menschliche Arbeit" uns zugerufen, uns wieder am Menschen und seiner Würde zu orientieren und demnach menschenwürdige Arbeit und nicht bloß Beschäftigung, gerechte Löhne und nicht "Unterstützungsleistungen", humane Gestaltung der Arbeit und nicht bloß "man power" zu verlangen. Arbeit muss Ausdruck der Würde des Menschen sein. Das zu erreichen ist Aufgabe der Christen in Wirtschaft und Gesellschaft. Dazu braucht es genügend Arbeit für alle und das stete Bemühen um eine menschengerechte Gestaltung dieser Arbeit.

Das "Rundschreiben über die menschliche Arbeit" (laborem exercens) ist Ausdruck eines tiefen Verständnisses des Papstes vom Menschsein als Ebenbild Gottes. Er war bemüht, in der ganzen Welt den Verantwortlichen klar zu machen, dass Menschen nicht Sklaven, nicht Maschinen, nicht Lasttiere sind, sondern Söhne und Töchter Gottes.

FCG und ÖAAB verneigen sich vor Johannes Paul II.

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