- 06.04.2005, 08:37:31
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FCG/ÖAAB: Christliche ArbeitnehmerInnen denken dankbar an Johannes Paul II.
Enzyklika "laborem exercens" betont die Würde des Menschen als Subjekt der Arbeit
Wien (OTS) - Die Vorsitzenden von FCG und ÖAAB, Karl Klein und
Fritz Neugebauer, würdigen das Wirken des verstorbenen Heiligen
Vaters für die ArbeitnehmerInnen und gedenken dankbar seiner
päpstlichen Rundschreiben "laborem exercens" (über die menschliche
Arbeit)und "centesimus annus" (100 Jahre danach), die Richtung gebend
und wichtig sind.
In einer Zeit, in der der Mensch gerne auf seine Arbeitskraft
reduziert und als Humankapital bezeichnet wird, so als sei er bloß
ein Teil des betrieblichen Anlagevermögens, ruft Johannes Paul II. in
Erinnerung:
Gott hat in Jesus Christus einen Teil seines irdischen Lebens der
Arbeit als Zimmermann gewidmet. Dieser Umstand ist als solcher das
"beredteste Evangelium der Arbeit", aus dem hervorgeht, dass die
Grundlage zur Bewertung menschlicher Arbeit nicht in erster Linie die
Art der geleisteten Arbeit ist, sondern die Tatsache, dass der, der
sie verrichtet, Person ist. Die Würde der Arbeit wurzelt zutiefst
nicht in ihrer objektiven, sondern in ihrer subjektiven Dimension.
So wahr es auch ist, dass der Mensch zur Arbeit bestimmt und
berufen ist, so ist doch in erster Linie die Arbeit für den Menschen
da und nicht der Mensch für die Arbeit. Mit dieser Schlussfolgerung
kommt man logisch zur Anerkennung des Vorranges der subjektiven
Bedeutung der Arbeit vor der objektiven. Zweck jeder Arbeit bleibt im
Grund immer der Mensch selbst (Zitat Ende)
(laborem exercens 6. Kapitel, letzter Absatz).
Johannes Paul II hat in seinem päpstlichen Rundschreiben "über die
menschliche Arbeit" uns zugerufen, uns wieder am Menschen und seiner
Würde zu orientieren und demnach menschenwürdige Arbeit und nicht
bloß Beschäftigung, gerechte Löhne und nicht
"Unterstützungsleistungen", humane Gestaltung der Arbeit und nicht
bloß "man power" zu verlangen. Arbeit muss Ausdruck der Würde des
Menschen sein. Das zu erreichen ist Aufgabe der Christen in
Wirtschaft und Gesellschaft. Dazu braucht es genügend Arbeit für alle
und das stete Bemühen um eine menschengerechte Gestaltung dieser
Arbeit.
Das "Rundschreiben über die menschliche Arbeit" (laborem exercens)
ist Ausdruck eines tiefen Verständnisses des Papstes vom Menschsein
als Ebenbild Gottes. Er war bemüht, in der ganzen Welt den
Verantwortlichen klar zu machen, dass Menschen nicht Sklaven, nicht
Maschinen, nicht Lasttiere sind, sondern Söhne und Töchter Gottes.
FCG und ÖAAB verneigen sich vor Johannes Paul II.
OTS0017 2005-04-06/08:37
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