• 05.04.2005, 10:43:59
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Industrie zum 7. F&E-Rahmenprogramm: Beteiligung der Wirtschaft deutlich erhöhen!

Beyrer: "Nach Rückschlag des 6. Rahmenprogramms messen wir Erfolg an der Beteiligung der Wirtschaft"

Wien (OTS) - (PdI) - Am Tag vor der Präsentation des
Kommissionsvorschlags zum 7. F&E-Rahmenprogramm der EU präsentierte
die Industriellenvereinigung ihre Anregungen und Forderungen bei
einem Pressegespräch. IV-Generalsekretär Mag. Markus Beyrer erklärte
dabei: "Die Devise lautet: Steigende Budgets, Erreichen kritischer
Massen und Konzentration von Know-how. Das geplante Rahmenprogramm
ist für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in
Europa wichtiger als alle bisherigen: Ca. 10% aller europäischen F&E
Aufwendungen würden - bei einer Verdoppelung auf rund 10 Mrd. Euro
pro Jahr - über das 7. Rahmenprogramm abgewickelt, im Gegensatz zu
ca. 5% im 6. Die geplante Verdoppelung des Budgets auf 10 Mrd. Euro
jährlich sollte unbedingt erreicht werden, damit dieses
Rahmenprogramm ein Schlüsselfaktor für mehr Wettbewerbsfähigkeit in
Europa wird."

Unter der Annahme gleichbleibender Beteiligung wie bisher würde
der Rückfluss nach Österreich jährlich 250 Mio. Euro statt bisher
etwa 125 Mio. Euro ausmachen. "Wir erwarten uns hier aber deutlich
mehr. Einen Rückschlag wie das 6. Rahmenprogramm, bei dem die
Beteiligung der Industrie europaweit und auch in Österreich im
Vergleich zum 5. leider um rund 30% zurück gegangen ist, darf es
nicht mehr geben. Im Interesse der Wettbewerbsfähigkeit Europas muss
die EU hier gegensteuern", so der IV-Generalsekretär.

Bürokratische Fehler des 6. Rahmenprogramms vermeiden!

Gegenwärtig fehlen Österreich auf dem Weg zum
Lissabon-Forschungsziel von 3% des BIP ab heuer jährlich 100 Mio.
Euro. Dafür fordert auch die IV im Gleichklang mit dem europäischen
Arbeitgeberdachverband UNICE bessere Zugangsbedingungen für
Unternehmen durch weniger Bürokratie, meint Beyrer: "Die größten
Probleme unserer Mitgliedsbetriebe mit dem 6. Rahmenprogramm waren:
Übergroße Projektstrukturen, die den Erfolg gefährden; lange
Genehmigungsprozesse; schwierige Koordination in den übergroßen
Konsortien und nicht kostendeckende Beiträge für Unternehmen, die ein
Projekt koordiniert haben. Wir brauchen mehr Effizienz und
Effektivität der eingesetzten Mittel, damit die Ergebnisse optimal
nutzbar werden."

Verbesserungen in der Struktur für mehr Wirtschaftsbeteiligung
nutzen!

"Ein neues Rahmenprogramm muss alle Komponenten des
Innovationsprozesses fördern - die alte Teilung in
Grundlagenforschung, industrielle Forschung, etc. ist längst
überholt, wie auch die Kommission in ihren Plänen bestätigt. Durch
die geplanten Technologieplattformen mit Industriebeteiligung
entsteht ein Instrument zur langfristigen strategischen
Forschungsplanung für den Wirtschaftsstandort Europa."

Eine der wichtigsten Forderungen der Industrie ist für Beyrer die
Vereinfachung der Zugangs- und Rahmenbedingungen: "Die Unternehmen
brauchen Klarheit statt Fragmentierung: Doppelgleisigkeiten zwischen
dem geplanten Rahmenprogramm, dem kommenden ‚Programm für
Wettbewerbsfähigkeit und Innovation’ und den Förderschienen der
Strukturfonds müssen vermieden werden. Wir messen den Erfolg des
kommenden Rahmenprogramms, das nächstes Jahr während der
österreichischen Präsidentschaft beschlossen wird, am Ausmaß der
erfolgreichen Beteiligung der Wirtschaft", schloss Beyrer.

OTS0086    2005-04-05/10:43

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