Ende März 2005: 47.525 vorgemerkte Arbeitslose in NÖ

Wien (OTS) - =

Wien (OTS) Ende März 2005 waren beim AMS NÖ insgesamt
47.525 Personen arbeitslos vorgemerkt, um 8.335 (od. -14,9 %) weniger als im Vormonat aber um 2.888 (od. +6,5 %) mehr als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Insgesamt 11.614 Vorgemerkte haben jedoch wieder eine konkrete Einstellungszusage, das sind um 1.598 (od. +16,0 %) mehr als im Vorjahr.

"Ein wichtiger Grund für die enttäuschende Entwicklung der Arbeitslosenzahlen liegt einerseits im starken Anstieg des Arbeitskräfteangebotes und hier wiederum steigt nicht nur das Angebot an ausländischen Arbeitskräften, sondern auch an inländischen und zwar in den höheren Altersgruppen wegen der Pensionsreform und in den unteren wegen des Eintritts starker Geburtenjahrgänge in den Arbeitsmarkt", analysiert AMS NÖ-Chef Werner Homrighausen die aktuelle Arbeitsmarktentwicklung. Andererseits liegt Ende März die Saisonarbeitslosigkeit aufgrund des langen Winters über der des Vorjahres. So sind beispielsweise in den Bauberufen Ende März mit 6.914 um +918 (od. +15,3 %) Personen mehr vorgemerkt als im Vorjahr.

Darüber hinaus befinden sich in NÖ insgesamt 8.373 Personen in Schulung (sie werden nicht als arbeitslos gezählt), um 1.457 (od. 21,1 %) mehr als Ende März 2004.

Österreichweit stieg die Arbeitslosigkeit am Ende des 1. Quartals im Vergleich zum Vorjahr geringfügig und zwar um 5.439 (od. +2,0 %) auf insgesamt 272.634. Den relativ größten Anstieg aller Bundesländer verzeichnete Vorarlberg (+13,8 %), gefolgt von Burgenland (+8,1 %) und OÖ (+7,6%). Einen Rückgang der Arbeitslosigkeit gibt es in Wien (-3,1 %), in Salzburg (- 3,0%), in Kärnten (- 1,6%) und in Tirol (-0,6 %).

Überdurchschnittlich hoch ist der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei ausländischen Arbeitskräften. Die Ausländerarbeitslosigkeit lag Ende März in Niederösterreich bei 6.590 Vorgemerkten, um 800 Personen (oder 13,8%) höher als im Vorjahr.

Trotz umfangreicher Förder- und Qualifizierungsmaßnahmen des AMS NÖ für Jugendliche steigt die Zahl der Vorgemerkten im Alter bis 24 Jahre Ende März 2005 gegenüber dem Vorjahr um 668 (od. 9,5 %) auf 7.685.

Ausweitung der Eingliederungsbeihilfe für Betriebe

Vor dem Hintergrund der angespannten Arbeitsmarktlage wird das AMS NÖ das Förderangebot für Betriebe weiter verstärken. Dazu wird die Eingliederungsbeihilfe noch stärker forciert. Der Arbeitgeber kann in Abhängigkeit von den Vermittlungsdefiziten der geförderten Person bis zu 50% der Bemessungsgrundlage vom AMS für den vereinbarten Zeitraum gefördert bekommen. Die Beihilfe kann für die Dauer des Arbeitsverhältnisses, maximal bis zu einem Jahr, gewährt werden.

In den ersten zwei Monaten des heurigen Jahres konnten mit dieser Beihilfe bereits 476 Personen eine Arbeit aufnehmen. Für das Jahr 2005 sollen mit Hilfe dieses Instrumentes insgesamt 4.100 Dienstverhältnisse neu begründet werden.

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