• 01.04.2005, 12:49:13
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Platter schnürt Maßnahmenpaket für mehr Frauen im Heer

Mehr Geld und neue sportliche Leistungskriterien für Soldatinnen

Wien (OTS) - Heute, Freitag, präsentierten Verteidigungsminister
Günther Platter und Frauenministerin Maria Rauch-Kallat bei einem
Truppenbesuch in Bruck/Neudorf ein Paket für Soldatinnen. "Durch die
Verbesserung der besoldungsrechtlichen Stellung und die neuen
sportlichen Leistungskriterien möchte ich mehr Frauen für den Beruf
Soldatin gewinnen" so Verteidigungsminister Platter. Frauenministerin
Maria Rauch-Kallat lobte den Vorstoß des Verteidigungsministers:
"Schon vor Jahren habe ich als Parlamentarierin das Projekt Frauen im
Heer vorangetrieben. Es freut mich, dass Günther Platter die
Situation der Frauen im Bundesheer noch weiter verbessert." Frauen
seien eine Bereicherung für das Bundesheer.

Bessere Bezahlung für Frauen im Ausbildungsdienst

Der Bezug für Frauen im Ausbildungsdienst wird auf 824 Euro, ab dem
5. Monat auf 869 Euro netto angehoben. Bisher verdienten Frauen im
Ausbildungsdienst - angeglichen an den Sold des Grundwehrdieners -
rund 250 Euro im Monat. Dazu kommen Verpflegung und Freifahrt für
öffentliche Verkehrsmittel für alle im Ausbildungsdienst, sowie
Familienunterhalt in der Höhe von Euro 131,45 und Wohnkostenbeihilfe
in der Höhe von Euro 75,17 für die Berechtigten.

"Frauen haben mit dem Einstieg ins Bundesheer im Unterschied zu
Grundwehrdienern bereits eine Berufsentscheidung getroffen", so
Platter, "deshalb werde ich die Bezahlung für Frauen im
Ausbildungsdienst sowie für Männer, die sich schon während des
Grundwehrdienstes für eine Karriere beim Heer entscheiden auf 824
Euro erhöhen." Ein Grund, warum viele Frauen trotz Interesse am Beruf
Soldatin von einer Karriere beim Heer absehen, sei die niedrige
Bezahlung während des Ausbildungsdienstes, so der
Verteidigungsminister. "Für dreißig Prozent der Interessentinnen war
die bisherige Bezahlung ein Grund, nicht diesen Berufsweg
einzuschlagen."

Neue sportliche Leistungskriterien für Eignungstests - Punkte- statt
K.O.-System

Eine Senkung der Leistungskriterien bei den Eignungstests soll mehr
Frauen als bisher den Zugang zum Ausbildungsdienst ermöglichen.
"Wichtig ist, dass Frauen nach dem Eintritt ins Bundesheer
professionell begleitet und Schritt für Schritt auf die verschiedenen
Laufbahnkurse vorbereitet werden" so Platter. Auch die tägliche
Stunde Bewegung, die der Verteidigungsminister für die Rekruten
angekündigt hat, können von den Frauen zur gezielten Vorbereitung für
die weiteren Karriereschritte im Heer verwendet werden.

Ein neues, auf Basis der Evaluierung der bisherigen Limits erstelltes
flexibles Punktesystem nimmt den vier Prüfungsdisziplinen Liegestütz,
2.400m-Lauf, Jump&Reach und Klimmzüge die Härten. Eine geringfügige
Schwäche in einem Bereich kann durch ein besseres Ergebnis in einer
anderen Disziplin kompensiert werden. "Es geht um ein gutes
Gesamtergebnis und Fundament auf dem man aufbauen kann", so Platter.

OTS0173    2005-04-01/12:49

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