• 01.04.2005, 12:27:57
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SP-Wagner: Wiens Drogenpolitik vorbildlich

Strikte Ablehnung der FP-Forderung nach Absetzung des Wiener Drogenkoordinators

Wien (SPW-K) - Ein strikten "Nein" zur Forderung der Wiener FPÖ
nach Absetzung des Wiener Drogenkoordinators Michael Dressel kommt
von der Wiener SPÖ: Wie SP-Gemeinderat Kurt Wagner anlässlich der
diesbezüglichen Dringlichen Initiative der Wiener FPÖ im Gemeinderat
gegenüber dem Pressedienst der SPÖ Wien am Freitag festhielt, leiste
Dressel im Bereich der Drogenpolitik, speziell der Drogenprävention
auch und vor allem in menschlicher Hinsicht hervorragende Arbeit.
"Für eine Abberufung des Wiener Drogenkoordinators besteht daher
überhaupt kein Anlass", betonte Wagner.

Wagner warf seinerseits der FPÖ vor, alljährlich gebetsmühlenartig
und ohne Berücksichtigung der sachlichen Zusammenhänge sowie
erbrachter Leistungen die gleiche Forderung nach Abberufung des
jeweiligen Drogenkoordinators zu stellen. Gerade diesmal möchte die
FPÖ damit in besonders durchsichtiger Weise von ihren desaströsen
innerparteilichen Problemen ablenken und politische Aktivitäten auf
anderen Feldern vortäuschen, meinte Wagner. Die persönlich
menschenverachtenden Aussagen von Strache und Co. gegenüber dem
Drogenkoordinator zeigten aber, aus welcher unterster politischer
Schublade die FPÖ ihr Tagesgeschäft betreibe, betonte der Mandatar.
Wagner: "Der FPÖ ins Stammbuch geschrieben: Das Wegsperren von
drogenkranken Menschen als in Wirklichkeit primäres Ziel mache keinen
Sinn, damit verschärfe man letztlich nur das Drogenproblem".

Insgesamt, so Wagner weiter, sei bei der Umsetzung des Wiener
Drogenkonzepts professionell vorgegangen worden. Tirol, Salzburg und
Niederösterreich hätten dieses Modell fast eins zu eins übernommen.
Aufbauend auf den Zielsetzungen mit den Handlungsfeldern Neue Wege in
der Suchtprävention, neue Bereiche Beratung, Behandlung, Betreuung
und Ausweitung der Wochenendversorgung, hätten das Wiener
Drogenkonzept und seine Umsetzung dazu geführt, dass Wien nicht nur
in Österreich, sondern darüber hinaus in der gesamten EU eine
vorbildliche Stelle in der Drogenpolitik, speziell der
Drogenprävention, einnehme.

Hinsichtlich der Forderung der grünen Gemeinderätin Jerusalem nach
Einrichtung von eigenen, öffentlichen Drogenkonsumräumen meinte
Wagner, dass dies sicher keine der von den Grünen geforderten
innovativen Ideen sei. In einigen Ländern, in denen dieses Räume
einrichtet worden wären, würde nun überlegt, diese entweder zu
reduzieren oder gar überhaupt zu schließen. Wien werde jedenfalls
den von ihm eingeschlagenen, erfolgreichen Weg in der Drogenpolitik
weitergehen. Wenn dabei einzelnen politische Parteien nicht mitgehen
wollten, so sei dies bedauerlich, man könne sie aber daran auch nicht
hindern, meinte Wagner abschließend. (Schluss)

OTS0157    2005-04-01/12:27

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