• 01.04.2005, 10:07:15
  • /
  • OTS0057 OTW0057

Greenpeace-Aktion in Kärnten "Frisches Laub statt krank durch Staub!"

Greenpeace pflanzt in Klagenfurt von LR Dörfler abgeholzte Bäume neu

Wien/Klagenfurt (OTS) - Greenpeace-Aktivisten aus 4 Ländern haben
heute drei Bäume am Villacher Ring in Klagenfurt neu gepflanzt. Die
Umweltorganisation reagiert damit auf das sonntägliche Fällen von 36
Bäumen durch Landesrat Gerhard Dörfler vor über einem Monat.
Greenpeace ruft die Stadt Klagenfurt auf, auch die anderen 33 am 20.
Februar durch Dörfler gefällten Bäume nachzupflanzen. Mit dieser
Aktion protestiert Greenpeace gegen die Pläne der Stadt Klagenfurt
den Ring auf vier Spuren zu erweitern. "Es gibt in Klagenfurt jetzt
schon ein massives Feinstaubproblem. Den Ring zu erweitern und damit
noch mehr Verkehr in die Stadt zu locken ist für die Klagenfurter
unerträglich. Die Gesundheit der Kinder muss der Stadt mehr wert sein
als die Profitinteressen der Wirtschaftskammer", fordert
Greenpeace-Verkehrsexperte Jurrien Westerhof.

Die Greenpeace-Aktivisten pflanzten heute Vormittag am Villacher Ring
drei Linden als symbolische Maßnahme gegen die Klagenfurter
Straßenausbaupläne. Am 20. Februar hatte Landesrat Gerhard Dörfler
dort 36 Bäume mit der Kettensäge abgeholzt ohne die Stadt zu
informieren. Er wollte damit Protesten von Bürgern zuvor kommen und
den Weg für den Ausbau des Rings auf vier Spuren frei holzen.
Klagenfurt kämpft allerdings jetzt schon mit einem massiven
Feinstaubproblem und einer rasant wachsenden Verkehrshölle. Eine
Verbreiterung des Rings wird dieses Problem noch weiter vergrößern,
warnt Greenpeace.

"Was Klagenfurt jetzt braucht ist eine vernünftige Verkehrspolitik.
Straßen breiter zu machen, in der Hoffnung Verkehrsprobleme zu lösen,
ist genau jene Betonierer-Mentalität, die schon in den Sechziger
Jahren nichts gebracht hat. Angesichts des bisher ungelösten
Feinstaubproblems wäre der Ringausbau eine vorsätzliche Gefährdung
der Gesundheit der Klagenfurter Bevölkerung", so
Greenpeace-Verkehrsexperte Jurrien Westerhof. "Zum Schutz der
Bevölkerung und auch der Lebensqualität in der Innenstadt muss man
sich überlegen, wie man die Belastungen durch den Verkehr reduziert,
nicht wie man sie vergrößert!"

Greenpeace pflanzt heute die ersten drei Bäume und fordert die Stadt
Klagenfurt auf, die restlichen Bäume selbst wieder zu pflanzen um
damit etwas gegen das Feinstaubproblem zu unternehmen. Greenpeace
fordert, dass die Stadt Klagenfurt jetzt rasch Maßnahmen setzt. "Ohne
konkrete Maßnahmen gegen eine weitere Verkehrszunahme wird das
Feinstaubproblem nicht in den Griff zu bekommen sein", so Westerhof
an die verantwortlichen Politiker.

"Als wir vor drei Wochen Feinstaub-Messungen in Klagenfurt
durchgeführt haben, wurde uns zwei Mal die Kriminalpolizei geschickt.
Als Landesrat Dörfler ohne Genehmigung der Stadt mitten in Klagenfurt
36 Bäume abgesägt hat, ist die Polizei nicht eingeschritten", wundert
sich Westerhof über das seltsame Rechtsempfinden in Klagenfurt.
Bürgermeister Harald Scheucher sollte jetzt zeigen, dass er die
Gesundheit der Klagenfurter Bevölkerung ernst nimmt. Er sollte
mithelfen, den Ring wieder zu begrünen", ruft Greenpeace den
Bürgermeister auf.

OTS0057    2005-04-01/10:07

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GRP

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel