• 31.03.2005, 12:56:59
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ÖH: 40 Jahre nach dem Übergriff

Diskussionsveranstaltung der ÖH zum Fall Borodajkewycz

Wien (OTS) - Heute jährt sich der gewalttätige Übergriff, der zum
Tode des antifaschistischen Widerstandskämpfers Ernst Kirchweger
führte zum vierzigsten mal. Im Zug einer Demonstration gegen
Professor Taras Borodajkewycz und seine antisemitischen Äußerungen,
wurde Krichweger von einem rechtsradikalen Gegendemonstranten derart
niedergestreckt das er zwei Tage später seinen schweren Verletzungen
erlag.
Der damals an der Hochschule für Welthandel (heutige
Wirtschaftsuniversität Wien) tätige Professor, wurde nicht nur von
Seiten der Hochschule in Schutz genommen, sondern konnte sich auch
der Unterstützung der damaligen konservativen ÖH-Spitze sicher sein.
Einer Tatsache, der sich die Wirtschaftsuniversität und dortige ÖH
heute bewusst sein sollte und die sie nicht gedankenlos abtun darf.

Das sich die Zeiten geändert haben und eine Aufarbeitung einer derart
schändlichen Vergangenheit wichtig ist, will die ÖH mit einer
Diskussionsveranstaltung am kommenden Montag im Hörsaal 1 des Neuen
Insitutsgebäudes verdeutlichen und so auch der damals unrühmlichen
Rolle der HochschülerInnenschaft in dieser politischen
Auseinandersetzung gedenken.

Wann?
Montag, 4.4.2005
19.30 Uhr

Wo?
Neues Institutsgebäude Universitätsstrasse 7, 1010 Wien

Programm:
Lesung von Orginaltexten - Filmaufnahmen der
Borodajkewycz-Pressekonferenz - Ausschnitte aus der Kabarettsendung
"Zeitventil"

Grußbotschaft: Bundespräsident Dr. Heinz Fischer

Einleitung: Patrice Fuchs, ÖH-Vorsitzteam

Es diskutieren:
Dkfm. Ferdinand Lacina, ehemaliger Student von Borodajkewycz
Dr.a Brigitte Bailer-Galanda, Leiterin DÖW
Mag. Gerard Kasemir, Historiker

Moderation: Karl Öllinger, Abg. z. NR

OTS0161    2005-03-31/12:56

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