• 30.03.2005, 14:39:32
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ÖH Uni Wien: Ministerium stiehlt fast 5.000 Studierende

Falsche Zahlen für die Uni Wien unverständlich.

Wien (OTS) - Die in der Verordnung zur HochschülerInnenschaftswahl
2005 enthaltene Zahl von 61.984 StudentInnen der Universität Wien hat
keine nachvollziehbare Grundlage. Laut Gesetz sind alle an der Uni
Wien inskribierten Studierenden zur Berechnung der Mandate
heranzuziehen. Die Universität gibt hier jedoch eine Anzahl von
66.653 Personen an. Wieso in der ministeriellen Berechnung fast 5.000
fehlen, kann sich niemand erklären. Zur via APA ausgegangenen
Erklärung des Ministeriums drängt sich die Frage auf, warum alle
StudentInnen der Wirtschaftsinformatik für die TU Wien statt für die
Uni Wien gezählt werden. Laut Gesetz dürfen sie auf beiden Unis die
Universitätsvertretungen wählen und ihre Stimme zählt damit auch für
die Bundesvertretung doppelt, was die Regelung umso absurder
erscheinen lässt und deutlich macht, dass ihr Zweck lediglich ist,
die Uni Wien zu schwächen.

"Schon vor Wochen haben wir das Ministerium informiert, dass die im
Entwurf angegebene Zahl viel zu niedrig ist, und eine Korrektur wurde
uns zugesichert. In der jetzt verabschiedeten Verordnung scheinen
noch weniger StudentInnen auf." ärgert sich Nina Abrahamczik vom
Vorsitz-Team der ÖH Uni Wien. "Das Fehlen dieser 5.000 Studierenden
bedeutet auch den Verlust eines Mandats auf der Bundesvertretung. Zum
Vergleich: An anderen (kleineren) Universitäten gibt es ab 1.000
Studierenden bereits ein Mandat. Noch dazu würde das nach den
Ergebnissen der letzten Wahl an der Uni Wien der derzeitigen linken
Koalition schaden, der schwarzen AG jedoch nützen. Es ist eine
Unverschämtheit, wie das Ministerium die Umfärbung der ÖH mit allen
Tricks betreibt!"

OTS0194    2005-03-30/14:39

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OHW

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