- 30.03.2005, 14:32:56
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SP-Hufnagl: Wien setzt Maßnahmen gegen Feinstaub
Bund darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen!
Wien (SPW-K) - "Die Stadt Wien nimmt das Thema Feinstaub sehr
ernst und setzt zahlreiche Maßnahmen zur Reduktion. Wien hat die
Weichen schon vor langer Zeit in die richtige Richtung gestellt",
stellte Mittwoch der Vorsitzende des Umweltausschusses des Wiener
Gemeinderates, Heinz Hufnagl, in einer Stellungnahme im Pressedienst
der SPÖ Wien zur aktuellen Diskussion über diese Materie fest.
Als Beispiele aus der umfassenden Maßnahmenpalette der Stadt
nannte der Mandatar u.a. den forcierten Ausbau der Fernwärme sowie
der Gasanschlüsse, die einen entscheidenden Anteil an der
Luftqualität in der Stadt hätten. "In vielen anderen Städten
Österreichs ist der Hausbrand ein großes Problem in Sachen Feinstaub,
in Wien konnte dieses fast gänzlich minimiert werden. Ende 2003 waren
232.000 Wohnungen an das Fernwärmenetz angeschlossen, insgesamt haben
über 75 Prozent der Haushalten einen Fernwärme- oder Gasanschluss.
Auch beim öffentlichen Verkehr, der wesentlich zur Verbesserung der
Umwelt- und Luftqualität beiträgt, ist Wien vorbildlich", betonte
Hufnagl.
Der Anteil des öffentlichen Verkehrs an allen zurückgelegten
Wegen in der Bundeshauptstadt, so Hufnagl weiter, betrage 34 Prozent.
Das ist der höchste Wert im Vergleich mit allen anderen Bundesländern
und Städten Die Wiener Linien hätten alle ihre Busse auf Flüssiggas
und Katalysator umgestellt, während in vielen anderen Städten
Österreichs noch Dieselbusse unterwegs wären.
Der Umweltpolitiker kündigte an, dass die Stadt Wien auch
weiterhin konsequent Maßnahmen zur Reduktion von Feinstaub setzen und
fristgerecht laut Immissionsschutzgesetz-Luft (IGL) im Herbst den
diesbezüglichen Plan vorlegen werde. Hufnagl: "Was jedoch
unbestreitbar ist, dass Feinstaub ein überregionales Problem ist und
vor und an den Stadtgrenzen nicht Halt macht, daher natürlich vor
allem auf Bundesebene Maßnahmen gesetzt werden müssen. Das Problem
darf nicht auf die Länder abgewälzt werden. Es gibt zahlreiche
Maßnahmen, die nur auf Bundesebene machbar sind, wie etwa
verpflichtende Dieselpartikelfilter, denn Förderungen allein sind zu
wenig. Es ist inakzeptabel", so Hufnagl "wenn der Bund sämtliche
Verantwortung den Ländern zuschieben will. Es fällt jedenfalls auf,
dass Teile der Wiener Opposition es offensichtlich nicht ertragen,
dass Wien im Frühlingserwachen grünt und blüht, hier soll das Thema
Feinstaub als untauglicher Dauerbrenner herhalten und von den Fakten
ablenken. Die Reduktion von Feinstaub muss auf allen Ebenen weiter
fortgesetzt werden und ist eine national wie international
ganzheitliche Aufgabe". meinte der Ausschussvorsitzende abschließend.
(Schluss)
OTS0191 2005-03-30/14:32
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