• 30.03.2005, 12:35:45
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Kukacka: Durchbruch erzielt: Vorgezogene Realisierung der Summerauerbahn heute im Ministerrat beschlossen!

Vorgezogener Ausbau der Phyrn-Schober-Spielfeld-Achse fix - Gesamtrealisierung kommt bis 2012!

Wien, 30. März 2005 (OTS) - "Mit dem heutigen Beschluss im
Ministerrat wurde der endgültige Durchbruch erzielt und wird die
Summerauerbahn als PPP-Projekt vorgezogen. Der von Oberösterreich und
der Steiermark immer wieder geforderte rasche Ausbau bis 2012 wird
damit verwirklicht", erklärte heute, Mittwoch, Verkehrsstaatssekretär
Mag. Helmut Kukacka nach der Beschlussfassung im Ministerrat. Die
Verbindung Summerau- Linz - Selzthal - Graz - Spielfeld sei Teil der
Transeuropäischen Netze der Europäischen Union und stelle durch den
starken grenzüberschreitenden Bezug Richtung Tschechien und
Ostseeraum aber auch nach Slowenien und an die Adria, eine
europäische Nord-Süd-Achse der Zukunft dar, von deren raschen Ausbau
der österreichische Wirtschaftsstandort deutlich profitieren werde,
so Kukacka.****

Vor allem die Kapazität und Qualität im Güterverkehr werde erhöht,
die Attraktivierung der Summerauer- Phyrn-Schober-Achse schaffe ein
modernes und leistungsfähiges Angebot für eine deutliche Verlagerung
von Güterverkehr auf die Schiene. Konkret könne durch den Ausbau der
Phyrn-Schober-Achse mit einer Steigerung des Güterverkehrsaufkommens
um 35 Prozent bis 2015 auf 5,8 Millionen Tonnen pro Jahr gerechnet
werden. "Der verkehrpolitische und wirtschaftliche Nutzen durch einen
rascheren Ausbau steht verkehrs- und wirtschaftspolitisch außer
Frage", betonte Kukacka.

Der Ausbau der Achse Summerau-Phyrn-Schober-Spielfeld-Strass sei im
derzeitigen Rahmenplan der ÖBB mit einem Volumen von rund 950
Millionen Euro festgelegt. Ohne Beteiligung Privater Investoren würde
eine Fertigstellung des selektiven 2-gleisigen Ausbaus erst bis 2019
möglich sein, als PPP-Projekt sei aber eine vorgezogene
Gesamtrealisierung bis 2012 möglich. Im Rahmen des
Infrastrukturgipfel am 8. März 2005 unter dem Vorsitz von
Bundeskanzler Schüssel und unter Teilnahme der Länder Oberösterreich
und Steiermark und ÖBB, wurde ein vorgezogener Ausbau der Gesamtachse
bis 2012 vereinbart, wenn die Finanzierung sicher gestellt werden
kann. Dazu haben die Länder Steiermark und Oberösterreich ihre
Beteiligung zugesagt, heute ist der entsprechende Beschluss im
Ministerrat gefallen.

Die ersten kleineren baulichen Maßnahmen könnten bereits 2006
begonnen werden, der Vollausbau der Infrastruktur werde ab 2008
realisiert. Ziel des Ausbaues der Summerauerbahn in einem PPP-Modell
sei die Erhöhung der Durchlassgeschwindigkeit, Fahrplanstabilität und
Pünktlichkeit sowie eine maßgebliche Verkürzung der Fahrzeiten durch
weniger Kreuzungsaufenthalte und eine schnellere Zugfrequenz, führte
Kukacka aus. Die Arbeiten am Projekt werden nun auf Hochtouren
vorangetrieben und inhaltlich weiter entwickelt. Als nächster Schritt
werden ÖBB und Bund Verhandlungen mit den Bundesländern
Oberösterreich und Steiermark über die bereits in Aussicht gestellten
Kostenbeiträge aufnehmen und möglichst rasch abschließen. "Nach
Abschluss der Verhandlungen wird das Projekt von der
ÖBB-Infrastruktur Bau AG, welche die Projektleitung wahrnimmt, weiter
entwickelt und ein Lenkungsausschuss eingesetzt", erklärte Kukacka.

Dieser Lenkungsausschuss - bestehend aus Vertretern des BMVIT, des
BMF, der ÖBB-Holding AG, der Bundesländer Oberösterreich und
Steiermark sowie externen Experten - wird die Aufgabe haben, die
ÖBB-Infrastruktur Bau AG bei der Umsetzung des Projekts zu
unterstützen und darauf zu achten, dass die für PPP-Modelle typischen
Vorteile wie Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und substantielle
Nutzenerhöhung tatsächlich realisiert werden, schloss Kukacka.

OTS0142    2005-03-30/12:35

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SVT

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