- 30.03.2005, 11:16:33
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AktionsGemeinschaft verurteilt geplante Zugangsbeschränkungen an der Medizinuni Wien
AG-Spitzenkandidatin Gruber fordert sofortige Rücknahme des Vorschlags
Wien (OTS) - Den heute publik gemachten Vorschlag der
Medizinischen Universität Wien (MUW) den Zugang zum Medizinstudium
auf 1560 Studierende zu beschränken, verurteilt die
AktionsGemeinschaft (AG) aufs Schärfste. "Nach der Summativen
Integrativen Prüfung (SIP), die bereits jetzt die Studierendenzahl an
den Medizinunis massiv reduziert, sind weitere Beschränkungen für die
Studierenden absolut nicht tragbar", so Bernadette Gruber,
Spitzenkandidatin der AG.
Vor allem der von der Curricularkommission vorgeschlagene Modus
ruft bei Gruber fassungsloses Kopfschütteln hervor. Dieser sieht vor,
die Studienplätze für Praktika und Übungen im ersten Studienjahr über
ein "First Come, First Serve" Prinzip, abhängig vom
Inskriptionsdatum, zu vergeben. Dies kommt nicht nur der Einführung
eines Numerus Clausus gleich, sondern würde zusätzlich zu einer
chaotischen Schlammschlacht bei der Studienzulassung führen. Jegliche
Fairness bliebe dabei auf der Strecke.
Rektoren reißen Ruder an sich
Die Situation an der Medizinuni Wien belegt klar, in welche
Richtung sich die Debatte um den offenen Hochschulzugang entwickelt.
Nachdem die rot/grüne Bundes-ÖH bis dato keinen ernstgemeinten
Diskurs mit den Rektoren führte, bekommen die Studierenden nun die
Rechnung präsentiert. Jetzt versuchen die Rektoren das Ruder in die
Hand zu nehmen.
ÖH gefordert für offenen Zugang einzutreten
Es ist daher allerhöchste Zeit, den vielbeschworenen offenen
Dialog mit den Rektoren endlich anzugehen. Nur so haben wir als
Studierende die Chance in dieser wegweisenden bildungspolitischen
Frage mitzubestimmen.
"Die gesamte ÖH ist gefordert die Kräfte über Fraktionsgrenzen
hinweg zu bündeln und gemeinsam für den offenen Zugang zu Österreichs
Unis einzutreten", so Gruber abschließend.
OTS0090 2005-03-30/11:16
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