Mit Fahrradhelm sicher unterwegs

16 Markenprodukte am "Konsument"-Prüfstand: Preis kein Qualitätskriterium.

Wien (OTS) - Fahrradhelme reduzieren bei einem Sturz das Risiko
von Schädel- und Hirnverletzungen um bis zu 85 Prozent. Trotzdem gehen immer noch viele Radfahrer unnötige Gefahren ein, weil sie ohne Kopfschutz unterwegs sind. Das Verbrauchermagazin "Konsument" hat zu Beginn der Radler-Saison 16 Markenhelme für Erwachsene zwischen 45 und 95 Euro im Labor und auf der Straße geprüft. Urteil der Tester:
Unter Markenprodukten ist der Preis kein Qualitätskriterium. Testsieger ist eines der billigsten Modelle.

Fahrradhelme haben sich nicht nur in puncto Sicherheit und Tragekomfort deutlich verbessert, sie sehen mittlerweile auch sportlich und dynamisch aus. Ein Helm gehört heute zum schicken Outfit dazu.

In der sicherheitsrelevanten Prüfung - bei der die Tester Dummyköpfe aus 1,5 Meter Höhe auf flache bzw. kantige Stahlsockel schleuderten - gab es keinen Totalausfall, bei zwei Modellen war die Stoßdämpfung allerdings nur mäßig.

Neben der Sicherheit ist die Passform des Kopfschutzes wichtigstes Kriterium. Alle Helme sind mit einem verstellbaren Ring ausgestattet, was eine individuelle Anpassung an die Kopfform erlaubt. Das Einstellen erfolgt entweder mit einem Rasterverschluss oder mit einem Drehknopf. Im Praxistest überzeugten Modelle mit Knopf, da man sie -im Vergleich zu jenen mit Verschluss - einhändig bedienen kann. "Konsument" rät: Den Radhelm nicht im Vorbeigehen kaufen, sondern in Ruhe probieren. Im Geschäft nachfragen, ob man sich den Helm der engeren Wahl für eine Probefahrt ausleihen kann.

Die Tester bewerteten alle Exemplare in puncto Passform und Tragekomfort auf Anhieb positiv. Unterschiede offenbarten sich erst nach längerem Tragen. Kein Kopfschutz blieb letztlich makellos, die meisten Minuspunkte sammelten "Cratoni Zethos" und "Agu Flash".

Auch eine ausreichende Belüftung des Helms ist wichtig. Die Testpiloten, die sich in der Mittagshitze eine Bergstraße hinaufquälten, waren mit allen zufrieden.

Den ersten Rang belegt "Uvex Explorer" - mit 50 Euro zählt er zu den billigsten Modellen im Test. Fast doppelt so teure Helme finden sich dagegen im geschlagenen Feld. Aber: Alle Produkte bieten ausreichend Sicherheit.

Mit welchen Bewertungen die einzelnen Modelle die Ziellinie erreicht haben, ist im "April"-Konsument nachzulesen. Alle Informationen präsentiert auch die Online-Ausgabe unter www.konsument.at.

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Leiterin Stabsstelle PR
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