- 18.03.2005, 13:35:17
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VP-Tschirf zu SP-Brandsteidl: Nein zu bildungspolitischer Scheinheiligkeit!
Wien (VP-Klub) - Verwundert zeigte sich heute der Klubobmann der
ÖVP Wien, LAbg. Matthias Tschirf, über die Forderung der Wiener
Stadtschulratspräsidentin Brandsteidl nach Einführung eines
verpflichtenden Vorschuljahres für alle Kinder. "Anscheinend fällt
den Wiener Verantwortlichen nichts anderes mehr ein als in der
Bildungspolitik alles über einen Kamm zu scheren. Wenn man hier in
der Bundeshauptstadt auf unsere Vorschläge zur Kinderbetreuung und
Integration schon früher eingegangen wäre, könnten wir uns die
nunmehrige Debatte ersparen", so Tschirf.
Er verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass bereits jetzt die
Möglichkeit bestehe, die Schuleinschreibung von Kindern vorzuverlegen
um dadurch möglichen pädagogischen und vor allem sprachlichen
Defiziten entgegen zu steuern. "Ein Antrag dazu ist von unserer
Fraktion bereits im Dezember des Vorjahres im Wiener Gemeinderat
eingebracht worden. Doch die SPÖ und die Grünen haben diesen
abgelehnt und damit eine bildungspolitische Chance vertan", betonte
der VP-Klubobmann.
Er bedauerte weiters, dass es die Wiener SP-Stadtregierung in ihren
Kinderbetreuungseinrichtungen bisher verabsäumt hat, vorschulische
Förderung von Kindern zu forcieren. "Wenn unsere Forderung nach einem
gebührenbefreiten letzten Kindergartenjahr endlich Realität würden,
wenn man wirkliche pädagogisch-didaktische Programme für Kinder mit
nicht-deutscher Muttersprache in den städtischen
Kinderbetreuungseinrichtungen flächendeckend anwenden würde, wäre die
bildungspolitische Situation in der Bundeshauptstadt nicht so
angespannt", kritisierte Tschirf und meinte abschließend, "Diese
Fehler gehen auf die Kappe der Verantwortlichen im Rathaus!"
OTS0172 2005-03-18/13:35
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