- 18.03.2005, 09:19:02
- /
- OTS0040 OTW0040
AK Benzinpreisanalyse: Dieselpreis im Jahresvergleich doppelt so stark gestiegen wie Eurosuper
Diesel innerhalb eines Jahres um 15 Prozent, Eurosuper um 6 Prozent teurer geworden
Wien (OTS) - Tanken wird immer teurer: Die Preise für Diesel sind
im Jahresvergleich doppelt so stark gestiegen wie für Eurosuper. Das
zeigt die AK Benzinpreisanalyse von bundesweit knapp 1.600
Tankstellen von Anfang März. Diesel kletterte binnen Jahresfrist um
15 Prozent in die Höhe, Eurosuper um 6 Prozent. Ein Tagespendler von
Wien nach Neusiedl mit einem Diesel-Pkw zahlt durch die Verteuerungen
im Jahr um 100 Euro mehr, tankt er Eurosuper, kostet es um fast 50
Euro mehr. "Seit knapp zwei Jahren sind die Preise auf Rekordhoch",
sagt AK Energieexpertin Dorothea Herzele, "und jetzt legt die OMV den
Autofahrern noch faule Ostereier, sie verteuerte Diesel um drei Cent,
und das kurz nach der Bekanntgabe von Rekordgewinnen."
Auf Grund der anhaltend hohen Treibstoffpreise müssen die
AutofahrerInnen und PendlerInnen endlich entlastet werden, verlangt
die AK. Das Pendlerpauschale muss um weitere 15 Prozent und das
Kilometergeld auf 42 Cent angehoben werden. Außerdem muss der
Wirtschaftsminister die Branchenuntersuchung zügig durchführen und
die Wettbewerbsbehörde die Preisgestaltung der Mineralölfirmen
überprüfen.
Die AK Benzinpreisanalyse vom 2. bis 4. März zeigt: Diesel ist
zwischen März 2004 und März 2005 um 11,5 Cent pro Liter oder 15
Prozent teurer geworden. Eurosuper stieg binnen Jahresfrist um fast 6
Cent oder 6 Prozent. Im Schnitt war Diesel in Wien am billigsten mit
0,845 Euro pro Liter, in Tirol mit durchschnittlich 0,900 Euro pro
Liter am teuersten. Eurosuper war ebenfalls im Wien am billigsten
(durchschnittlich 0,938 Euro pro Liter) und am kostspieligsten in
Vorarlberg (durchschnittlich 0,997 Euro pro Liter).
"Wo Wettbewerb funktioniert, ist tanken billiger", sagt Herzele.
Günstige Tankstellen gibt es im Norden Wiens, in den
niederösterreichischen Bezirken Hollabrunn, Mistelbach, Gänserndorf,
in der Obersteiermark, in den Kärntner Bezirken Villach, Villach Land
und Spittal an der Drau sowie in den oberösterreichischen Bezirken
Kirchdorf an der Krems, Steyr-Land, Linz-Land, Wels Stadt und Land,
Grieskrichen. Nach wie vor kaum Wettbewerb herrscht in Vorarlberg,
Tirol und Salzburg.
Die AK Analyse zeigt ferner, dass Diskonttankstellen im
Durchschnitt um fast 3 Cent billiger sind als die teuerste
Markentankstelle. Für Diesel verlangten Diskonter und Freie
durchschnittlich 0,879 Euro pro Liter, die teuerste Markentankstelle
Aral 0,901 Euro pro Liter. Eurosuper kostete beim billigsten
Diskonter Jet im Schnitt 0,956 Euro pro Liter, bei der teuersten
Markentankstelle Aral durchschnittlich 0,982 Euro pro Liter.
"Wer preisbewusst tanken will, sollte bei Diskonttankstellen
stehen bleiben", rät Herzele. "Ostösterreicher, die im Osterurlaub
auf Skiurlaub fahren, sollten jedenfalls zu Hause nochmals ihren Tank
auffüllen", so Herzele. Wenn es sich vermeiden lässt, sollte nicht
bei Autobahntankstellen getankt werden, sie sind extrem teuer.
OTS0040 2005-03-18/09:19
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW






